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Thema im Roulette Forum:
Der Systemwechsel

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  1. #1
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    Standard Der Systemwechsel

    In der Casino-Zeitung Zoppot vom 2. Juli 1937 hat der Autor Alfred Till einige interessante und vielversprechende Spielmethoden dargelegt.Till führte dazu aus:

    »Von einigen Roulette-Schriftstellern wird empfohlen, das System zu wechseln, wenn es zu versagen beginnt. Dabei gibt es zwei Möglichkeiten:
    Man verlässt entweder völlig die Methode, die man bisher spielte, oder man wählt eine andere Variante. Das Auswechseln der Methode auf die erstere Art ist wohl ohne weiteres verständlich. Man geht beispielsweise, nachdem man mit einem System auf den Einfachen Chancen versagt hat, mit einem anderen auf die Dutzende oder Transversalen über.

    Unter Variante versteht man ein System, das mit dem vorher gespielten gewissermaßen verwandt ist. Dies sei an einem kleinen Beispiel dargestellt: Ich spiele auf der Einfachen Chance Schwarz/Rot immer abwechselnd zwei Mal Rot, zwei Mal Schwarz, zwei Mal Rot usw., unabhängig von den Farben, die die Kugel wirft.

    Angenommen, dieses System versagt. Nun spiele ich fortlaufend den kurzen Wechsel, also ein Mal Rot, ein Mal Schwarz usw. Tritt auch hier ein Versagen ein, so kehre ich entweder zum ersten System zurück oder ich wende ein drittes, ebenfalls verwandtes System an: Ich spiele jetzt drei mal Rot, dreimal Schwarz, drei mal Rot usw. Beim Versagen dieser Variante wird wieder mit dem ersten System begonnen.

    Praktisch sind diese Systeme übrigens nicht ohne weiteres gewinnsicher, darum Vorsicht! Doch zeigt dieses Beispiel deutlich, was mit "Variante" gemeint ist. Es zweigen gewissermaßen vom Hauptsystem Nebenlinien ab, die bespielt werden, wenn die Hauptmethode versagt. Der Systemwechsel wird immer dann vorgenommen, wenn die bisher befolgte Methode längere Zeit hintereinander Minus bringt.
    «


    Weiter fährt der Autor fort:

    »Welche Möglichkeit - nämlich das Anwenden eines ganz anderen Systems oder nur das Aufnehmen von Varianten - besser ist, bleibt fraglich. Ich habe beide Möglichkeiten auch praktisch in verschiedenen Spielarten ausprobiert, bin aber zu keinem abschließenden Ergebnis gekommen.

    Logischer scheint es zu sein, beim Systemwechsel eine völlig neue Methode zu wählen, möglichst auch noch auf anderen Chancen. Denn die Verwandtheit der Varianten mit der Hauptmethode müßte logischerweise leichter und öfter zu einem gleichen Ergebnis führen als bei völlig unzuvereinbarenden Systemen.

    Der Grund dafür wäre in der Tatsache zu erblicken, dass sich bei der Hauptmethode und ihren Varianten das Ausgleichsgesetz und die jeweilige Tendenz wegen der Verwandtschaft öfter in gleicher Richtung auswirken müßte, die naturgemäß, da die Hauptmethode versagt, auch nach dem ‘Minus-Pol’ verlaufen würde. Die erste Möglichkeit - der Systemwechsel mit unzuvereinbarenden Methoden - hätte also demnach die größere Sicherheit aufzuweisen. Der einwandfreie Beweis freilich ist schwer zu erbringen, zudem spielt auch die psychologische Eignung beim Auswählen einer Methode eine Rolle. Unberücksichtigt soll in diesem Zusammenhang das ‘Gegenspiel’ bleiben.«


    Die Nutzanwendung für das praktische Spiel soll nun in einer Zusammenfassung der Ausführungen Till’s dargelegt werden.

    Für die/den Spieler/in darf es nur wenige Regeln geben, da ihr/ihm sonst die Anwendung so erschwert wird, dass sie/er lieber darauf verzichten möchte. Die Regeln müssen kurz sein und ihr/ihm dennoch die höchst mögliche Sicherheit verleihen, sie/ihn vor einem Kapitalverlust zu schützen. Unter diesem Aspekt kann man folgende Regeln aufstellen:

    1. Keine Sitzung kann kurz genug sein. Die Betonung liegt dabei weniger auf der Beschränkung der gewonnenen Chips als vielmehr auf der Beschränkung der Spielzeit der einzelnen Sitzung. Je mehr Chips in kurzer Zeit gewonnen werden können, desto besser.

