Das Grundprinzip eines Paroli-Spiels bedeutet, nach einem Gewinn den Einsatz und den Gewinn ein Mal oder auch mehrere Male stehen zu lassen.
- Erstes Beispiel:
Paroli auf Einfacher Chance:Man setzt ein Jeton auf eine Einfache Chance, beispielsweise auf Manque. Erscheint nun Manque, so verfügt man über zwei Jetons, ein Jeton Einsatz plus ein Jeton Gewinn. Diese zwei Jetons werden nun nicht abgezogen, sondern man lässt sie noch einml auf Manque liegen.Wenn nun noch einmal Manque erscheint, ist das Paroli gelungen bzw. durchgebracht und der Gesamtgewinn beträgt nun drei Jetons (4 Jetons Auszahlung minus 1 Jeton Einsatz = 3 Jetons Gewinn).
- Zweites Beispiel:
Paroli auf einem Dutzend oder einer Kolonne:Man setzt einen Jeton auf eines der Dutzende. Gewinnt das gespilete Dutzend, so verfügt man über drei Jetons, 1 Jeton Einsatz plus 2 Jetons Auszahlung. Man lässt nun diese drei Jeton auf dem gespielten Dutzend liegen.Gewinnt dieses Dutzend ernuet, so ist das Paroli durchgebracht und der Gesamtgewinn beträgt nun acht Jetons (9 Jetons Auszahlung bei einem Grundeinsatz von 1 Jeton).
- Drittes Beispiel:
Paroli auf einer Transversale Simple:Es wird ein Jeton auf eine der Sechser-Transversalen gesetzt. Wenn diese Tansversale erscheint, so verfügt man über 6 Jetons, 1 Jeton Einsatz plus 5 Jeton Gewinn. Diese 6 Jetons werden nun erneut auf diese Transversale Simple gesetzt.Bei einem erneuten Gewinn, also wenn das Paroli durchgebracht wurde, beträgt nun der Gesamtgewinn 35 Jetons (36 Jetons Auszahlung minus 1 Jeton als Grundeinsatz).
Diese drei einfachen Beispiele zeigen eindeutig den primären Vorteil eines Paroli-Spiels:
die Vervielfältigung der Gewinne bei einem Grundeinsatz von nur 1 Jeton. Die Beispiele zeigen das grundsätzliche Prinzip eines einmaligen Parolis, d. h. das Erzielen von zwei Gewinnen in Folge.
Wie schon am Anfang erwähnt, kann man nicht nur auf ein einmaliges Paroli spielen, sondern auch auf ein mehrfaches Stehenlassen des Einsatzes und des Gewinns. In diesem Fall wird der Einsatz Plus Gewinn zwei, drei, vier mal oder auch noch öfter auf der gewinnenden Chance stehen gelassen.
Spielt man bei den obigen Beispielen beispielsweise auf ein zweifaches Paroli, also auf drei Gewinncoups einer Chance in Folge, lassen sich folgende Gewinne erzielen:
Es kann festgehalten werden, dass der Gewinn überproprotional zunimmt. Allerdings darf man nicht vegessen, dass dieser hohe Zuwachs an Gewinnen im Umkehrschluss proportional zur Wahrscheinlichkeit des Gelingens eines zweifachen Parolis steht. Je mehr Stufen also ein Paroli-Spiel beinhaltet, desto höher fällt zwar der Gewinn aus, aber umso geringer ist die Wahrscheinlichkeit eines Durchbringens des Parolis.
- Bei einem Spiel auf eine Einfache Chance beträgt der Gesamtgewinn 7 Einheiten, 2×2×2 Jetons minus 1 Einheit Einsatz.
- Spielt man auf ein Dutzend bzw. eine Kolonne, so ergibt sich ein Gesamtgewinn von 26 Einheiten, 3×3×3 Jetons minus 1 Jeton Einsatz.
- Beim Einsatz auf eine Transversale Simple steigt der Gewinn auf beträchtliche 215 Einheiten, 6×6×6 Jetons minus 1 Jeton Grundeinsatz.
Ein Paroli-Spiel bringt vor allem dann ein hohes Mass an psychologischer Belastung mit sich, wenn es um die letzten Einsätze eines mehrstufigen Parolis geht. Entschärft man nun das Paroli-Spiel, kann damit der psychologische Druck zumindest abgemildert werden.
