Wir wissen alle, dass die Spielautomaten - Slotmachines - auf eine bestimmte Auszahlungsquote getrimmt sind, in Spielbanken soll diese zwischen 87 Prozent und 92 Prozent liegen. Doch wann ein Gerät seine Auszahlungen zu tätigen beginnt, dies wissen vielleicht nicht einmal die Programmierer des betreffenden Geräts. Hier könnte ein Zufallsgenerator das Gerät steuern.

Warum also sollte man überhaupt an einem Geldspielautomaten spielen? Nun, viele machen es gerne, vielleicht würde es sogar auch der geneigte Leser, der ansonsten diese "Einarmigen Banditen" lieber links liegen läßt, es einmal gerne versuchen, obwohl er meistens verachtungsvoll auf das häufig gar nicht mal so billige Kleingeldgezocke hinab sieht.

Die Slotmachines sind immerhin mit ungefähr 50 Prozent an den Gewinnmargen der Spielbanken beteiligt. So kann man doch davon ausgehen, dass der ein oder andere Leser dieses Artikels seine Erfahrungen an den Einarmigen Banditen gesammelt hat. Für den Fall, dass: eine provokante Frage: "Hat sich jemand auch einmal Gedanken darüber gemacht, ob und wie man ein Spiel an diesen Geräten ertragreicher gestalten könnte?

Ein Beispiel, wie man es versuchen könnte: man holt sich 100 Münzen gleichen Wertes, z. B. 50 Cent, an der Kasse, schlendert gelassen durch den Automatensaal und wirft hier und dort wahllos einige Münzen in unterschiedliche Geräte. Aus irgendeinem Grund bleibt man dann fasziniert an einem Gerät hängen und wirft diesem 30 und mehr Münzen in den Schlund. Alles natürlich ohne erkennbaren Erfolg. Dies verbittert, wie man es auch vom Roulette und BlackJack kennt, und man versucht, das Glück zu zwingen, und zwar gerade an diesem widerspenstigen Gerät. Die 100 Münzen sind jedoch schnell verspielt. Natürlich gibt es zwischendurch den einen oder anderen Gewinn, dies dient jedoch dem besonderen Ansporn, dass diese "heilige Kuh" nun endgültig zu melken sei. Es ist bislang nur bekannt, dass man das "Kleine Spiel" auf diese Weise als "blanker" Verlierer verläßt.

Man kann es ein wenig anders machen. Man teilt die seine 100 zur Verfügung stehende Münzen in 10 Kapitalien zu jeweils 10 Münzen ein, dies ergibt 10 mal Spielspaß an verschiedenen Geräten. Man nimmt sich allerdings vor, an keinem der Automaten mehr als 6 Münzen zu verlieren. Selbst an einem wirklich verunglückten Tag verliert man also nicht mehr als 60 Prozent seines getauschten Betrages. Dies minimiert die Verluste und tut der Seele gut, weil man nicht sein ganzes Geld verspielt hat.

Sollte man allerdings gewinnen und das Kapital eines Spielkapitals ist um 6 Münzen angewachsen, steckt man 10 Münzen in die Tasche und spielt weiter an dem Gerät, nun aber nur noch mit den gewonnen Münzen. Laufen die Gewinne weiter, kann der Einsatz jeweils um eine Münze erhöht werden, nach einem Verlust jedoch geht man wieder auf den ursprünglichen Einsatz von einer Münze zurück. Wichtig ist, dass man 40 Prozent seiner Gewinne nicht mehr anfasst und ebenfalls in die Tasche steckt. Irgendwann ist das Ende erreicht, d. h. auch die letzte an diesem Automat zur Verfügung stehende Münze verschwindet ohne eine Gegenleistung in dessen Schlund. Nun kann man weiter durch den Saal schlendern und sich das nächste Gerät aussuchen. Nach 10 Spielen mit dem eingeteilten Spielgeld werden die verbleibenden Münzen gezählt.

Mit etwas Glück erwischt man einen Einarmigen Banditen, der bereit ist, den Spieler einen größeren Betrag gewinnen zu lassen. An allen anderen Tagen freut man sich dann über keine Gewinne oder sogar kleine Verluste, denn man verspielt nicht das ganze Geld. Auf alle Fälle erfährt man die Befriedigung, einen gewissen Betrag seines Geldes in größeres Geld zurück tauschen zu können und dieser wird selten unter 75 Prozent des eingesetzten Gesamtkapitals liegen.