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Thema im Roulette Forum:
Online-Glücksspiel braucht klare Regeln

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  1. #1
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    Standard Online-Glücksspiel braucht klare Regeln

    Affäre um Manipulation auf Pokerseiten bestätigt die Sinnhaftigkeit nationaler Lizenzen - Für win2day Kunden besteht keinerlei Gefahr.

    Wien - Verdacht auf Geldwäsche, Betrug in Milliardenhöhe und anschließende Sperrung des Zugriffs auf die Server der Onlinepoker-Plattformen Pokerstars und fulltiltpoker: Die US-Behörden werfen den Betreibern einiger der weltweit größten Pokerseiten illegales Glücksspiel in Milliardenhöhe, undurchsichtige Zahlungsströme und Manipulation vor. Elf Personen wurden angeklagt und 75 Konten eingefroren. Nun bangen Millionen Pokerfans, darunter auch rund 100.000 Österreicher, um ihre Spieleinsätze und Guthaben.

    "Die aktuellen Entwicklungen machen einmal mehr deutlich, wie wichtig klare Reglementierungen im Bereich Online-Glücksspiel sind", betont DI Friedrich Stickler, Gen.-Dir.-Stv. der Österreichischen Lotterien und Vorstandsvorsitzender der Online-Tochter win2day. Für deren Kunden besteht selbstverständlich keine Gefahr, wie Stickler versichert: "Wir sind ein in Österreich registriertes und lizenziertes Unternehmen. Bei uns weiß der Spielteilnehmer, dass er auf der sicheren Seite ist."

    Zudem können die Österreichischen Lotterien - und damit auch win2day - auf Zertifizierungen durch die European Lottery Association und die World Lottery Association (WLA) verweisen. Diese sind nach dem "Security und Control Standard" der WLA erfolgt und haben dem Unternehmern Top Level Standards bescheinigt: eine ordnungsgemäße Abwicklung aller Spiele, gleiche Gewinnchancen für alle Spielteilnehmer und eine korrekte Handhabung von vertraulichen Daten gemäß des Datenschutzgesetzes.

    Zudem hat sich das dem Spieler- und Jugendschutz dienende System der Registrierung auf win2day über viele Jahre auch als probates Mittel zur Abwehr von Geldwäsche und organisierter Kriminalität bewährt. So ist eine Registrierung auf win2day nur ab einem Mindestalter von 18 Jahren und mit Wohnsitz in Österreich möglich. Zudem bedarf es einer österreichischen Bankverbindung und jeder User muss sich ein persönliches, wöchentliches Einsatzlimit - maximal aber 800 Euro - setzen.

    (ots)
  2. #2
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    Standard Lotterien begrüßen EU-Vorgehen gegen Illegale

    Stickler: Private sind mit Wünschen bei EU-Parlament abgeblitzt

    Wien - Die staatlichen Lotterien Europas begrüßen die Bestrebungen des EU-Parlaments, stärker gegen illegales Glücksspiel im Internet vorgehen zu wollen. "Wir sind besonders erfreut über die Forderung des Parlaments, dass Online-Glücksspielanbieter, die in einem Mitgliedstaat die Gesetze missachten, ihre Lizenz in den anderen Mitgliedstaaten verlieren sollten", deponierte Friedrich Stickler, Präsident der Europäischen Lotterien sowie Vorstand der Österreichischen Lotterien, am Dienstag in einer Aussendung.

    Private Online-Glücksspielanbieter seien mit ihrem Wunsch nach einem länderübergreifenden Lizenzierungssystem abgeblitzt, so Stickler. Auch eine gegenseitige Anerkennung der Konzessionen lehnten die Parlamentarier ab.

    Derzeit ist das Online-Glücksspiel in Europa so gut wie gar nicht geregelt. Der österreichisch-britische Konzern bwin.party und dessen Konkurrenten bewegen sich daher in vielen Ländern in einer rechtlichen Grauzone und hatten in den vergangenen Jahren auch zahlreiche Gerichtsverfahren am Hals. Die Konzerne beriefen sich dabei stets auf die Verkehrsfreiheiten der EU: Eine Konzession genüge, um die Dienste grenzüberschreitend anbieten zu dürfen. Monopolisten sehen das naturgemäß nicht so. Bisher operieren die meisten privaten Anbieter von Malta oder Gibraltar aus.

