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Analog zu meinem Beitrag im Thread "Zielwerfen" möchte ich üüber den gelegentlichen Frust beim Black Jack eine Erfahrung einbringen. Auch bei diesem Spiel könnte man vor Wut aus der Haut fahren, man bekommt doch gelgentlich das Gefühl, dass man nur gegen den Dealer spielt.
Selbst bei der Anwendung der Basisstrategie überkauft man sich bei Kartenwerten 13, 14 und 15 bei nur zwei Karten ständig, während sich die Bank so gut wie nie überkauft. Es ist dann zum verrückt werden, egal ob mit 13, 14, 15 und 16 bleibt der Dealer immer unter 21 oder er trifft 21. Überkauft man sich ausnahmsweise mal nicht, macht der Dealer 19, wenn man 18 hat, er macht 20, wenn man 19 hat. Zu allem Überfluß trifft der Dealer in solchen Abschnitten überproportional den Black Jack.
Nciht selten beobachtet man dann noch, dass andere Spieler gewinnen, während man selbst nur am verlieren ist. Man versteht die Welt nicht mehr und glaubt an eine Manipulation seitens des Dealers.
Dies möchte ich als Denkanstoß zum Thema Manipulation geben. Black Jack ist trotzdem ein großartiges Glücksspiel, das ich nach wie vor zwischendurch gerne spiele.
etwas erstaunt mich Dein Beitrag nun doch. BlackJack ist ein Spiel, welches von mehr oder weniger starken Zyklen oder Wellenbewegungen geprägt ist, fast noch stärker als das beim Roulette der Fall ist. Im Prinzip sind es wellenartige Bewegungsabläufe, denen das Spiel unterworfen ist. So gibt es Zyklen oder Abschnitte, in denen die Bank gewinnt, dann wieder ist in einem Zyklus der Spieler bevorzugt.
Diese Zyklen können beim BlackJack mitunter sehr lange Zeiten in Anspruch nehmen, so dass seitens des betroffenen Spielers leicht der Eindruck entstehen kann, dass die Bank permanent gewinnt bzw. der Dealer das Spiel zu Gunsten seines Arbeitgebers steuert. Dass dabei dann andere Spieler zumidest mehr gewinnen als man selbst, liegt zum Teil an der Tatsache, dass sich die Wahrscheinlichkeiten bei Kartenspielen mit jeder neu ins Spiel gekommene Karte verändern. Bekommst Du ausgerechnet als dritte Karte immer die 10er und 9er, so steigt doch die Wahrscheinlichkeit für den nächsten Spieler, dass er eine niedrigere Karte erhält. Selbst beim Six-Deck-BJ ist das so, wenn auch nicht so stark ausgeprägt.
Zusätzlich darf man bei solchen Phänomenen nicht den Faktor Mensch außer Acht lassen, der dazu neigt, solche negativen Erlebnisse dauerhaft zu speichern, während er die positiven (Gegen)Erfahrungen gerne "vergisst". So kommt es auch vor, dass Du als Spieler auch Zyklen erfährst, in denen Du immer ein Punkt besser als der Dealer bist.
Ich habe diese Phänomene selbst schon erlebt, auch wenn sie eher selten auftreten. Ich habe es auch schon erlebt, dass die Bank 15 mal hinterienander gewonnen hat, vorzugsweise dann, wenn ich vedoppelt habe. Oder dass dann bei einem Split alles an die Bank ging. Du hast natürlich schon recht, man könnte verrückt werden, aber diese Phänomene treten einfach auf. Dann habe ich es im Gegenzug aber auch schon erlebt, dass ich 15 mal hinterienander gewonnen habe, wobei natürlich auch das ein eher selteneres Ereignis ist.
Man kann nur versuchen, diesen Wellenbewegungen dahingehend Paroli zu bieten, indem man versucht diese negativen Zyklen mit geringem Einsatz zu spielen, um dann in der positiven Bewegung auf höhere Einsätze umszustellen. Dies sagt sich zwar einfach, ist es aber sicher nicht, diese zu Zyklen zu erkennen, aber eine andere Möglichkeit sehe ich bei den heutzutage üblichen Bedingungen beim BlackJack leider nicht.
danke erst mal für Deine ausführliche Antwort. Erstaunen braucht Dich mein Beitrag nicht, natürlich sind mir die ewig langen Abschnitte bekannt, in denen nichts geht. Mein Beitrag zielte eher in Anlehnung zum Zielwerfen-Thread ab, ob man beim Black Jack ähnliche Tricks seitens der Dealer unterstellen könnte.
Eine Frage habe ich dann aber doch an Dich:
Hast Du dafür eine bestimmte Vorgehensweise? Wäre nett, wenn Du darüber ein paar Worte verlieren würdest.
Vom Fiktivspiel halte ich beim BJ relativ wenig, für meinen Teil hat es sich bewährt, dass ich mit Einsatzvariation spiele.
