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Thema im Roulette Forum:
FBI legt große US-Pokerseiten lahm

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  1. #1
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    Standard FBI legt große US-Pokerseiten lahm

    Das FBI hat zugeschlagen: Die US-Bundespolizei sperrte die Seiten der Onlinepoker-Anbieter PokerStars, Full Tilt Poker und Absolute Poker. Die Giganten der Branche sind in den USA seit Freitag nicht mehr erreichbar.

    Der Grund dafür: Das Justizministerium der USA hat die Anbieter wegen Geldwäsche, illegalen Glücksspiels und Bankbetrugs angeklagt. Die Websites wurden lahmgelegt, führende Manager verhaftet, mehr als 75 Konten gesperrt.

    Gegen weitere Mitarbeiter der betroffenen Pokerportale wurden Haftbefehle erlassen, berichtet das Branchenportal "PokerNews.de".

    Millionen Nutzer sind von der Sperrung betroffen - sie können nicht mehr spielen, dabei haben sie Konten bei den Pokerportalen angelegt. Was geschieht nun mit ihrem Geld?

    Zwei der betroffenen Anbieter haben bereits eine Stellungnahme veröffentlicht: PokerStars informierte seine User, dass es "keinen Grund zur Besorgnis" gebe. Das Unternehmen habe die Real-Money-Services für Spieler in den USA gesperrt, alle Guthaben seien aber sicher. Außerhalb der Vereinigten Staaten gilt die Sperrung nicht, die offizielle PokerStars-Website ist deshalb zu pokerstars umgezogen - dort soll alles normal weiterlaufen. Wann das Geld ausgezahlt wird und was mit geplanten Turnieren passiert, ist noch nicht bekannt.

    Die amerikanische Pokerszene ist in Aufruhr: Bleiben die beliebten Seiten jetzt dauerhaft gesperrt? Grundlage für die Sperrung sind Regulierungen aus dem Jahr 2008, die Onlinepoker in den USA für illegal erklärt hatten. PartyPoker hatte sich daraufhin ganz aus den den Vereinigten Staaten zurückgezogen, die anderen großen Anbieter waren weiterhin aktiv - damit ist jetzt erst einmal Schluss.

    Laut "PokerNews.de" haben sich bereits führende US-Politiker dafür eingesetzt, Onlinepoker wieder zu legalisieren und auf andere Weise zu regulieren.

    (mopo.de)
  2. #2
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    Standard Internet-Pokerfans zittern um Milliarden

    Razzien bei den drei größten Anbietern - auch bis zu 200.000 Österreicher bangen jetzt um ihr Geld.

    "Heute habe ich das erste Mal wieder geweint wie ein kleines Baby", schreibt ein Internet-Pokerfan aus Österreich, der um 10.000 Euro bangt. Manche sprechen vom "schwarzen Freitag des Onlinepokers", tatsächlich dürfte seit Freitagnachmittag versucht worden sein, Milliardenbeträge durch die halbe Welt zu übertragen.

    Der Krimi
    Begonnen hat alles vor rund einem Jahr mit der Festnahme des Australiers Daniel Tzvetkoff in Las Vegas. Er hatte den großen Internetseiten (Fulltilt, Pokerstars, Absolutepoker) beim Aufbau eines Zahlungssystems über Scheinfirmen im Graubereich der Gesetze geholfen.

    Nach seiner Verhaftung drohten ihm in den USA 30 Jahre Gefängnis - und er plauderte gegenüber dem FBI offenbar alles aus. Den Vereinigten Staaten waren die Pokerseiten, die den Sitz auf steuerschonenden Inseln hatten, schon lange ein Dorn im Auge, da George W. Bush das Internetpoker strengsten Regeln unterworfen hatte. Am Freitag schlugen die Fahnder schließlich zu und vollstreckten drei von insgesamt elf Haftbefehlen gegen die Manager dieser Seiten. Ihnen wird Geldwäsche und illegales Glücksspiel vorgeworfen. Auch eine Steuer-Strafzahlung von drei Milliarden Euro steht im Raum. 75 Konten in den USA, aber auch Deutschland oder der Schweiz sind gesperrt.

