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Poker News

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    Standard Poker News

    Bots und Betrüger - PokerStars reagiert


    Pokerschule oder Kollusion - der Übergang kann fließend sein. Autor: Dirk Oetzmann


    Mindestens ein Dutzend identifizierte Bots und ein ganzer Betrügerring chinesischer DoN-Spieler sind in den letzten Wochen auf PokerStars aufgeflogen. Ist das Problem jetzt gelöst?

    Wie so oft waren es Mitglieder des 2+2-Forums, die die Unregelmäßigkeiten zuerst entdeckten. Am 13. Juli 2010 beschrieb ein Forist drei PokerStars-Spieler, die praktisch identische Spielweisen und Gewinnraten aufwiesen. Alle spielten eine ähnliche Zahl von Händen auf NL200, wiederholten dasselbe danach gleichzeitig auf NL100 und dann noch einmal auf NL50.




    Es zeigte sich schnell, dass dies nicht die einzigen merkwürdigen Spielmuster waren. Die Sicherheitsabteilung nahm sich der Hinweise an und identifizierte in den kommenden Wochen insgesamt zwölf Bots, die nicht nur über $80.000 Profit erspielt, sondern daneben auch noch deutlich mehr Rakeback generiert hatten. Zehn dieser Namen sind hier auf den Poker Table Rankings zu finden. Ihre Bilanzen sind noch immer öffentlich zugänglich.
    PokerStars hat die $80.000 an mehrere hundert geschädigte Spieler erstattet, Rake wurde davon allerdings ausgenommen. Obwohl dies verständlicherweise für Unmut bei den regelmäßigen PS-Spielern gesorgt hat, dürfte es schwierig sein, genau aufzuschlüsseln, wer um wie viel Prozent des Rakes in welcher Hand betrogen wurde. Eine exakte Kompensation jedes einzelnen Beteiligten ist ein Ding der Unmöglichkeit.
    Bereits im Mai wurde der Verdacht bestätigt, dass eine nicht näher bestimmte Zahl von Spielern aus Russland, China und Vietnam in den DoN (Double or Nothing) Sit-and-Go-Turnieren betrog. Allein 49 chinesische Spieler wurden der gemeinsamen Kollusion überführt und ausgeschlossen. Die geschädigten Spieler erhielten eingesetzte Gelder zurück.
    Es geht an dieser Stelle nicht um die Integrität asiatischer Spieler, es fiel vielmehr einer Reihe von PS-Spielern auf, dass in den DoN-SnG der Anteil an Spielern z. B. aus China weit über dem Durchschnitt lag. Teilweise saßen bis zu sechs Spieler des Rings in einem einzigen 10-player-DoN.



    Eine Reihe von ihnen gehörte offenbar einer chinesischen Pokerschule in der Stadt Hua Zhou an, die PS-Sprecher Jeff schon im Dezember letzten Jahres bei 2+2 erwähnte. Dort werden nicht nur Seminare angeboten, sondern auch zahlreiche Computer in einem einzelnen Raum zur Verfügung gestellt, an denen die Pokerschüler lernen sollten. Offenbar kam der Betreiber - ein PS-Affiliate - seiner Pflicht, darauf zu achten, dass der Pokernachwuchs nicht an denselben Tischen spielte und sich gegenseitig half, nicht genügend nach.
    DoN-SnG sind für Kollusion besonders anfällig, weil ein wenig Softplay in Bubble-Nähe vollkommen ausreicht, um sich einen Vorteil zu verschaffen. Es ist also keineswegs ein Betrug in der Dimension des UB-Skandals notwendig, bei dem so genannte Superuser alle Hole Cards der einzelnen Spieler sehen konnten.
    Vielmehr reichen gelegentliches Whipsawing, Chipdumping und Softplay, um auf lange Sicht bessere Ergebnisse zu erzielen. Whipsawing bedeutet, einen Spieler ständig von zwei Seiten durch Raises und Re-Raises anzugreifen. Unter Chipdumping versteht man absichtliches Verlieren von Chips, häufig durch einen Limp-Fold auf eine unbedeutende Bet hin, die nicht durch Odds zu rechtfertigen ist, während Softplay eine besonders defensive Spielweise bezeichnet, bei der man beispielsweise verabredet, ein All-in des Komplizen generell nicht zu bezahlen. Für diese Art des Betrugs ist also weder spezielle Software noch ein Superuser-Account vonnöten.