    2. Was zwei mal hintereinander verloren wurde, kehrt am selben Tag nicht mehr zurück. Diese Regel berücksichtigt den Rhythmus der Permanenz, des Kugelwurfes.

      Der Rhythmus der Kugel verläuft regelrecht in Berg- und Talfahrt, wodurch die Serien, der schnelle Wechsel und somit die Plus- und Minus-Anhäufungen entstehen.

      Diese Regel gilt nicht nur für ein einzelnes Spiel, sie kann auch auf hintereinanderfolgende Spiele des selben oder auch des nächsten Tages angewendet werden.

    3. Jedes einzelne Spiel hat eine eigene Minusgrenze. Dadurch wird dem Gesamtverlust des Spielkapitals vorgebeugt.

    4. Darüber hinaus ist jedes einzelne Spiel duch eine Coupanzahl oder die Länge der Spielzeit begrenzt. Bei jedem Spiel wird also nur eine bestimmte Zeit lang oder eine vorher bestimmte Anzahl von Coups gespielt.

    5. Beim Versagen der Haupt- oder einer der anderen Methoden wird ein Systemwechsel in Erwägung gezogen. Die einen Systemwechsel betreffenden Überlegungen sollten allerdings nicht erst am Spieltisch erfolgen, sondern man sollte sich vor dem Spielbeginn darüber im Klaren sein, wann man wechselt und auf welche Methode man wechselt.


    Diese fünf einfachen Regeln stellen das geistige Rückgrat dar, mit dem die Minusphasen des praktischen Spiels überwunden werden sollen. Jedem einzelnen Verlust kann man trotz Befolgung dieser Regeln natürlich nicht aus dem Weg gehen, aber es wird im einen oder anderen Fall gelingen, ein Verlustspiel abzufedern oder gar gänzlich zu vermeiden.
    Nicht der Beginn wird belohnt, sondern einzig und allein das Durchhalten.
  2. #2
    Merlin ist offline
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    Standard Der Systemwechsel

    Beginnen wir mit einem einfachen Spiel auf den Einfachen Chancen, und zwar nehmen wir zunächst Rot/Schwarz. Es gibt dabei folgende Regeln zu beachten:

    1. Es werden maximal 18 Coups gespielt.

    2. Das Verlustlimit beträgt fünf Jetons.

    3. Wird zwei mal in Folge verloren und der Saldo ist dann 0 oder im Minus, dann wird das System gewechselt.

    4. Es wird drei mal hintereinander auf Rot gespielt, dann drei Mal auf Schwarz, dann wieder drei mal auf Rot usw.

    5. Erscheint Zero, dann wird mit der Bank geteilt.

    6. Nach dem Erscheinen der Zero wird das Spiel auf Rot neu begonnen, also wieder drei m al Rot, drei mal Schwarz usw.

    7. Verliert nach Systemwechsel das erste Spiel, so wird danach immer anschliessend auf den vorletzten Coup (l'avant-dernièr) gespielt.

    8. Verliert auch das zweite Spiel zwei Jetons und ist der Gesamtsaldo im Minus, so wird wieder zum ersten Spiel zurückgekehrt.

    9. Eine Sitzung ist spätestens bei +3 Jetons zu beenden.


    Beispiel I:

    Es werden die Nummern 18, die 7 und die 25 gezogen. Da jeder Einsatz auf Rot gewinnt, wird das Spiel mit +3 Jetons abgeschlossen.


    Beispiel II:

     5  
    32
        26
    27

    Es werden die Nummern 5 (Saldo +), 32 (Saldo +), 26 (Saldo -) und die 27 (Saldo -) gezogen. Es wurde zwei mal in Folge verloren und der Saldo beträgt ±0, es erfolgt also ein Systemwechsel.

    Es wird sofort auf den vorletzten Coup gespielt. Der vorletzte Coup war in diesem Fall Schwarz (die 26), also erfolgt ein Satz auf Schwarz.

     5  
    32
        26
    27
         4


    Es erscheint die 4, der Satz gewinnt und er Saldo beträgt nun +1.

    Der vorletzte Coup war Rot (die 27), es erfolgt der Einsatz auf Rot.