    Eingefroren
    Gleichzeitig wurden die Internetseiten geschlossen, die Guthaben der Spieler sind weltweit großteils eingefroren, nur teilweise werden noch Beträge ausgezahlt. Offizielle Informationen sind Mangelware, vereinzelt gibt es Beruhigungsversuche von Pokerstars oder Fulltilt, dass Europa nicht betroffen ist. "Das Geld ist auf alle Fälle sicher, ich glaube, da gibt es kein Problem", versucht Erich Kollmann, einer von Österreichs bekanntesten Pokerspielern (und Vertragsspieler bei Fulltilt), zu beruhigen. Der US-Sportsender ESPN berichtete hingegen, am Montag könnten einige der Anbieter weltweit und komplett den Betrieb einstellen.

    (kurier.at)
  3. Folgendes Mitglied bedankt sich bei Harvey für obigen Beitrag:

    jason (18.04.2011)

  4. #3
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    Standard US-Behörden gehen gegen Online-Poker-Sites vor

    Ermittler in den USA haben Ende vergangener Woche die Betreiber der drei größten Anbieter von Online-Poker verhaftet. Nach Auskunft des Büros der US-Staatsanwaltschaft werden ihnen Betrug, Geldwäsche und weitere Verbrechen im Zusammenhang mit Online-Glücksspielen vorgeworfen.

    Die Gründer der drei Offshore-Firmen PokerStars, Full Tilt Poker und Absolute Poker sollen ein 2006 erlassenes Gesetz umgangen haben, das es Finanzunternehmen in den USA untersagt, Zahlungen für Online-Glücksspiele auszuführen. Der bei einem Bezirksgericht in New York eingereichten Klage zufolge sollen die drei Unternehmen US-Banken und Kreditkartenaussteller durch einen Trick dazu gebracht haben, Transaktionen im Wert von mehreren Milliarden Dollar vorzunehmen. Dafür tarnten sie die Zahlungen als legitime Geschäfte angeblicher Online-Shops für Schmuck und Golfbälle. Ein Drittel des Geldes soll direkt an die Poker-Firmen geflossen sein und aus Nutzungsgebühren für die Online-Plattformen stammen.

    Nachdem US-Banken die betrügerischen Konten der Pokeranbieter entdeckt hatten, sollen die Angeklagten einigen kleinen und finanziell angeschlagenen Geldinstituten Geld für die Ausführung der Überweisungen gezahlt haben, heißt es weiter in der Klage. Unter anderem hätten sich die drei Firmen durch eine Investition von 10 Millionen Dollar einen 30-Prozent-Anteil an einer Privatbank in Utah gesichert.

    Die Staatsanwaltschaft fordert eine Strafe in Höhe von 3 Milliarden Dollar wegen Geldwäsche. Das Gericht erließ einstweilige Verfügungen, um Zugriff auf 76 Bankkonten in 14 Ländern zu erhalten, und beschlagnahmte fünf Domainnamen wegen des Betriebs illegaler Glücksspiele.

    Die beklagten Glücksspielanbieter waren bisher zu keiner Stellungnahme bereit. Auf ihren Websites wird derzeit nur eine Meldung angezeigt, wonach die Domains durch das FBI beschlagnahmt wurden.

    "Die Angeklagten haben eine ausgefeilte Betrugsmasche entwickelt, einige US-Banken ausgetrickst und andere bestochen, um den Geldfluss aus illegalen Glückspielprofiten sicherzustellen", wird Staatsanwalt Preet Bharara in einer Pressemitteilung zitiert. "Außerdem behaupten wir, dass sich die Angeklagten bei ihren Bemühungen, die Glücksspielgesetze zu umgehen, an massiver Geldwäsche und Bankbetrug beteiligt haben. Ausländische Firmen, die in den USA agieren, dürfen die Gesetze, die ihnen nicht gefallen, nicht einfach missachten."

    (zdnet.de)
  5. #4
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    Standard bwin.party - Erdbeben für Online Poker Anbieter

    FBI-Aktion gegen Pokerriesen macht Aktien europäischer Anbieter Beine

    "Ein Erdbeben in der Online Gaming Welt" sei die jüngste Vorgehensweise des FBI gegen die weltweit grössten Internet-Poker-Portale Pokerstars, Full Tilt und Absolute Poker. "Das FBI als Game-Changer" und hunderte Millionen Euro an Brutto-Gaming-Umsätzen im europäischen Online-Poker-Geschäft, die theoretisch zu haben sein könnten - internationale Analysten überschlagen sich fast in ihren ersten Reaktionen auf die "Aktion scharf" des FBI. Den Poker-Seiten wird Geldwäsche, Bankbetrug und illegales Glücksspiel vorgeworfen.