Aus diesem Grund kann man ein Paroli-Spiel auf einer Chance mit einer geringeren Wahrscheinlichkeit anfangen und auf einer Chance mit einer höheren Wahrscheinlichkeit beenden. Es hat sich nach vielen Versuchen herausgestellt, dass eine Transversale Simple ein idealer Ausgangspunkt für diese Art eines Paroli-Spiels ist. Wählt man eine noch »kleinere Chance« wie eine Transversale Plein, ein Cheval oder gar eine Plein-Nummer, ist man zu großen Abweichungen ausgesetzt. Es bilden sich natürlich auch auf den Transversale Simple bisweilen gewaltige Ecarts, jedoch überschreiten diese Abweichungen selten 30 oder 50 und noch mehr Coups.
Die Sechser-Transversale ist also der Ausgangspunkt für ein Paroli-Spiel, welches darin besteht, dass nach jedem gewonnenen Coup die Anzahl der abgedeckten Nummern erweitert wird.
Im folgenden Beispiel wurden die Transversale Simple 31-36, das dritte Dutzend und Passe gespielt. Natürlich können die drei gespielten Chancen auch beliebig gemischt werden, die Ergebnisse unterscheiden sich nicht.
- Nach einem Gewinn auf einer Transversale Simple wird ein Paroli auf einem Dutzend verscuht.
- Nach einem Gewinn auf dem nach der Transversale Simple gespielten Dutzend wird eine zweite Paroli-Stufe auf einer Einfchen Chance versucht.
Perm. Chance G./V. Saldo 24 TVS 31-36 -1 -1 33 TVS 31-36 5 4 18 3. Dutzend -6 -2 36 TVS 31-36 5 3 27 3. Dutzend 12 15 13 Passe -18 -3 21 TVS 31-36 -1 -4 17 TVS 31-36 -1 -5 4 TVS 31-36 -1 -6 18 TVS 31-36 -1 -7 27 TVS 31-36 -1 -8 14 TVS 31-36 -1 -9 11 TVS 31-36 -1 -10 3 TVS 31-36 -1 -11 12 TVS 31-36 -1 -12 26 TVS 31-36 -1 -13 17 TVS 31-36 -1 -14 20 TVS 31-36 -1 -15 6 TVS 31-36 -1 -16 19 TVS 31-36 -1 -17 26 TVS 31-36 -1 -18 2 TVS 31-36 -1 -19 34 TVS 31-36 5 -14 27 3. Dutzend 12 -2 20 Passe 18 16
Bei jedem misslungenen Paroli-Versuch verliert man den Ausgangseinsatz von 1 Jeton. Es ist ein Kapitalaufwand von 39 Jetons für einen Totalverlust pro Spiel empfehlenswert. Die gewonnenen Spiele liegen, wenn das Paroli mit dem 39ten Einsatz gelingt, bei +3 und +35, wenn schon der erste Versuch zum Erfolg führt.
Zero-Behandlung
Beim ersten Einsatz auf die Transversale Simple wird Zero unberücksichtigt gelassen. Trifft Zero den ersten Einsatz, wird dieser Verlust nicht in die Buchführung aufgenommen, es wird vielmehr ein weiterer Versuch angehängt. Wird also innerhalb von 39 Coups die Zero bispielsweise zwei mal gezogen, so werden noch ein 40ter und 41ter Versuch unternommen, um ein zweifaches Paroli durchzubringen.
Der erste Parolisatz auf das Dutzend sowie auch der zweite Parolisatz auf die Einfache Chance sollten jedoch durch einen Einsatz auf die Zero abgesichert werden, und zwar mit 1/36 des Einsatzes auf das Dutzend bzw. 1/72 auf die Einfache Chance (mit erforderlicher Rundung, falls notwendig). Auf diese Art und Weise geht bei Erscheinen der Zero der Parolisatz nicht verloren und der Satz kann wiederum mit entsprechender Zero-Absicherung wiederholt werden.
Es können mit dieser Stategie sicherlich noch bessere Ergebnisse erreicht werden, wenn nach einigen Coups Vorlauf die Favoriten-TVS, das Favoriten-Dutzend und die Favoriten-EC ermittelt werden und man dann auf diesen flexibleren Kombinationen auf ein zweifaches Paroli spielt.
Die Gewinn-Wahrscheinlichkeit für ein derartiges Paroli-Spiel beträgt:
(6 ÷ 37) × (12 ÷ 37) × (18 ÷ 37) = 1.296 ÷ 50.653 = 1 erfolgreicher Versuch von 39.
Der Gewinn, der sich hieraus ergibt:
(1 × 6 × 3 × 2 Jetons) - (1 Jeton Einsatz) = 35 Jetons.

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