     5  
    32
        26
    27
         4
        15


    Es wird nun die 15 gezogen, der Einsatz verliert und der Saldo ist wieder bei ±0.

    Jetzt war der vorletzte Coup Schwarz (die 4), es erfolgt ein Satz auf Schwarz.

     5  
    32
        26
    27
         4
        15
        31


    Es erscheint die 31 und der Satz gewinnt somit, der Saldo ist wieder +1.

    Der vorletzte Coup war wieder Schwarz (die 15), es erfolgt ein erneuter Einsatz auf Schwarz.

     5  
    32
        26
    27
         4
        15
        31
        22


    Es wird nun die 22 gezogen, der Satz gewinnt und der Saldo beträgt nun +2.

    Der vorletzte Coup war nochmals Schwarz (mit der 31), es wird auf Schwarz gespielt.

     5  
    32
        26
    27
         4
        15
        31
        22
        17


    Es kommt die 17, der Einsatz gewinnt. Somit beträgt der Saldo +3 und das Spiel wird beendet.


    Beispiel III:

        24


    Es wird die 24 gezogen, der erste Einsatz auf Rot verliert somit, der Saldo ist -1.

    Es erfolgt ein sofortiger Systemwechsel, es ist allerdings ein weiterer Coup abzuwarten, sofern das Spiel bei Tischeröffnung begonnen wurde.

        24
    19


    Es erscheint die 19, damit ist der vorletzte Coup Schwarz (die 24), somit kann ein Einsatz auf Schwarz erfolgen.

        24
    19
         8


    Es kommt die 8, der Satz gewinnt und der Saldo beträgt nun ±0.

    Der vorletzte Coup war nun Rot (die 19), also erfolgt auch ein Einsatz auf Rot.

        24
    19
         8
        35


    Mit der 35 wird der Satz verloren und der Saldo beträgt jetzt -1.

    Da der vorletzte Coup Schwarz (mit der 8) war, erfolgt ein Satz auf Schwarz.

        24
    19
         8
        35
    12


    Auch dieser Satz verliert mit der 12, Der Saldo steht nun auf -2.

    Da nun zwei Jetons in Folge verloren worden sind, erfolgt ein Systemwechsel, es wird nun wieder drei mal Rot, drei mal Schwarz usw. gespielt.

        24
    19
         8
        35
    12
    27
    14
         2
        35
    21
        17
     9
    12
    25
     3


    Es werden die Nummern 27, 14, 2, 35, 21, 17, 9, 12, 25 und die 3 gezogen.

    Die ersten drei Sätze auf Rot bringen + + - (+1), so dass der Saldo nun bei -1 steht. Die nächsten drei Einsätze auf Schwarz erbringen + - + (+1), der Saldo beträgt hier ±0. Die nächsten drei Einsätze bringen allesamt Plus, so dass nun der Saldo +3 beträgt und das Spiel beendet werden kann.
    Nicht der Beginn wird belohnt, sondern einzig und allein das Durchhalten.
  3. #3
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    Standard Der Systemwechsel

    Man kann den Systemwechsel auch auf andere Chancen vollziehen, beispielsweise kann man zwischen den Einfachen Chancen und den Drittelchancen oder TVS usw. wechseln.

    Interesant ist aber auch der Wechsel zwischen Systemen, die jeweils auf bestimmte Kesselsektoren abzielen. Man wählt dabei drei Kesselsektoren aus, welche man auch annoncieren kann:

    • Die Kleine Serie mit den Nummern 27, 13, 36, 11, 30, 8, 23, 10, 5, 24, 16 und der 33. Dabei werden die Chevaux 5/6, 10/11, 13/16, 23/24, 27/30 und 33/36 abgedeckt, es ergibt sich hieraus ein Einsatz von insgesamt 6 Jetons.

    • Die Orphelins mit den Nummern 1, 6, 9, 14, 17, 20, 31 und der 34. Dabei wird jeweils 1 Einsatz-Jeton auf die Chevaux 6/9, 14/17, 17,20 und 31/34 und ein Jeton auf die Plein-Nummer 1 gespielt, zusätzlich, um insgesamt 6 Jetons Einsatz wie bei der Kleinen Serie zu erhalten, ein Jeton auf das Cheval 22/25.

    • Das Zerospiel mit den Nummern 15, 32, 0, 26, 3, 35 und der 12, es werden dabei die Chevaux 0/3, 12/15, 32/35 sowie die zum Zero-Spiel gehörende Plein-Nummer 26, plus die zusätzlichen Plein-Nummern 4 und 19 gespielt. Es sind somit insgesamt wiederum 6 Jetons Einsatz erforderlich.