    Die theoretischen Gewinner: Europäische Anbieter von Online Gaming und Poker, allen voran bwin.party.

    Die Euphorie spiegelt sich auch an der Börse wider: Die Aktie, die kurz nach Fusion wegen der deutschen Pläne für einen neuen Glücksspielvertrag deutlich unter Druck geraten ist, legt an der Londoner Börse am Vormittag mehr als 30% zu. Dahinter steht primär die Überlegung, dass die nun beschlagnahmten Online Poker Riesen ihren gewaltigen Liquiditätsvorteil gegenüber den europäischen Anbietern einbüssen und durch Vertrauensverlust der User und hohe Strafzahlungen, die auf die Marketingausgaben drücken, einen guten Prozentsatz ihres europäischen Pokergeschäfts wieder verlieren. Und da geht es immerhin um ein paar hundert Mio. Euro.

    Zum besseren Verständnis ein Blick zurück: Nach Einführung des Unlawful Internet Gambling Enforcement Act im Oktober 2006, der u. a. dazu geführt hat, dass bwin seine kurz davor erworbene Beteiligungen Ongame wieder abschreiben musste, standen die grossen Anbieter wie Pokerstars und Fulltilt weiterhin US-Spielern zur Verfügung. "Das gab ihnen einen riesigen Liquiditätsvorteil gegenüber den europäischen Anbietern. Damit wurde die Expansion in Europa finanziert, wodurch Pokerstars und Fulltilt zu den grössten Anbietern in den USA und Europa aufstiegen. Gemeinsam kommen sie auf rund 55% des gesamten Online-Pokermarktes", erklärt Gavin Kelleher von Goodbody Stockbrokers.

    Vertrauenskrise

    Die .com-Seiten der Poker-Anbieter wurden jetzt gesperrt, steuert man sie an, sieht man das FBI-Logo. Pokerstars und Tilt haben zwar angekündigt, ihr Geschäft ausserhalb der USA über andere Urls anzubieten. "Jeglicher Verlust ihres Marktanteils würde aber signifikant den eurox- päischen gelisteten Anbietern zugute kommen", so Kelleher. Da die Konten der Betreiber eingefroren wurden, sind das somit auch die Gelder der Nutzer. Die Folge ist voraussichtlich, dass auch euroxpäische Pokerspieler um ihre Einlagen fürchten und diese folglich zu anderen Playern abziehen werden. "Wir erwarten, dass diese Anbieter eine massive Vertrauenskrise erleben werden", schreiben die Analysten der Deutschen Bank. Erste Auswirkungen im Traffic der verschiedenen Pokernetzwerke sind laut pokersidescout.com auch bereits sichtbar.

    Die DB-Analysten stellen folgende Rechnung aus: Gewinnt PartyGaming (jetzt bwin.party) jene 81 Mio. Euro an Poker-Umsätzen zurück, die der Anbieter seit 2007 verloren hat, würde das EBITDA 2011 von bwin.party um 27% steigen und der Gewinn je Aktie um 34%.

    (boerse-express.com)
  6. #5
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    Standard Pokerstars und Full Tilt Poker dürfen noch auszahlen, dann Tilt

    Online- Poker- Accounts wieder offen

    Nach den Festnahmen und den bisherigen Untersuchungsergebnissen in der Sache gegen illegalen Glücksspielbetrieb, durch Teilhabe der amerikanischen Bürger bei Pokerstars, Full Tilt Poker und Absolute Poker, wurde zwei der drei Beklagten erlaubt noch Domains zu betreiben.

    Die bereits öffentlich gemachten Untersuchungen gegen die drei Online- Pokerbetreiber haben in der Branche schon einigen Aufruhr mit sich gebracht und auch die Bürger in den USA haben bei der Angelegenheit keinen guten Eindruck von den amerikanischen Behörden, da man sich nur ungern die Freizeitbeschäftigung verbieten lassen möchte. Gerade die Mitspieler, die noch Gelder auf den Online- Accounts bei den Pokeranbietern liegen haben, haben ein Recht auf die Rückerstattung der bereits eingezahlten Beträge, ob jetzt amerikanische Bürger oder nicht, ein mindestens moralischer Anspruch dürfte gegeben sein.

    Ist Online- Poker so verwerflich?