    (APA)
  3. #3
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    Standard EU-Parlament für europäische Koordinierung bei Online-Glücksspiel

    Bessere Zusammenarbeit der EU-Staaten kann illegalem Internet-Gambling vorbeugen und vor Spielsucht schützen

    Das EU-Parlament hat sich mit breiter Mehrheit in einer Resolution am Dienstag für eine stärkere europäische Koordinierung und gemeinsame Standards der Regulierung von Online-Glücksspielen ausgesprochen. Rechtlich bindend ist die Willensäußerung natürlich nicht, das Parlament spielte den Ball an die EU-Kommission zurück. In der Resolution werden neben der verstärkten Zusammenarbeit der EU-Staaten auch gemeinsame Standards für den Verbraucherschutz und die Verbrechensbekämpfung angeregt. Außerdem sollen Kinder in den Online-Gamblingmärkten besser geschützt werden.

    Zehn Prozent im Internet

    Rund zehn Prozent aller Glücksspiele mit einem Marktvolumen von mehr als zehn Milliarden Euro laufen im Internet ab. Zuletzt hatten private Online-Glücksspielanbieter wie der österreichische-britische Konzern bwin.party von der EU-Kommission mehr Tempo bei der Regulierung des Internet-Zockens verlangt. Bisher hat der Widerstand der EU-Staaten und der staatlichen Lotterien, die gegen die Liberalisierung von Glücksspiel sind, EU-weite Regelungen verhindert.

    Staaten können Probleme nicht alleine lösen

    Dazu erklärte der liberale Berichterstatter Jürgen Creutzmann, die Staaten allein könnten die Probleme nicht lösen. "Leider lehnen viele Länder eine europäische Initiative ab, weil sie ihre Glücksspielmonopole in Gefahr sehen". Mit dem klaren Abstimmungsergebnis des EU-Parlaments in Straßburg werde aber ein starkes Signal an die Kommission gesendet. Es sei auch positiv, dass EU-Binnenmarktkommissar Michel Barnier einen Aktionsplan mit EU-weiten Mindeststandards für den Verbraucherschutz 2012 angekündigt habe. Gleichzeitig soll das grenzüberschreitende Angebot von Online-Glücksspielen erleichtert werden. Einheitliche Qualitätsstandards für nationale Lizenzierungsmodelle würden einen wichtigen Beitrag zu mehr Transparenz, Wettbewerbsgleichheit und Rechtssicherheit leisten. Außerdem könnten unnötige bürokratische Hürden für das grenzüberschreitende Angebot von Glücksspielen im Binnenmarkt abgebaut werden, sagte Creutzmann.

    US-Anbieter nach Europa

    Die privaten Anbieter rechnen damit, dass bei einer Legalisierung des Online-Glücksspiels in den USA amerikanische Anbieter in den nächsten ein bis zwei Jahren nach Europa drängen werden. Auch der US-Internetkonzern Google ändere derzeit seine Geschäftsbedingungen, um Werbung für Glücksspiel und Sportwetten zuzulassen. Der Wettbewerb für die derzeit weltweit dominierenden europäischen Anbieter könnte sich dann deutlich verschärfen, so der Branchenverband European Gaming and Betting Association (EGBA), dem auch bwin.party angehört.

    (APA)
  4. #4
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    Standard Volles Risiko unterm Affenfelsen

    In der britischen Enklave Gibraltar bereiten sich private Sportwetten-Betreiber auf die Marktöffnung in Deutschland vor. Im nächsten Jahr dürfen sie dort aktiv werden. Vom Schmuddel-Image haben sie sich längst losgesagt.

    Wenn sich die Affen oben auf dem berühmten Felsen von Gibraltar langsam ihr Nachtquartier suchen, dann wird es lebendig im fünften Stock der Europort-Bürotürme am Hafen. Für die Buchmacher im großen Handelssaal von Bwin Party fängt der Tag jetzt erst so richtig an. Denn gleich werden die abendlichen Fußballspiele angepfiffen. Dann werden auch die Spieler zu Hause vor ihren Computern munter. Sie werden Tausende Euro auf Sieg und Niederlage setzen, werden darauf wetten, wer das nächste Tor schießt.

    So wie beim weltweit größten börsennotierten Online-Glücksspielkonzern geht es in vielen Büros in Gibraltar zu. Hunderte Buchmacher haben sich in der britischen Enklave niedergelassen. Früh haben die Stadtväter auf dem kargen Flecken Erde erkannt, dass sich mit Internetwetten viel Geld verdienen lässt.

    Schon zu Beginn des neuen Jahrtausends haben sie deshalb Gesetze erlassen, die es den Anbietern erlauben, von Gibraltar aus in ganz Europa ihr Geschäft zu machen.