    Das Spiel beginnt mit der Kleinen Serie, nachdem eine Nummer dieses Sektors erschienen ist. Es wird dann maximal fünf mal gespielt, ist der Saldo nach diesen fünf Sätzen im Minus, wird auf das zweite Spiel, den Orphelins, gewechselt.

    Das Spiel auf die Orphelins beginnt dann ebenfalls, nachdem eine Nummer dieser Gruppe erschienen ist, es wird ebenfalls maximal fünf mal gesetzt. Ist der Gesamtsaldo nach diesen fünf Einsätzen im Plus, wird das Spiel beendet, andersfalls wird auf das Zerospiel gewechselt.

    Auch diese Einsätze werden erst getätigt, nachdem eine Nummer dieses Kesselsektors erschienen ist, und es wird ebenfalls maximal fünf mal gespielt. Wenn der Gesamtsaldo nach diesen fünf Einsätzen im Plus ist, wird das Spiel beendet, falls der Gesamtsaldo im Minus ist, wird wieder bei den Orphelins das Spiel weiter geführt.

    Bei diesem Spiel auf Kesselsektoren wird das Verlustlimit bei 50 Jetons angesetzt, ein Spiel ist dann beendet, wenn der Gesamtsaldo im Plus ist.

    Man kann natürlich auch andere Kesselsektoren als diese drei erwähnten bespielen. Noch bessere Ergebnisse können mit dem Systemwechsel erzielt werden, wenn man den kurvenmäßpigen Verlauf beachtet.

    Alfred Till schreibt dazu, wie bereits oben schon erwähnt:

    »Der Rhythmus der Kugel verläuft regelrecht in Berg- und Talfahrt, wodurch die Serien, der schnelle Wechsel und somit die Plus- und Minus-Anhäufungen entstehen.

    Diese Regel gilt nicht nur für ein einzelnes Spiel, sie kann auch auf hintereinanderfolgende Spiele des selben oder auch des nächsten Tages angewendet werden.«


    Die hier vorgestellten Beispiele für eine Strategie mit einem Systemwechsel sollen als Anregung für eigene Experimente in diese Richtung verstanden werden und keine fix und fertigen Spielsysteme darstellen. Wichtig ist lediglich, dass das Prinzip des Systemwechsels verstanden wird.Es bleibt damit der Kreativität jede/r/s Einzelnen genügend Freiraum für weitere, eigene Entwicklungen.

    Besonders beachtet werden sollte jedoch:
    Jede/r, wer sich mit einem Spiel mit Systemwechsel auseinandersetzt und diesen in seine Strategie mit einbeziehen möchte, sollte vorher schon festlegen, wann ein Systemwechsel erfolgen soll. Man sollte nicht erst kurz vor dem Spielbeginn oder gar während des Spiels mit entsprechenden Überlegungen anfangen.
    Nicht der Beginn wird belohnt, sondern einzig und allein das Durchhalten.
  4. #4
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    Standard AW: Der Systemwechsel

    Hallo Merlin!

    Der Thread ist zwar schn etwas länger her, aber trtzdem danke für diesen Beitrag.

    Ich wollte auch mal meine Meinung zu einem Systemwechsel absondern.


    Für jemand, der den Casino Besuch als amüsanter Zeitvertreib betrachtet, und nicht regelmäßig spielt, kann ein Systemwechsel während des Spieles durchaus freude und auch den einen oder anderen größeren Gewinn bringen (z.b chancenwechsel von R/s auf Plein).
    Die Regelmässigkeit eines Systemwechsels(es kommt natürlich auch ein Stückweit auf das System an aber ich verallgemeiner es jetzt) wird aber genau die selbigen Plus Minus Phasen erleben wie ein einzelnes System. Wenn es gut läuft kann man mit einem Systemwechsel noch mehr abräumen als uhrsprünglich gedacht, wenn es schlecht läuft fährt man den totalverlust ein(wie es bei einem einzelnen System auch passieren kann, nur können die Verluste auch dppelt so hoch ausfallen, das kann natürlich variieren je nach dem auf was für ein System man spielt und wechselt). Wir wissen leider nie wann wir ins Spiel einsteigen und in welcher Phase der Plus Minus Kurve wir uns befinden. Dann doch lieber an einem System festhalten und Gewinne sowie auch Verluste begrenzen und versuchen es aus zu tarrieren. Das ganze dann nicht Zockeraffin gestalten und man fährt (so glaube ich) längerfristig weniger Verluste ein als bei einem Systemwechsel.