    Zwar haben die Anbieter gegen geltende US- Gesetze verstoßen, allerdings ist die Sinnigkeit des Gesetzes fragwürdig, genau, wie das in Deutschland erlassene Verbot des gewerblichen Betriebs von Lotterieloseverkauf fragwürdig zu sehen ist und nicht überall gern wird. Die Frage dabei ist nicht nur, wie sinnvoll dies Verbot ist, sondern auch was die wirklichen Beweggründe der Regierungen sind, diese Verbote zu erlassen. Man kann sagen, es geht dabei meist um verlorengehende Steuergelder, da die USA doch lieber Geld aus einem offiziellen Casino erhalten, als Keines von einem Online- Poker- Betreiber mit Sitz in einer Steueroase, ein guter Grund. Ähnlich bei nicht- staatlichen, also gewerblichen Lotterieangeboten in Deutschland.

    Abwicklung der stehenden Accounts um Ärger zu vermeiden

    Die Accounts der Kunden sind also über die Domains fulltiltpoker.com und pokerstars.com wieder erreichbar und so soll die Abhebung verbliebener Restbeträge beschleunigt und erleichert werden. Die ermittelnden Behörden unterstreichen dabei, das keine Hinterlegung von neuen Einlagen erlaubt sein wird. Die Tore der Firmen sind somit nach US- Justiz ersteinmal geschlossen, die offenen Geschäfte sollen noch abgewickelt werden, damit die Dinge für die Spieler, die ja nichts verbrochen haben, fair abgewickelt werden können, und, um natürlich zusätzlichen Ärger zu vermeiden.

    Die beiden Firmen kündigen an, sich vehement gegen alle vorgebrachten Vorwürfe zu verteidigen und keine Chance ungenutzt zu lassen, das Gegenteil zu beweisen, beziehungsweise sich gegen die Gesetze zu wehren. Es bleibt also spannend in dem Fall der Online- Poker- Anbieter, die gegen US- Gesetze verstossen haben sollen, indem diese den amerikanischen Bürgern das Spiel auf den Pokerseiten ermöglicht haben. Der Ausgang dieser Streitsache wird Auswirkungen auf internationaler Ebene haben, da man sich ansehen wird, wie mit dem Thema umgegangen werden kann und viele Spieler werden hoffen, dass Online- Poker zukünftig doch noch legal wird.

    (zukunftszone.de)
  7. #6
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    Standard Der grosse Poker-Schub steht noch aus

    Traffic-Scout sieht noch keine grossen Auswirkungen der FBI-Aktion gegen US-Pokerriesen

    bwin.party und andere europäische Online Gaming Anbieter mit Poker im Portfolio warten bislang noch auf die signifikanten Gewinne, die ihnen nach dem harten Vorgehen der US-Behörden gegen die grössten US-Pokeranbieter vorhergesagt worden sind. "Es war damals eine grosse Aufregung im Markt. Die US-Anbieter haben in den vergangenen Jahren allerdings gewaltige Summen in Europa investiert und die Returns waren enorm. Sie haben nach wie vor sehr viel Geld und auch Marktmacht," sagt James Hollins, Analyst bei Evolution, laut Bloomberg.

    Die Gründer von Pokerstars, Full Tilt Poker und Absolute Poker waren unter jenen elf Personen, die das FBI Mitte April festgenommen hat, die Verdachtsmomente lauten u.a. auf Geldwäsche und illegales Glücksspiel. Die Aktie von bwin.party legte damals binnen eines Tages 30% zu. Die Annahme: Die US-Riesen büssen ihren Liquiditätsvorteil gegenüber den europäischen Anbietern sowie Marktanteile ein. Anfang Mai berichtete bwin.party auch von einem deutlichen Anstieg der Neukundengewinnung bei Poker in der zweiten April-Hälfte. Die Entwicklung sei "vielversprechend", für konkrete Einschätzungen sei es aber noch zu früh, hiess es damals.

    Wie jüngste Daten von PokerScout, eine Website, die den Traffic auf Poker-Seiten misst, zeigen, geht die Entwicklung derzeit eher schleppend voran: Pokerstars hat nach dem erzwungenen US-Stopp laut Bloomberg zwar 29% der Spieler verloren und Full Tilt rund 36%, die von bwin.party betriebene PartyPoker hat allerdings nur 1% gewonnen und OnGame (ebenfalls bwin) 10% verloren.