    Das nur sechseinhalb Quadratkilometer große Stück Land gehört zwar zum Vereinigten Königreich und damit auch zur EU, verfügt aber über etliche Rechte zur Selbstverwaltung. Ein wichtiger Wettbewerbsvorteil sind die niedrigen Unternehmensteuern. Davon profitieren die Buchmacher. Auf ihren Bildschirmen reihen sich Zahlen in Kolonnen aneinander. Hier sehen sie, welche Summen auf welches Ergebnis gesetzt werden. Hier entscheiden sie in Bruchteilen von Sekunden, welche Quoten sie machen und welche Wetten sie anbieten.

    Die Zeiten sind schon lange vorbei, in denen die Spieler nur auf den Ausgang einer Partie setzen konnten. Inzwischen lässt sich im Verlauf der Spiele etwa darauf wetten, wer bald ausgewechselt wird. „Live-Wetten machen nur unsere besten und erfahrensten Buchmacher“, sagt Phil Moorby, Handelschef von Bwin. Während der beliebtesten Fußball-Begegnungen sitzen mehr als 70000 Fans vor ihren Rechnern und platzieren eine Wette nach der anderen.

    In Deutschland durfte in den vergangenen Jahren nur das staatliche Unternehmen Oddset Sportwetten anbieten. Aber das ändert sich mit dem neuen Glücksspiel-Staatsvertrag. Bald werden 20 Lizenzen für kommerzielle Anbieter vergeben. Firmen wie Bwin Party, Betfair, Bet-at-home oder Bet365 dürfen dann ganz legal Wetten offerieren, die von der Kundschaft bislang nur über ausländische Internetseiten möglich waren. Die Konzerne erhoffen sich so einen Schub für ihr Geschäft in Deutschland.

    Auf den Computerbildschirmen von Bruno Peake könnte es deshalb künftig noch turbulenter zugehen als heute schon. An diesem frühen Dienstagabend im Dezember startet der 32-jährige Buchmacher von Bwin Party mit drei Partien der ägyptischen Fußball-Liga in seinen Arbeitstag. Für den Sportökonomen ist es eine Aufgabe zum Aufwärmen. Doch selbst die Teams aus dem nordafrikanischen Land ziehen 2500 Spieler an, die übers Internet fast 10000 Wetten platzieren und im Schnitt 10,50 Euro einsetzen. „Wir arbeiten in Schichten rund um die Uhr“, sagt Peake.

    In den Großraumbüros geht es zu wie in Handelssälen

    Mit den schmuddeligen Wettbüros in deutschen Bahnhofsvierteln hat die Welt der Glücksspielkonzerne in Gibraltar nichts gemein. In den Großraumbüros geht es zu wie in den Handelssälen großer Banken. „Wir beschäftigen einige der besten Statistiker und Mathematiker Europas“, sagt Marco Falchetto, der Sportwetten-Chef von Bwin.

    Von seinem Schreibtisch aus blickt der 37-jährige gebürtige Wiener auf die Berge Marokkos, die sich jenseits der Meerenge von Gibraltar erheben. Viel Zeit, um die grandiose Aussicht zu genießen, bleibt ihm aber nicht, denn der ehemalige Weltklasse-Fechter steuert ein komplexes Gebilde. Mehr als 1000 IT-Experten entwickeln die Software für das Wettgeschäft. „Alle unsere Wettangebote werden automatisch übersetzt und in 22 Sprachen angeboten“, sagt Falchetto. 90 verschiedene Sportarten hat er im Angebot. Von Land zu Land unterscheiden sich die Bwin-Internetseiten nicht nur durch die Sprache, sondern auch wegen der völlig verschieden hohen Steuern.

    Christine Bauers hat keinen so malerischen Ausblick wie Falchetto. Den braucht sie auch gar nicht, denn die gebürtige Deutsche ist die Sicherheitsmanagerin von Bwin Party in Gibraltar – und wendet den Blick deshalb kaum einmal vom Computer ab. Stetig erreichen sie und ihr zwölfköpfiges Team Warnmeldungen. Jedes Mal, wenn das IT-System Auffälligkeiten entdeckt, landet bei ihr eine E-Mail.

    Nichts fürchtet die Wettindustrie so sehr wie Betrug. Die Margen sind dünn, deshalb wird genau registriert, wenn Kunden ungewöhnlich hohe Summen setzen oder von ein und derselben Rechneradresse zahlreiche Wetten abschließen. Kann sich Christine Bauers eine Abweichung nicht erklären, informiert sie sofort die Sicherheitsbehörde ESSA, die European Sports Security Association.