    Angesichts der Häufung derartiger Vorkommnisse bei PokerStars wuchs gerade unter den regelmäßigen Besuchern der immer noch bei Weitem größten Pokerplattform in der jüngeren Vergangenheit die Befürchtung, PS sei nicht in der Lage, den vielen Formen des Betrugs Herr zu werden. Verstärkt wurde dieser Verdacht auch dadurch, dass dort plötzlich mehrere Mitarbeiter für die Sicherheitsabteilung gesucht wurden.
    Obwohl die aufflammende Panik durchaus verständlich ist, gilt es hier jedoch, auch die Sichtweise der 2+2-Community zu hinterfragen und die richtigen Fragen zu stellen: Ist die Zahl der entdeckten Falschspieler in diesem Jahr ein Beleg dafür, dass immer mehr Betrüger PS vor unlösbare Probleme stellen und Online-Poker damit nicht mehr sicher ist, oder zeigt sich vielmehr, dass das Sicherheitssystem von PS im Gegenteil sehr gut funktioniert, da Bots und Kollusion nichts Neues sind und sicher nicht nur bei PS ihr Unwesen treiben?
    Hört man deshalb kaum von ähnlichen Machenschaften auf kleineren Netzwerken bzw. unabhängigen Plattformen, weil es dort keine Betrugsversuche gibt - was wie gesagt höchst unwahrscheinlich erscheint - oder weil sie dort gar nicht erst entdeckt werden?
    Betrugsversuche wird es auch weiterhin geben. Wie werden die Spieler wirksam geschützt?
    PokerStars hat inzwischen über zwei Millionen Dollar Entschädigung bezahlt und ein neues Softwaretool entwickelt, dass mehrere Teilnehmer aus einer bestimmten Region oder einem bestimmten Land in den DoN-SnG verhindern soll.
    Bei allem Respekt gegenüber der Aufmerksamkeit und dem Scharfsinn einiger 2+2-Aktivisten, die unermüdlich analysieren und damit teilweise erstaunliche Ergebnisse erzielen, über das wahre Ausmaß der Betrugsversuche kann man nur spekulieren. Am 19. Juli schrieb Sicherheitsmitarbeiter „PokerStarsJeff" in dem Thread zu den entdeckten Poker-Bots:
    „Der Großteil der von uns entdeckten und entfernten Bots wird ohne Hilfe der Spieler erkannt. Allein in den letzten vier Monaten haben wir über 8000 verdächtige Spieler überprüft und dabei 258 Bots entdeckt und entfernt. „
    Quellen: 2+2-Thread Poker-Bots, 2+2-Thread DoN-Kollusion, Eintrag von PokerStarsJeff
  2. Folgendes Mitglied bedankt sich bei CeeN für obigen Beitrag:

    jason (11.09.2010)

  3. #2
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    Standard AW: Poker News

    888 - Neue Software und Werbeoffensive


    888.com führt neue 3D-Software mit umfassender Werbekampagne ein. Unter den Angeboten: Bonus auch ohne Einzahlung, Reisen nach Las Vegas, Prag und Monte Carlo, $10k Freerolls, Laptops, Turniertickets uvm.


    Vor einigen Wochen groß Angekündigt, ist die neue Software „Poker 6" von 888.com inzwischen aktiv. Über 100 neue Funktionen, darunter verbesserte Multi-Tabling und Hand History Optionen sowie die 3D-Grafik sind die Hauptmerkmale. Und weil für eine solche Runderneuerung auch eine Party fällig ist, greift man bei 888 jetzt in die Schatzkiste.
    Die Angebote im Überblick:


    Registrierungsbonus
    Im Unterschied zum Einzahlungsbonus bekommt man diesen schon, wenn man sich überhaupt nur einen Account anschafft. $8 fließen dafür auf das Konto, und das ist schon fast genug, um sich für das „Play different" $10k Freeroll zu qualifizieren (siehe unten, Sit and Go, Go, Go).