    (boerse-express.com)
  8. #7
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    Standard Populäre Poker-Website verliert Glücksspiel-Lizenz

    Full Tilt Poker, einer der größten virtuellen Pokerräume weltweit, ist derzeit nicht aktiv. Auf dem auch von Deutschland aus erreichbaren Portal werden "Wartungsarbeiten" als Grund angegeben. Tatsächlich aber hat die zuständige Glücksspielkommission der britischen Kanalinsel Alderney, auf der Full Tilt Poker angesiedelt ist, dem Unternehmen die Lizenz entzogen. Hintergrund sind laut Mitteilung (PDF-Datei) der Gambling Control Commission (GCC) auf Alderney Ermittlungen des New Yorker Generalstaatsanwalts. Im öffentlichen Interesse hätten sie einen sofortigen Lizenzentzug erfordert. Für den 26. Juli ist in der Sache eine Anhörung anberaumt.

    Full Tilt Poker ist nach PokerStars die zweitgrößte Pokerplattform. Laut Wall Street Journal setzen die beiden jährlich zusammen 5 Milliarden US-Dollar um. Dort sind auch einige Profis aktiv, die mitunter auch in Poker-Fernsehsendungen auftreten. Die US-Justiz sorgte Mitte April dafür, dass die Websites von PokerStars und Full Tilt Poker, aber auch von Absolute Poker und Ultimate Bet in den USA geschlossen wurden. Ermittelt wird wegen angeblicher Geldwäsche, illegalem Glücksspiel und Bankbetrugs.

    Die GCC hat laut Wall Street Journal die irische Firma Pocket Kings, die Softwaretochter von Full Tilt Poker, aufgefordert, keine Dienste mehr für die Firmenmutter zu leisten. Konkurrent PokerStars versucht seine Kunden zu beruhigen. Ihre Accounts und Einzahlungen seien nicht betroffen; die hier zuständige Glücksspielkommission der Isle of Man habe versichert, dass die von ihr erteilte Lizenz weiterhin gültig sei.

    In den USA sind Online-Glücksspiele seit 2006 verboten. Gegen verschiedene Online-Poker-Anbieter war die New Yorker Staatsanwaltschaft vor zwei Jahren schon einmal vorgegangen. Über ihre europäischen Websites blieben die Online-Poker-Portale erreichbar, sie sollten dort jedoch Zugriffe aus den USA blockieren. Im Gegensatz zu PokerStars soll Full Tilt Poker Geld, das von Nutzern in den USA eingezahlt wurde, nicht zurückgezahlt haben. In diese Richtung hatte die GCC bereits ermittelt.

    (heise.de)
  9. #8
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    Standard Tausende Poker-Spieler bangen um ihr Geld

    Karten, Chips und grüne Tische: Virtuelle Casinos laden jederzeit zum Pokern ein - doch die Online-Anbieter sind oft nur halblegal. Einer großen Internetseite, Full Tilt Poker, wurde nun die Lizenz entzogen.

    Game over für Full Tilt Poker: Die Lizenz für einen der weltgrößten Anbieter für Online-Poker ist ausgesetzt, entschied die Alderney Gambling Control Commission, die Glücksspielaufsicht der der britischen Kanalinsel Alderney. Sie hatte Full Tilt Poker bislang erlaubt, im Internet Poker anzubieten. Millionen haben hier ein Konto, darunter auch viele Deutsche.

    Full Tilt Poker hat sich bislang nicht geäußert. Auf der Website wird der weltweite Ausfall der Server mit Wartungsarbeiten begründet. Viele Spieler fürchten nun, dass sie sich verzockt haben: Sie bangen um ihr Geld, dass sie an Full Tilt Poker überwiesen haben. Branchenkenner sprechen davon, dass ein Spieler im Schnitt etwa 500 Dollar in seinem Account habe. Der Umsatz von Full Tilt Poker soll etwa vier bis fünf Milliarden Dollar betragen. Dieses Geld ist jetzt erst mal eingefroren: Die Alderney Gambling Control Commission hat dem Unternehmen untersagt, dass Kunden neues Geld einzahlen oder - viel gravierender - sich auszahlen lassen. "Ich habe noch Geld auf meinem Full-Tilt-Account! Ist das jetzt futsch?", fragen sich Spieler in den Branchenportalen.