    Ob ein Wettanbieter Geld verdient oder verliert, liegt trotz der ausgefeilten IT noch immer zum großen Teil in den Händen der Buchmacher: Nur wenn sie die richtigen Quoten machen, gewinnt die Firma – und die Kunden bleiben trotzdem am Computer. 64 Männer und eine Frau, junge Leute, machen den Job für Bwin in Gibraltar. „Das sind Sportfreaks. Den meisten macht es riesigen Spaß, dass sie jeden Tag mit Sport zu tun haben“, sagt Handelschef Moorby.

    Ist die Schicht vorbei, drängen die Spezialisten durch die Gassen in einen der Pubs. Nach zehn Stunden vor dem Computer machen sie hier Pause – und starren auf den nächsten Bildschirm: Sie schauen sich ein Spiel auf dem Fernseher an.

    (handelsblatt.com)
  5. #5
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    Standard Gemeinwohl statt Profitgier

    Die Liberalisierung des Glücksspiels würde den Spielerschutz und Förderungen gefährden.

    Sie locken mit bunten Websites und tollen Gewinnversprechen, auch in Österreich: Hunderte Online-Casinos und sonstige Internet-Glücksspielanbieter - manche mehr, die meisten weniger seriös, vor allem, was die Auszahlung von Gewinnen betrifft. Allen gemeinsam ist, dass sie rechtlich zumindest in einem Graubereich agieren. Denn sie offerieren ihr Angebot - ohne entsprechende nationale Lizenzen - aus Gibraltar, Malta oder der Karibik. Aus Steueroasen also, und das aus gutem Grund: Sie verfolgen ausschließlich kommerzielle Interessen, ihr oberstes Ziel lautet Gewinnmaximierung, ohne dabei gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen.

    Solidarität und Integrität

    Die Praktiken dieser sogenannten Offshore-Anbieter unterscheiden sich damit grundlegend vom klassischen Lotteriemodell, wie es die "European Lotteries" vertreten. Dieser Dachorganisation gehören Glücksspielunternehmen aus 43 europäischen Ländern, darunter aus allen 27 EU-Mitgliedsstaaten, an. Sie alle bekennen sich zu den Prinzipien der Solidarität und Integrität, zum Spielerschutz, zu einer auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Geschäftstätigkeit und damit auch zum Aufbringen von Geldmitteln für wichtige gesellschafts-und sozialpolitische Anliegen. Sie gehen damit auch mit den Erkenntnissen und Prinzipien des EuGH und aller anderen europäischen Institutionen konform.

    Die in den 27 EU-Staaten beheimateten Lotterieanbieter erzielen einen Umsatz von mehr als 70 Milliarden €. Sie tragen mit jährlich über 20 Milliarden € zu den Staatsbudgets sowie zur Finanzierung zahlreicher sozialer, humanitärer, kultureller und sportlicher Projekte bei. Allein die Sportförderung beträgt zwei Milliarden € pro Jahr, Spaniens Lotterie Once bringt fast eine Milliarde € für Blinde auf, und hierzulande zählen die Österreichischen Lotterien mit einer Abgabenleistung von mehr als 400 Millionen € zu den größten Steuerzahlern des Landes und bringen zusätzlich noch mehrere Millionen € für Sponsoring im Interesse der Allgemeinheit auf. Dieses europäische System der staatlichen oder staatlich lizenzierten Lotteriegesellschaften hat den jeweiligen Ländern und ihren Menschen über die vergangenen Jahre und Jahrzehnte viel Gutes gebracht: den verantwortungsvollen Umgang mit Glücksspiel und des Erwirtschaftens namhafter Mittel für die Allgemeinheit.

    Spielerschutz

    Liberalisierungen haben mit Sicherheit in manchen Marktsegmenten Positives bewirkt. Sie sorgen dafür, dass Preise sinken und Services besser werden. Im Glücksspiel aber gelten andere Gesetze: Märkte werden notgedrungen aggressiver bearbeitet - schlecht für den Spielerschutz. Es wird auch kein Jackpot größer, nur weil es mehrere Anbieter gibt - im Gegenteil. Vor allem aber würde eine Liberalisierung genau dieses System des Spielerschutzes und der Förderung öffentlicher Interessen und Projekte gefährden. Und das kann nun wirklich niemand ernsthaft wollen.

    (wirtschaftsblatt.at)

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