Zwei Chancen zu bespielen, ist nicht so schwierig, wie es den Anschein hat. Bevor man die Spiel-Methode im Casino verwendet, ist es notwendig, sie zuhause über eine ausreichend große Anzahl von Permanenzen zu testen. Durch diese umfangreiche Prüfung erlangt man die notwendige Routine bei der Ausführung der Buchungen und der Bestimmung des Einsatzes. Gleichzeitig gewöhnt sich nebenbei das Auge an den Tendenzverlauf, den man dann im Laufe der Zeit problemlos erkennen kann.
Es liegt in der Natur der Sache, dass man dabei zu Beginn noch Fehler macht. Allerdings sollte dies kein Grund darstellen, deshalb die Methode gleich als untauglich zu verwerfen.
Dieses Tendenzspiel arbeitet nicht mit mathematischen Schikanen, es kennt ebenso wenig unlogische Rafinessen. Es wird einzig und allein ein gewissen Maß an Konsequenz und Konzentrationsfähigkeit benötigt, um die vorherrschende Tendenz richtig bestimmen zu können, die man in einer relativ starren Form vor sich sieht.
Da die Konzentrationfähigkeit jedoch der menschlichen Unzulänglichkeiten Grenzen setzt, ist es beim praktischen Spiel kaum machbar, durch lang anhaltende Sitzungen im Gleichsatz eine große Anzahl an Chips gewinnen zu wollen.
Ernesto führt aus:
Wenn wir uns nun vorschreiben, täglich eine Sitzung von 150 Coups zu absolvieren, so sollten wir auch bei unseren theoretischen Prüfungen stets die ersten 150 Coups einer Permanenz prüfen. Eine andere Tageseinteilung in der Praxis wirft die theoretischen Prüfungsergebnisse über den Haufen.
Damit ist aber nicht gesagt, dass wir beispielsweise zu späterer Zeit nicht spielen dürfen. Wenn wir dies tun, sind wir verpflichtet, immer um die gleiche Zeit zu spielen, sonst laufen wir Gefahr, den Rhythmus des Spielablaufs nicht vorzufinden, den unsere theoretischen Ergebnisse aufzeigen; denn der Rhythmus, den die rollende Kugel erstrebt, wechselt aufgrund des Zahlengesetzes, um dem Gesetz des ewigen Kreislaufs zu gehorchen. Sobald wir hier durch andere Überlegungen störend eingreifen, indem wir den einmal eingeschlagenen Weg nicht innehalten, geraten wir in uns unbekannte Strömungen, denen wir nicht gewachsen sind. Jedem Spieler ist es schon vorgekommen, dass die Kugel stundenlang bestrebt ist, unseren Einsätzen auszuweichen. Ein Zeichen dafür, dass wir auf dem falschen Pferd hocken, der Rhythmus gehorcht uns nicht, sondern wirkt sich zum Vorteil der Bank oder anderer Spieler aus. Das hat mit Astrologie nichts zu tun, sondern nur mit dem Rhythmus: Das Spiel ist immer rhythmisch, es fragt sich nur, ob wir zur gegebenen Zeit zugegen sind, wenn UNSER Rhythmus vorherrscht. Da wir den richtigen Zeitpunkt nicht im voraus bestimmen können, bleibt uns nur übrig, uns an die statistischen Werte und deren Zeiten zu halten. Mit anderen Worten, wir bespielen stets einen gleich bleibenden Umfang an Coups zur gleichen Zeit und Stunde, wie wir sie in den theoretischen Prüfungen festlegen.
Aufgrund dieser Erkenntnis wissen wir im voraus, mit welchen Faktoren im Gewinn und Verlust zu rechnen ist. Um uns vor unliebsamen Überraschungen zu schützen und gleichzeitig auf den richtigen Nenner zu kommen, empfiehlt es sich, den grössten theoretischen Verlust-Ecart in der Praxis mit 3 multipliziert anzunehmen. Damit wissen wir gleichzeitig die erforderliche Kapitalsumme für die Durchführung des Spiels.
Dies sind also die theoretischen Ausführungen Ernestos, denen in vielen Aspekten zugestimmt werden kann. Anhand des folgenden Beispiels demonstriert Ernesto die Verfolgung seiner ermittelten Tendenzen auf den Dutzenden.
| Coup | Nr. | Dutzend | Figur | Signal | Satz | Saldo |
| 1 | 1 | 1 | | | | | | |
| 2 | 24 | | 2 | | | J1 | 1. D | |
| 3 | 6 | 1 | | | J1 | J1 | 2. D | +2 |
| 4 | 25 | | | 3 | J1 | J2 | 1. D | +1 |
| 5 | 31 | | | 3 | J2 | 2A | 1. D | ±0 |
| 6 | 13 | | 2 | | 2A | 2er | 2. D | -1 |
| 7 | 33 | | | 3 | 2er | 2er | 3. D | -2 |
| 8 | 6 | 1 | | | 2er | J2 | 3. D | -3 |
| 9 | 10 | 1 | | | J2 | 2A | 3. D | -4 |
| 10 | 4 | 1 | | | 2A | 3A | 3. D | -5 |
| 11 | 25 | | | 3 | 3A | 3er | 3. D | -3 |
| 12 | 3 | 1 | | | 3er | 3er | 1. D | -1 |
| 13 | 5 | 1 | | | 3er | 3er | 1. D | +1 |
| 14 | 27 | | | 3 | 3er | 2er | 3. D | +3 |
Ernesto's Empfehlung ist außerdem bei seiner Spiel-Methode, gleichzeitig auf Dutzende und auf Kolonnen zu spielen, damit Möglichkeiten für einen zwischenzeitlichen Ausgleich zwischen den beiden Chancen bestehen.
Ernesto empfiehlt für Freunde von Einsatzsteigerungen die d'Alembert-Progression, die allerdings mitunter zu einem enormen Kapitalaufwand von über 120 Chips führen kann, während bei einem Spiel masse egale der Kapitalaufwand lediglich 10 Chips betragen soll.