    Die Branche ist äußert verschwiegen, Online-Poker findet in vielen Ländern in einer Grauzone statt. Die USA hatten im April mehrere Seiten offline genommen. Statt grüner Spieltische sahen die amerikanischen Spieler von Full Tilt Poker, PokerStars und Absolute Poker nur noch eine Mitteilung, dass das FBI die Seite beschlagnahmt habe. Die Zahl der Spieler brach daraufhin ein. Die Staatsanwaltschaft im Southern District of New York wirft den Gründern der Seiten Betrug, Geldwäsche und Verstöße gegen das Glücksspielverbot vor. Die US-Behörden schlugen kurz vor dem Wochenende zu, die Pokerszene spricht seitdem von einem schwarzen Freitag und bangt um ihre Spielplätze.

    Die Maßnahmen in den Vereinigten Staaten haben nun den Ausschlag für den Lizenzentzug gegeben. Mit weiteren Begründungen hält sich die Aufsichtsbehörde auf Alderney wegen des laufenden Rechtsverfahrens auf Anfrage von sueddeutsche.de zurück. Laut Wall Street Journal haben Vertreter der Gambling Commission das Büro von Pocket Kings Ltd. in Dublin besucht - das ist die Softwarefirma, die Full Tilt betreut. Die Aufsicht habe verlangt, den Betrieb der Seite anzuhalten. "Aus unserer Sicht ist es ernst", zitiert das US-Magazin Forbes André Wilsenach, den Chef der Alderney Gambling Control Commission.

    Hinter Full Tilt Poker stehen Starspieler wie Howard Lederer und Chris Ferguson. Auf Turnieren nehmen diese Spieler Preisgelder in Millionenhöhe mit nach Hause. Doch das seien Peanuts im Vergleich zu dem Gewinn aus Full Tilt Poker, hat Ferguson mal auf einem Turnier ausgeplaudert. Laut den Branchenbeobachtern von Pokerscout sitzen im Schnitt gleichzeitig fast zehntausend Spieler an den virtuellen Full-Tilt-Tischen.

    Wie es mit Full Tilt Poker und den eingefrorenen Geldern weitergeht, soll nun Ende Juli in London erörtert werden. Dann treffen sich die Seitenbetreiber mit der Aufsichtsbehörde zu einer Anhörung, sie wird im Park Plaza Victoria Hotel stattfinden. Ein Casino gibt es dort nicht. Lederer, Ferguson und Co. haben trotzdem schlechte Karten.

    (sueddeutsche.de)
  10. #9
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    Standard Unter Bonushuren

    Die Online-Poker-Website "Full Tilt Poker" wurde dichtgemacht, Poker-Stars sind schockiert und tausende Nutzer fürchten um ihr Geld. Nur wenige profitieren

    Berlin - Pokern im Internet ist ein milliardenschweres Geschäft. Die beiden größten Plattformen, PokerStars und Full Tilt Poker, setzen jährlich rund fünf Milliarden Dollar um. Full Tilt Poker mit Sitz auf der britischen Kanalinsel Alderney wurde jetzt die Lizenz entzogen und die Website abgeschaltet - wegen mehrerer Verstöße gegen die Lizenbedingungen und vermutlich nur vorübergehend bis zur Anhörung am 26. Juli.

    Die wahren Akteure dieses Wirtschaftskrimis bleiben jedoch im Hintergrund. Online-Glücksspiele sind in den USA seit 2006 durch den Unlawful Internet Gambling Enforcement Act verboten. Wer im Internet pokert, macht sich auch nach deutschem Recht strafbar. Der Glücksspielstaatsvertrag stellt sicher, dass nur der Staat mit der Zockerei Geld verdienen darf.

    Die meisten Firmen, die Pokern über Websites und spezielle Software anbieten, operieren in einer rechtlichen Grauzone und in Ländern, die das populäre Kartenspiel nicht als Glücks-, sondern als Geschicklichkeitsspiel definieren - wie etwa die schwedische Firma Ongame Network. Der Marktführer Pokerstars residiert auf der Isle of Man und ist dort einer der größten Arbeitgeber. Online-Zocken ist in Großbritannien ohnehin legal. Alderney erhält jedoch nach Branchenschätzung nur rund 30.000 Pfund von Full Tilt.

    Geld womöglich weg

    ausende deutscher Nutzer jammern jetzt in einschlägigen Foren, dass ihr Geld nach dem Abschalten von Full Tilt Poker vielleicht verloren sei. Das öffentliche Mitleid sollte sich jedoch in engen Grenzen halten: Wer sein echtes Geld einem dubiosen irischen Firmen-Konglomerat mit Sitz auf den Kanalinseln anvertraut, obwohl das ohnehin illegal ist, der fällt vermutlich auch auf Kettenbriefe oder auf Lotteriegewinne aus Nigeria in sechsstelliger Höhe herein, die in grottenschlechtem Deutsch per E-Mail angekündigt werden.

