Douzaine ist ein altes Roulette-System, welches ursprünglich auf den Dutzenden gespielt wurde. Es kann jedoch ebenso gut auf den Kolonnen angewendet werden, auch in Verbindung mit den Dutzenden. Ich habe dieses System selbst einige Zeit zu meiner Roulette-Anfangszeit gespielt, anfangs mit Erfolg, als dann der Rücklauf einetzte, der unaufhörlich erschien. Es handelt sich um ein einfach zu spielendes System.
Das Douzaine-System basiert auf dem Gesetz des Ausgleichs, der Equilibre, es wird also im Verlauf des Spiels davon ausgegangen, dass sich die Drittelchancen innerhalb eines gewissen Zeitraumes zumindest annähernd ausgleichen werden.
Douzaine wird auf zwei Dutzende/Kolonnen gespielt, mit unterschiedlich hohem Einsatz auf jeder Chance.
Anhand der folgenden kleinen Tabelle soll das Spiel auf den Dutzenden erklärt werden, die Erklärung gilt natürlich für die Kolonnen gleichfalls. Ein Buchungsblatt für das praktische Spiel hat denselben Aufbau, möchte man auf Dutzende/Kolonnen gleichzeitig spielen, muss noch eine Spalte für die Kolonnen untergebracht werden.
Coup Perm. Dutzend Saldo I II III - + 1 35 1 2 30 2 3 22 1 4 35 3 5 33 4 5 6 13 2 2 7 6 1 6 8 33 5 5 9 9 2 5 10 24 3 3 11 17 4 1 12 18 5 1 13 18 6 3 14 20 7 5 15 9 3 8 Saldo 19 25
Es werden vier Coup Vorlauf benötigt, diese können aus der Permanenzanzeige übernommen oder auch abgewartet werden.
Im Beispiel ist im ersten Coup die 35 aus dem 3. Dutzend erschienen. Es wird in der Spalte III, welche das 3. Dutzend repräsentiert, die Zahl 1 notiert.
Im zweiten Coup ist die 30 ebenfalls aus dem 3. Dutzend erschienen, es wird nun die Zahl 2 für das 3. Dutzend notiert.
Im dritten Coup ist die 22 aus dem 2. Dutzend erschienen, es wird wieder die Zahl 1 notiert, dieses Mal in der Spalte für das 2. Dutzend.
Im vierten Coup erschien erneut die 35, es wird für das 3. Dutzend eine 3 notiert.
Nun wird zusammenefasst, bisher ist das 3. Dutzend drei mal erschienen, das 2. Dutzend erschien bislang ein mal, während das 1. Dutzend noch gar nicht erschienen ist.
Es wird von hier ab mit dem Einsatz begonnen, da auf einen kurzfristigen Ausgleich spekuliert wird, setzt man auf die beiden zurück gebliebenen Dutzende. Das Verhältnis der Höhe der Einsätze entspricht der Differenz zwischen dem am häufigsten erschienenen Dutzend und den zurück liegenden Dutzenden. Es werden also auf das 1. Dutzend drei Jetons gespielt (3 - 0), auf das zweite Dutzend werden zwei Jetons gesetzt.
Im 5. Coup ist die 33 aus dem 3. Dutzend erschienen, es wird in die Splate für das 3. Dutzend eine 4 eingetragen, in die Minus-Spalte werden die 5 verlorenen Jetons notiert. Für den nächsten Coup werden 4 Jetons auf das 1. Dutzend gespielt, auf das 2. Dutzend werden 3 Jetons gespielt.
Es ist im 6. Coup die 13 erschienen, es wird somit in die Spalte für das 2. Dutzend eine 2 eingetragen. In die Spalte Plus für den Saldo werden 2 Gewinnstücke vermerkt, es wurden auf dem 2. Dutzend 6 Jetons gewonnen, während auf dem 1. Dutzend 4 Jetons verloren wurden. Für den 7. Coup werden nun 4 Jetons auf das 1. Dutzend gesetzt, auf das 2. Dutzend werden 2 Jetons gespielt.
Es ist nun die 6 aus dem 1. Dutzend erschienen, in die Spalte für das 1. Dutzend wird eine 1 notiert, in die Plus-Spalte des Saldos wird die Differenz zwischen 8 Gewinnstücken auf dem 1. Dutzend und den 2 Verluststücken auf dem 2. Dutzend, also 6 Gewinnstücke eingetragen. Es werden auf das 1. Dutzend 3 Jetons, auf das 2. Dutzend 2 Jetons gespielt.
Nun ist im 8. Coup die 33 erschienen. Es wird für das 3. Dutzend eine 5 notiert, in der Minus-Spalte des Saldos werden 5 Verlustjetons notiert. Es werden nun 3 Jetons auf das 1. Dutzend und 1 Jeton auf das 2. Dutzend gesetzt.
Die Ausführungen bis hierhin dürften ausreichen, um den Verlauf des Spiels nachvollziehen und in der Praxis anwenden zu können, welche Chancen mit welchem Einsatz zu spielen sind.
Im Beispiel, welches über 15 Coups reicht, wurden 6 Jetons Gewinnüberschuß erzielt, ein relativ gutes Ergebnis bei einem überschaubaren Umsatz und Kapitalaufwand. Somit erscheint das Roulette-System Douzaine recht gut durchdacht, jedoch muss auch hier eine Verlustgrenze gesetzt werden, denn nicht immer neigen die Drittelchancen auf eine solch kurze Spieldistanz zu einem kurzzeitigen Ausgleich. Vielmehr kann das führende Durzend ein langfristiger Favorit sein.

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