    Reisen für drei nach Las Vegas, Prag oder Monte Carlo
    Die beiden Gewinner der „$1 Paradise" Turniere fliegen nach Vegas, Prag oder Monaco. Flug, Hotel und $1000 zum verprassen sind inbegriffen. Die beiden Turniere finden am 10. und 24. Okt. um 20 Uhr statt.


    8 Turniere, 8 Cent Buy-in, 160 Preise

    Wer sagt denn, dass die Sachpreisturniere tot sind? Die Gewinner jedes Turniers erhält einen 3D Laptop, Platz 2 ein iPad, die Plätze 3-10 werden mit $100 Einkaufsgutscheinen belohnt, und für die Plätze 11-20 liegen Turniertoken für das sonntägliche „Sunday Challenge" mit $50k garantiertem Preispool bereit.
    Außerdem spielen die besten 100 im $10k „Play different" freeroll. Die Turniere findet man unter dem Namen „Big 8c" in der Lobby. Termine: 4., 6., 11., 13., 18., 20., 25., 27. Okt., jeweils um 20 Uhr.


    Wer Freunde hat, braucht auch einen Tisch

    Zusätzlich zum 888 Refer-a-friend-bonus von $50 für den Werber und $25 für den Angeworbenen verschenkt 888 ein Chip Set für jeden, der fünf Freunde anwirbt. Wer es schafft, sogar zehn Leute zu 888 zu bringen, erhält dafür gleich einen ganzen Pokertisch.


    Sit and Go, Go, Go!

    Es gibt noch eine Möglichkeit, sich für das $10k "Play different" Freeroll zu qualifizieren. Dafür muss man nicht mehr tun als 10 SnG innerhalb einer Woche zu spielen. Spielen, nicht gewinnen. Das Buy-in muss mehr als einen Dolar betragen, und es müssen shorthanded Turniere (6-max) gespielt werden. Der Zeitraum: Freitag 1.00 Uhr bis Donnerstag 0:59 Uhr.


    (Autor: PokerListings.de)
  4. #3
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    Standard AW: Poker News

    Berlins spannendster Spielplatz - ohne Croupiers



    Das Casino Berlin - jetzt am neuen Standort
    Pünktlich zum 20-jährigen Bestehen wandert das Casino Berlin vom obersten Stock des Park Inn Hotels am Alexanderplatz direkt zum Fuß des Berliner Fernsehturms. Nach vier Eröffnungstagen wird der Umzug heute pünktlich 18:00 Uhr mit einer großen Einweihungsparty und einem bunten Unterhaltungsprogramm rund ums Thema "Street Art" zelebriert. Eins werden die Besucher vorerst allerdings nicht zu sehen bekommen: Croupiers. Kritiker fürchten nun, dass das klassische Spiel - darunter auch Poker und Roulette - komplett automatisiert werden soll.