Normalerweise spiele ich mit Louis, aber sobald ich bemerke, dass der Dealer seinen "Lauf" bekommt, gehe ich auf das Minimum zurück. Dann wird solange abgewartet, bis dieser positive Bankzyklus ein Ende hat, hierbei weiche ich mit Verdopplungen auch mal von der Basisstrategie ab. Das hat sich bewährt, weil man eine Trendwende nicht immer genau erwischt. Aber so lassen sich erst einmal eventuell einige Verluste tilgen, ohne groß in Gefahr zu geraten. Wenn es dann weiterhin nicht läuft, ist die Situation klar. Vor allem wenn ich ständig mit guten Karten verliere, gehe ich normalerweise sofort auf das Minimum zurück.
Eine Trendwende ist daran zu erkennen, dass in der Mehrzahl die Minimumsätze sowie deren Verdopplungen und Teiluungen gewinnen, wenn sich die Bank auch bei kleinen Aufkarten überkauft u. a. Dann stelle ich wieder auf den normalen Einsatz um und halte mich strikt an die Basisstrategie.
danke Dir für Deine Auskunft, ich werde das mal testweise so ausprobieren.
Eine andere Frage, da Du Dich mit der Basisstrategie auszukennen scheinst.
Ich hatte letztens einen Spieler beobachtet, der ist bei einer 4 des Dealers mit Ass/7 stehen geblieben anstatt zu verdopplen. Ich kenne aber nur Verdoppeln bei dieser Konstellation, oder habe ich da was falsch in meiner Basisstrategie-Tabelle?
Du hast nichts falsches in Deiner Tabelle, die Basisstrategie sagt ganz klar, bei einer 4 als Aufkarte des Dealers bei A/7 verdoppeln. Einige Tabellen geben aber noch zusätzlich an, zu halten, wenn kein Verdoppeln möglich ist.
Dazu ein wenig mathematisches:
Hat ein Spieler A/7 gegen eine vier des Dealers, gewinnt der Spieler etwa 59% der Sätze. Der Netto-Gewinn beträgt bei dieser Konstellation 59 Gewinn - 41 Verlust = 18 Stücke Nettogewinn.
Wird mit dieser Konstellation verdoppelt, dann sinkt die Anzahl der Gewinnhände zwar auf etwa 56%, aber dann sieht die Rehnung wie folgt aus:
56 Gewinn - 44 Verlust = 12 mal 2 = 24 Stücke.
Warum dieser von Dir erwähnte Spieler gehalten hat, lässt sich so pauschal nicht sagen. Ich habe selbst auch schon Hände gehalten, welche nach der Basisstrategie hätten verdoppelt werden müssen, dann habe ich mich aber in einem Abwätstrend befunden. Denn aufgrund der obigen Mathematik kann es durchaus mal passieren, dass ein Halten zu einem Gewinn führt, während das Verdoppeln dann zum Verlust durch überkaufen geführt hätte.
Du kannst natürlich gegenargumentieren, wenn man sowieso schon beim Minimum ist, kommt es auf diese Verdopplung auch nicht mehr an, aber gerade im Abwärtstrend ist jedes zusätzliche Risiko zu meiden, jedes noch so kleine Stück zählt. Ich habe z. B. auch schon 8/8, was laut Basisstrategie-Tabelle immer geteilt wird, wie eine normale 16 behandelt und entsprechend gehalten oder gezogen bzw. generell gehalten.
Dies ist einerseits eine Frage des persönlichen Geschmacks und andererseits der Mentalität des Spielers. Wie ich bereits oben gesagt habe, es gibt Situationen, bei denen weiche ich auch mal von der Basisstrategie ab. Man hat mir deswegen schon mal gelegentlich den Vogel gezeigt, was interessiert dies mich, wenn ich meine Gründe für mein Tun habe und es zum Erfolg führt.
heute noch zu später Stunde. Ich habe in meinen Aufzeichnungen gesucht, um Dir ein Verlauf zu zeigen, wo es wirklich keinen Sinn hat, mehr als notwendig zu riskieren.
Es hatte mich schon gleich am Anfang böse erwischt, dies zog sich gerade so fort, wie Du unschwer erkennen kannst.
Dies ist ein Verlauf, da lasse ich mich wirklich auf keine Verdopplung mehr ein. Wenn man möchte, kann man noch die Splits mitmachen, weil da noch die Chance besteht, mit 0 aus der Hand herauszukommen. Aber in solchen Spielen haben leider auch die Splits die Neigung zu verlieren.
Wer in solcher Phase noch progressiv spielt, den fegt es schnell vom Tisch. Solche langanhaltenden Zyklen treten aber leider bisweilen auf, und das gar nicht mal so selten, und halten sich dann hartnäckig.
Ich hoffe, das hilft dem einen oder anderen weiter, um seine Strategie beim BJ auch dem Spielverlauf anzupassen.
danke Dir für Deine Antwort. Der Plus/Minus-Verlauf ist wirklich übelste Sorte. Black Jack spiele ich seltener, ich kann mich nicht erinnern, dass ich jemals einen solchen Lauf hatte. Aber jetzt verstehe ich recht gut, warum Du dann von der Basisstrategie abweichst. Aber beim Roulette hatte ich mal einen ähnlichen Lauf, naja, nicht ganz so übel, da hat mich die d'Alembert auch weggehauen. Dabei war ich der Meinung, dass das die Lösung ist, wenn schon verdoppeln beim Roulette nicht funktioniert
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