    Dennoch spielen nach Angaben von Branchenportalen rund eine Viertelmillion Deutsche Poker im Internet - mit einem Kapital von durchschnittlich 500 Dollar pro Person.

    Die Geschäftsidee des Onlinepokerns ist einfach: Im Gegensatz zum Live-Pokern fällt die psychologische Komponente weg, die Mitspieler zu beobachten und aus deren Mimik Rückschlüsse auf deren Karten zu ziehen. Im Chat kann man kein Pokerface machen. Durchschnittliche Spieler hoffen deshalb, schneller an das ganz große Geld kommen zu können und versuchen, sogar mit Hilfe von Computerprogrammen, eine Strategie zu entwickeln.

    Zudem können gute Spieler an mehreren virtuellen Tischen gleichzeitig und rund um die Uhr spielen, was die Chance verbessert, viel Geld in kurzer Zeit abzuräumen. Die Portale bieten nicht nur Spiele um echtes Geld an, sondern auch ein ausgefeiltes Bonussystem, das die Nutzer animieren soll, in den hauseigenen Online-Shops einzukaufen oder oder an exklusiven Turnieren teilzunehmen. Gute Online-Spieler heißen im Szene-Jargon "Bonushuren".

    Schwarzer Freitag

    Chris "Jesus" Ferguson, ein promovierter Informatiker aus Los Angeles und Experte für künstliche Intelligenz, professioneller Pokerspieler und mittlerweile Multimillionär, hatte als einer der ersten erkannt, dass mit Pokern online viel Geld zu verdienen ist. Er gilt als der Macher der Software, die Full Tilt Poker seit 2004 einsetzt. Der Ruf der bekanntesten professionellen Pokerspieler aus den USA ist das Kapital der Online-Portale.

    Phil Ivey, ein Poker-Profi aus Las Vegas, der schon mehrere Male ein Preisgeld von mehr als einer halben Million Dollar abräumte, hält fünf Prozent der Anteile an Full Tilt Poker. Die Poker-Profis, die ihr Geld in Online-Firmen steckten, hätten gewarnt sein können. Im April holte das FBI zu einem großen Schlag gegen das Glücksspiel im Internet aus und beschwerte den Zockern einen "Schwarzen Freitag".

    Die Websites von PokerStars, Full Tilt und anderen Anbietern wurden gesperrt. Die Besucher sahen nur eine Mitteilung der Behörden, die Domain sei beschlagnahmt worden. Mehrere Mitarbeiter der Betreiberfirmen wurden festgenommen. Die Anklagepunkte lauten Geldwäsche, illegales Glücksspiel und Bankbetrug. Die betreffenden Poker-Websites gingen jedoch schnell wieder online - mit einer anderen Länderkennung. Spieler aus den USA mussten jedoch draußen bleiben; kleinere Portale wie Partypoker hatten nordamerikanische Nutzer ohnehin schon ausgesperrt.

    Full Tilt Poker hat sich von dem Schlag der Behörden nie wirklich erholt. Die Konten wurden eingefroren, das deponierte Geld der US-Spieler wurde nicht ausbezahlt. Phil Ivey erklärte daher Ende Mai, sein "guter Ruf" sei in Gefahr, er werde gegen das Unternehmen klagen und seine Teilname am bedeutenden World Series of Poker Tournament stornieren. Er sei über die rechtliche Situation und die damit verbundenen Risiken nicht korrekt informiert worden. Die Klagesumme betrug stattliche 150 Millionen Dollar. Michele Clayborne, die PR-Chefin von Full Tilt Poker, beschimpfte Ivey in einer Presseerklärung daraufhin als "bigott".

    Rake-Free-Accounts

    Nachdem auch die britische Version von Full Tilt Poker gesperrt wurde, wussten Insider plötzlich, dass die irische Firmengruppe auch Probleme mit ihrem größten Finanzdienstleister gehabt hatte. Das Poker-Portal hatte die Auszahlung der Gelder per Moneybrokers blockiert. Die Firma hat rund 18 Millionen Kunden und verlor durch die Streit mit dem Großkunden Full Tilt Poker eine stattliche Summe.