    Die Message war nicht zu übersehen. Absolut „einzigartig" sei der Event gewesen, jubelte Casino-Direktor Kay-Uwe Rose am vergangenen Wochenende, so etwas habe es bisher noch nicht gegeben. Die Arie galt nicht etwa einem Pokerturnier, oder einem Geschicklichkeitswettbewerb, sondern dem Finale des ersten bundesweiten Automatenturniers. 400 Zocker aus dem ganzen Bundesgebiet hatte der Event angezogen. Das Großereignis war zugleich der Startschuss für die Neueröffnung des Casino Berlin am Fernsehturm.
    Vollmundig war der Umzug des Casino Berlin vom obersten Stock des Park Inn Hotels am Alexanderplatz in den Fuß des Berliner Fernsehturms angekündigt worden. „Es ist der spannendsten Spielplatz der Hauptstadt", so Kay-Uwe Rose. Und der Geschäftsführer von WestSpiel Lutz Wieding setzte noch einen drauf: „Zwei Ebenen für Raucher und Nichtraucher, das klassische Spiel und Slot Machines an einem Ort. Und der Gebäudekomplex unterm Fernsehturm wird durch anstehende aufwendige Sanierungsarbeiten noch attraktiver auch für ausländische Gäste. Damit haben wir ein Casino in der Hauptstadt, was es so noch nicht gab."
    In der Werbung steht: „195 Slot Machines, American Roulette an vier Tischen, zwei Black- Jack-Tische und zwei Pokertische geben dem Casino Flair und Größe." Die Wahrheit ist: gleich nach dem Eingang, wo an zwei Rezeptionen die Ausweisdaten aufgenommen werden erwartet einen das angekündigte Bimmeln, Schluchzen, Schreien und Jubilieren unzähliger Slotmachines der neuesten Generation, Hybridroulette-Inseln mit echtem Rouletterad, zwölf Bedienerbildschirmen und - kein Croupier.

    Dann kommt ein bisschen mehr Licht und der Aufgang in den zweiten Stock. „Poker-Mekka" steht da zu lesen. Das klassische Spiel ist also in der oberen Etage untergebracht. Doch auch hier im Obergeschoss stehen Automaten. Weit und breit kein Spieltisch zu sehen. Dafür einsame Bistrotische, an denen niemand sitzt. Auch keine Croupiers.
    In einer Pressemitteilung der Duisburger WestSpiel Gruppe heißt es dazu: „Das Casino Berlin zieht vorerst ohne Croupiers um. Der Umzug des „Klassischen Spiels", also Roulette und Poker, müsse ausgesetzt werden, da Arbeitgeber und Betriebsrat sich nicht in Fragen der Videoüberwachung der neuen Räume hätten einigen können."
    Ob Casino-Besucher in den neuen Räumen am Fernsehturm jemals an Roulette- oder Pokertischen, an denen Croupiers arbeiten, spielen werden, ist unklar. „Wir stehen vor einer völlig neuen Situation", sagte WestSpiel Sprecher Mahlmann. Die betroffenen Mitarbeiter bezögen während der Freistellung von ihrer Arbeit weiter Lohn.
    Die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di verurteilte das Verhalten der Geschäftsleitung „auf das Schärfste". Die Arbeitgeber machten unter fadenscheiniger Begründung wahr, was bei den laufenden Tarifverhandlungen bereits ausgesprochen worden sei. „Das klassische Spiel soll automatisiert werden", sagte der ver.di-Chef für Finanzdienstleistungen, Frank Wolf. „Das heißt weniger Mitarbeiter, dafür mehr Automaten." ver.di zufolge wurden 35 Casino-Mitarbeiter von der Arbeit freigestellt.
    Am 1.10.2010 war auf „isa-guide.de" folgende Information aus ver.di Gewerkschaftskreisen zu lesen: 
"Das Entsetzen in der Belegschaft im Casino Berlin ist riesig", so Bernhard Stracke von der Bundeskoordinierung Spielbanken von der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di). Die Beschäftigten bangen um ihre Arbeitsplätze.
Nach Informationen von ver.di wird mit der Eröffnung des Casinos Berlin am neuen Standort ab dem 03.10.2010 kein klassisches Spiel mehr angeboten. „Den Beschäftigten aus diesem Bereich wurde am 30.09.2010 mitgeteilt, sie seien vorerst von der Arbeit unter Bezahlung freigestellt", so Stracke.
    Diese Information passt ins Bild. Die Eröffnung des neuen Casinos am Alex war für August 2010 angekündigt, unter anderem mit einer großen Pokerturnierwoche. Davon hat man sich sang- und klanglos verabschiedet. Den Qualifikanten für die Turnierwoche wurden bereits ihre gewonnenen Buy-In Beträge ausgezahlt.
    Die Eröffnung hat sich um knapp zwei Monate verzögert - offiziell wegen Schwierigkeiten bei den Umbaumaßnahmen.
    Nun wird es heute also mit zweimonatiger die große Eröffnungsparty geben. Vom „spannendsten Spielplatz Berlins" ist man nach den Querelen um das klassische Spiel momentan noch Meilen entfernt.
    Falls die Verantwortlichen allerdings den „spannendsten Automatenspielplatz Berlins" gemeint haben, dann haben sie mit dem ersten bundesweiten Automatenturnier schon mal einen Meilenstein gesetzt.
    An den Pokerspielern der Hauptstadt dürfte diese News allerdings wirkungslos vorüber wehen.
    Weitere Informationen zum Casino Berlin unter www.westspiel.de