    Liebe Grüsse

    CeeN
  5. #5
    Merlin ist offline
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    Standard AW: Der Systemwechsel

    Hallo CeeN,

    ich möchte Deinen Worten, die sicherlich nicht falsch sind, folgendes anmerken:

    Wenn man in seine Spielweise einen Systemwechsel miteinbezieht, sollte man sich doch vorher etwas ausgiebiger mit dem Roulette beschäftigen. Denn nicht jedes System entspricht der persönlichen Mentalität eines Spielers, es muss ein jeder erst einmal für sich drei Roulette-Systeme finden, die seiner Persönlichkeit entsprechen.

    Sind diese Systeme dann gefunden, muss wie hier im Forum schon bechrieben der notwendige Kapitalaufwand für jedes dieser Systeme ermittelt werden. Hierbei wird man auch eine Grenze bemerken, ab der es schwieriger wird, wieder auf den Nullpunkt zurück zu kommen. An diesem Punkt sollte der Systemwechsel erfolgen, nicht erst, wenn das gesamte ermittelte Kapital für eiine Sitzung verspielt ist.

    Als Beispiel möchte ich anbringen:

    Ermittelt man für eines seiner Systeme einen Kapitalaufwand von 150 Jetons für eine Spielsitzung, so sollte nach dem Verlust von 50 Jetons ein Systemwsechsel in Betracht gezogen werden, nach einem weiteren Verlust von 25 Jetons, insgesamt 75 Jetons, sollte der Systemwechsel erfolgen.

    Natürlich ist es hierdurch keineswegs sicher, dass die verlorenen Jetons mit einem anderen System zurück gewonnen werden. Für das zweite gespielte System gelten dann die gleichen Bedingungen, wenn die Verluste anhalten.

    Im Idealfall sind die Systeme so gehlten, dass alle der Systeme bequem gebucht werden können, somit hat man möglicherweise schon eine Einscheidungsmöglichkeit, welches der Systeme im Ernstfall gespielt wird. Es gibt dann nicht so sehr der Fall der Regelmäßigkeit.

    Zitat Zitat von CeeN

    Wenn es gut läuft kann man mit einem Systemwechsel noch mehr abräumen als uhrsprünglich gedacht
    In diesem Fall würde ich keinen Systemwechsel anstreben, denn wenn es läuft, dann läuft es, ich sehe dann keine Notwendigkeit, einen Systemwechsel in Betracht zu ziehen. Habe ich die anderen Systeme mitgebucht, würde ich mir eher überlegen, zu dem gut laufenden System einige Einsätze mit einem zweiten System zusätzlich zu wagen.

    Gewinne begrenze ich seit einiger Zeit nicht mehr, habe ich mein Gewinnziel erreicht, riskiere ich entweder noch einmal einige Einsätze oder ich verlasse den Spieltisch. Dies ist abhängig von der Anzahl der gespielten Coups, habe ich mein Ziel schnell erreicht, spiele ich weiter, ich riskiere hierbei jedoch nicht mehr den gesamten Gewinn. Hat es einige Zeit in Anspruch genommen, bis ich das Ziel erreicht habe, dann lasse ich es gut sein. Im letzten Fall spiele ich auch nicht mehr mit einem anderen System weiter.

    Dieses sind so ungefähr meine Rahmenbedingungen, wenn ich einen Systemwechsel in Erwägung ziehe.

    Gruß

    Merlin
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  6. #6
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    Standard AW: Der Systemwechsel

    Hallo Merlin!

    Ich kann es aus deiner Sichtweise zwar nachvollziehen warum und wann für dich ein Systemwechsel in Frage kommt. Für mich allerdings wäre es keine Option.

    Wenn es läuft wechselst du dein System nicht, wenn es nicht läuft dann ja bedeutet bei 3 Systemen, das eines schonmal negativ läuft, da wir ja schwankungen in den systemen haben kann es doch auch gut passieren, das du vom einen Minus ins andere latschst. Wenn du ein System gefunden hast, mit dem du dich in einer gewissen regelmäßigkeit ins plus befördern KÖNNTEST, dann würde es ja auch aus deiner sicht wenig sinn machen ein system zu wechseln, da du ja weisst, dass du aus den Minusschwankungen hinaus kommen kannst.