    Der Hintergrund ist, dass das Poker-Portal Spieler nicht mehr auszahlen konnte und wollte und versuchte, das fehlende Geld über den Markt hereinzubekommen. Außerdem wurde gemunkelt, Angestellte von Full Tilt Poker hätten illegal so genannte Rake-Free-Accounts verkauft. Das sind Accounts für Spieler, die ihre Gebühr komplett erstattet bekommen. Bei Profi-Spielern sind das mehrere zehntausend Dollar im Monat.

    Ende Juni bekam das Gezerre um Full Tilt Poker eine ganz neue Dimension. Phil Ivey hatte sich mit den Firmeneignern in Irland getroffen. Sein Anwalt erklärte, der Poker-Profi werde seine Anklage zurückziehen; es sei sicher, dass die aussehenden Gelder an die US-amerikanischen Spieler zurückgezahlt würden.

    Der Grund dafür wurde erst am Samstag bekannt: Full Tilt Poker gab bekannt, man habe mit einer europäischen Investorengruppe vereinbart, dass die Muttergesellschaft Pocket Kings in Irland übernommen werde, Geld sei jetzt in ausreichender Menge vorhanden. Die Los Angeles Times suggeriert, vermutlich werde das Poker-Unternehmen einen Vergleich mit den US-Behörden aushandeln können. Full Till Poker wird also bald wieder online gehen. Wäre das nicht sicher, hätten die neuen Besitzer wohl kaum investiert.

    Mittlerweile haben mehrere Spieler aus den USA eine Klage gegen den Online-Pokerraum eingereicht, aber nicht nur gegen die Firma, sondern gegen die professionellen Spieler, die sich daran beteiligt hatten, unter anderem gegen Howard Lederer, Phil Ivey und gegen die berühmteste weibliche Poker-Spielerin, Jennifer Harman.

    Wer die wahren Motive der "Spieler" bei der Aktion gegen Full Tilt Poker verstehen will, muss nur nachsehen, welche Lobby-Gruppen in den USA maßgeblich ein Interesse daran hatten, Glückspiele und insbesondere Pokern im Internet verbieten zu lassen und den Behörden mundgerechte Textvorlagen für den Unlawful Internet Gambling Enforcement Act lieferten - zum Beispiel die Hotelkette Caesars Entertainment Corporation, der weltgrößte Casino-Besitzer (früher Harrahs) aus Las Vegas.

    (taz.de)
  11. #10
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    Standard Online Gaming - US-Regulierung könnte noch heuer auf Schiene kommen

    Mehrere Zeichen deuten auf Unterstützung Washingtons hin

    Die Öffnung des US-amerikanischen Marktes für Online Gaming Anbieter, wie etwa bwin.party, kommt näher: Ein Gesetzesentwurf, der Casino-Spiele im Internet erlaubt, könnte noch vor Jahresende in den US-Kongress gelangen, berichtet die "New York Post" in ihrer Online-Ausgabe.

    Die Chancen für eine bundesweite Legalisierung von Online Poker und anderen Spiele seien gestiegen, so die Zeitung. Dies sei an einigen Entwicklungen abzulesen: So haben etwa Senate Majority Leader Harry Reid und der Republikaner Jon Kyl in den vergangenen Wochen das Justizministerium ersucht, die Regulierungsbemühungen der einzelnen Staaten zu stoppen. Der Gedanke dahinter: Je mehr Staaten eigene Regelungen schaffen, desto schwieriger wird ein bundesweiter Versuch.

    Weiters soll Milliardär Sheldo Adelson, Besitzer der Las Vegas Sands Gruppe und ein grosser Unterstützer der Republikaner, nun im Boot für die bundesweite Regulierung sitzen. Er sehe dies als Möglichkeit, seine Umsätze auszuweiten. Dem Unternehmer werden zudem gute Kontakte zu Eric Cantor, dem Mehrheitsführer des Repräsentantenhauses, nachgesagt.

    Und last but not least soll John Boehner, Sprecher des Repräsentantenhauses, ebenfalls für die Initiative zu gewinnen sein, so die "New York Post". Sein langjähriger persönlicher Berater, Lee Askew, ist heuer zum Vice President of Government Affairs der American Gaming Association ernannt worden.

    "Die einzige Frage ist lediglich, wie der Gesetzesentwurf im Detail strukturiert sein wird," lässt Roger Gross, Herausgeber des Global Gaming Business Magazins, gegenüber der Zeitung keine Zweifel am Fortschreiten der Iniative offen.

    Für die Online Gaming Branche geht es um eine Riesen-Markt.

    (red)

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