    Starre Systeme werden auf Dauer nie funktionieren und die Bank wird mehr Gewinn einfahren als sie eigendlich vor hat. Systeme sollten lenkbar bleiben und nicht zu starr sein.

    Ein Pilot fliegt ja auch nicht gleichzeitig 2 Flugzeuge


    Liebe Grüsse

    CeeN
    Geändert von CeeN (11.06.2010 um 22:48 Uhr)
  7. #7
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    Standard AW: Der Systemwechsel

    Zitat Zitat von CeeN Beitrag anzeigen


    da wir ja Schwankungen in den Systemen haben kann es doch auch gut passieren, dass du vom einen Minus ins andere latschst.

    Starre Systeme werden auf Dauer nie funktionieren und die Bank wird mehr Gewinn einfahren als sie eigendlich vor hat. Systeme sollten lenkbar bleiben und nicht zu starr sein.
    Hallo CeeN,

    Das ist alles richtig. ....... ABER:

    Bei einem Experiment mit einer starren EC-Strategie notierte ich parallel meine persönliche Permanenz (oder was ich dafür halte) Die lief noch besch....eidener als mein EC-Ergebnis.

    Irgendwann hatte ich die Faxen dicke und spielte stur nach meiner p.P.
    Ich kam wieder aus dem Minus raus und stellte nebenbei fest, daß ich meistens genau das Gegenteil meiner ursprünglichen Strategie gespielt hatte.

    Gruß
    jason


  8. #8
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    Standard AW: Der Systemwechsel

    Hallo Jason!


    [QUOTE=jason;2881]Hallo CeeN,

    Das ist alles richtig. .......
    ABER:

    Bei einem Experiment mit einer starren EC-Strategie notierte ich parallel meine persönliche Permanenz
    (oder was ich dafür halte) Die lief noch besch....eidener als mein EC-Ergebnis.

    - Es gibt ja auch Leute die behaupten, es gäbe ein schlechtes System, nur wie soll es denn ein schlechtes System geben, wenn ich auch tempörär durch gut glück gewinnen kann??
    Ich bin mir absolut sicher, dass ein Martignalspieler heftige verluste einfahren kann /wird entweder einer gewissen zeit oder eben früher. Er gewinnt aber auch und wenn er nun sein Gewinnziel Verlustziel limitiert und verantwortungsvoll spielt (wie das jetzt genau aussieht muss jeder für sich selbst rausfinden), kann er auch passabel spielen.

    Grundsätzlich gilt für mich, es gibt kein schlechtes System: es gibt jedoch genug Leute, die Ihre Systeme schlecht spielen, weil sie eben glauben durch die Sturheit zu gewinnen (und da sind schon genug Leute dran gescheitert und es werden auch zukunftig Leute scheitern).


    Irgendwann hatte ich die Faxen dicke und spielte stur nach meiner p.P.
    Ich kam wieder aus dem Minus raus und stellte nebenbei fest, daß ich meistens genau das Gegenteil meiner ursprünglichen Strategie gespielt hatte.


    - Ich kenn deine Strategie nicht und es wäre sehr vermessen von mir, da genauer eine Aussage zu treffen aber im Prinzip ist es ja auch das was ich sage, du hast eben nicht Stur weiter gespielt sondern das Pferd dann wieder von der anderen Seite aufgesattelt und wenn dies ja über jahre ansehliche Gewinne erzielt hast du was für dich persönlich gefunden was funktioniert. Da muss ich auch Merlin recht geben, das man es für sich selbst ermitteln muss was passt und was nicht passt. Sprich: Welcher Spielertyp ist man? wo sind die stärken? halte ich auch mal mehrere Stunden Verluste durch? so kann man sich schon sein Individuelles System zusammenbasteln

    Allerdings befürworte ich einen Systematischen Ansatz, allerdings muss der dann auch greifen und auf die Gesetzmäßigkeiten des Roulettes abgestimmt sein.

    Auch das ein Systemwechsel funktionieren kann streite ich nicht ab (habe ledeglich einen Witz mit dem Piloten und dem Flugzeug losgelassen) nur ich würde es halt für mich persönlich nicht in Erwägung ziehen. Es kommt halt immer auf die Person selbst an.


    Liebe Grüsse

    CeeN
  9. #9
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    Standard AW: Der Systemwechsel

    Huhu

    Zitat Zitat von jason

    meine persönliche Permanenz (oder was ich dafür halte)
    Also das taet' mich jetzt schon int'ressieren, was Du fuer die persoenliche Permanenz haelst, wie das bei Dir aussieht und wie Du die dann bespielt hast. Kann mer vielleicht in 'nem Extra-Thema schwaetzen..........

    Zitat Zitat von CeeN Beitrag anzeigen

    Wenn es läuft wechselst du dein System nicht, wenn es nicht läuft dann ja bedeutet bei 3 Systemen, das eines schonmal negativ läuft, da wir ja schwankungen in den systemen haben kann es doch auch gut passieren, das du vom einen Minus ins andere latschst.
    Das stimmt natuerlich schon, aber:
    1. Kann mer das auch mal so betrachten wie beim Spiel auf drei EC's gleichzeitig:
      Eine laeuft gut, eine normal, eine schlecht.

      Auf 's Roulette zum Systemwechsel uebertragen heisst das dann nix and'res, dass mer eben aus Versehen mit dem System angefangen hat, das Verlust produziert. 's naechste System kann dann schon wieder 'n leichtes Plus produzieren, 's dritte laeuft im Idealfall dann so gut, dass die Verluste mehr als ausgeglichen werden.

      Natuerlich kann mer auch mal Pech haben und keines der Systeme laeuft gut, dann warste einfach zur falschen Zeit am falschen Ort..............

    2. Nehmen wir einfach mal den armen Martingale-Held, der mit 100 Chips in's Casino kommt. Lass' ihn einfach mal 10 Chips gewinnen, ob jetzt schweisstreibend oder nicht ist egal. Jetzt kommt der
      Punkt, an dem er 63 Chips in den Sand gesetzt hat, den naechsten Satz kann er schon gar nicht mehr machen. Wenn er weiterspielen will, bleibt ihm gar nix and'res als so 'ne Art Systemwechsel mehr uebrig, auch wenn er seinen Marsch nicht aendert, so aendert er doch seine Progression. Schlauerweise stellt er auf 's Gegenteil der Martingale um, er spielt halt 'n Paroli............

      Letzten Endes macht er eigentlich nix and'res als sich der Tendenz apassen, sein Spiel laeuft nicht (er hat's aber erst zu spaet bemerkt...............), also passt er sich an, wenn auch gezwungenermassen............

      Wenn so jemand diesen Verlust, der ihm hoffentlich nicht weh tut, als Lehrgeld Verlust sein laesst und sich 'n paar Gedanken macht, dann wird er irgendwann hoffentlich 'n guter Tendenzspieler...........

      Das, was hier als Systemwechsel beschreiben ist, ist im Prinzip nix and'res als der Vorlaeufer zum Tendenzspiel................

    Zitat Zitat von CeeN Beitrag anzeigen

    Ein Pilot fliegt ja auch nicht gleichzeitig 2 Flugzeuge
    Das zwar nicht, ich vergleich' das immer lieber mit den beruehmten Hochzeiten. Auf zwei Hochzeiten gleichzeitig kannste nicht sein, aber auf der einen Hochzeit essen und auf der and'ren spaeter tanzen, das geht...............

    Oder wie sagen wir gebuertigen Schwaben auch gern:

    Wenn einer isst, iss mit,
    Wenn der zweite trinkt, dann trink mit,
    Wenn der dritte schafft, lass 'n schaffen...............

    bis denne

    liebe Gruesse

    Danny

    Everything will be ok in the end ...
    if it's not ok ... it's not the end!
  10. #10
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    Standard AW: Der Systemwechsel

    Hy Danny!

    Das stimmt natuerlich schon, aber:
    1. Kann mer das auch mal so betrachten wie beim Spiel auf drei EC's gleichzeitig:
      Eine laeuft gut, eine normal, eine schlecht.
      Ich glaube ich benutze jetzt deine Worte die du mal in einem Thread geschrieben hattest, dass die gute EC´s meistens nicht die schlechte und neutrale EC rausreisst (zumindestens nicht im gleichsatz). Es kommt halt stark auf wie der Systemwechsel erfolgt wie du ja weiter unten beschrieben hast ( Das Bsp. mit der Martignale und Paroli) ansonsten ist deinem Sprichwort nur beizupflichten. Grüsse CeeN

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