    Autor Christian Henkel/Quelle: Pokerzeit.com
  5. #4
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    Standard AW: Poker News

    Soft oder nicht soft, das ist hier die Frage



    Eine Studie soll klären, welche Online-Pokerseite am „softesten", also am profitabelsten ist. Die Ergebnisse sind fragwürdig.

    Eigentlich hört sich das Konzept für die Studie sinnvoll an: Man nehme eine riesige Datenbank und filtere den Anteil der gewinnenden Spieler heraus. Dann ermittelt man die Zahl der gewinnenden Spieler pro Tisch, und schon weiß man, wo das Geld am lockersten sitzt.
    Die Studie erschien bei PTR, die fraglos über eine gewaltige Datenmenge verfügen. Als Grundlage dienten 50.000 Hände pro Spieler. Wer über diese Spielzeit in der Lage war, nicht nur die Gegner, sondern auch das Rake zu schlagen, wurde als „winning player" definiert.

    Gewinner pro Anbieter in Prozent.


    Die Ergebnisse sehen Sie links. Es zeigt sich, dass fast alle großen Seiten sich in einem ähnlichen Bereich bewegen: zwischen 6 und 18%. Ausnahme ist allein PartyPoker. Der ehemalige Marktführer liegt fast über die gesamte Zeitperiode deutlich unterhalb der anderen Seiten. Ist dies der Anbieter, bei dem es am schwierigsten ist, Geld zu verdienen?
    iPoker und Bodog zeigen größere Ausschläge nach oben, und PokerStars weist von allen die gleichmäßigste Funktionskurve auf. Grund dafür ist das besonders große Spieleraufkommen bei PS. Bei häufig über 200.000 Spielern gleichzeitig würde es nicht einmal auffallen, wenn sich gleichzeitig mehrere tausend „losing player" ein- bzw. ausloggen.
    Allerdings gibt diese Statistik zwar Aufschluss über eine Anzahl "n" virtuelle Spieler, aber nicht darüber, wie viele Spieler dafür tatsächlich verantwortlich sind. Da gerade „Regs", also regelmäßige Spieler häufig an mehren Tischen gleichzeitig sitzen, können 10.000 Spieler an den Tischen also auch von nur 1000 Personen generiert werden.
    Hinzu kommt, dass die Anbieter die Zahl der gleichzeitig spielbaren tische unterschiedlich behandeln. Manche Anbieter lassen 6-10 Tische zu, PokerStars nicht weniger als 24. In einer zweiten Zählung gibt PTR den Anteil der gewinnenden Spieler pro Tisch an.

    Gewinner pro Anbieter pro Tisch.


    PokerStars setzt sich hier deutlich von den anderen Seiten ab. Um die 30% der Spieler am Tisch sind langfristige Gewinner! Auch hier schlägt das Multi-Tabling massive zu. Ein Profi, der keine Schwierigkeiten damit hat, auf niedrigen und mittleren Limits zu gewinnen, kann dies oft auch an 15 Tische gleichzeitig. Das verzerrt zwar die Statistik, zeigt aber trotzdem, dass die durchschnittliche Spielerqualität bei PokerStars relativ hoch ist.
    Wieder findet sich PartyPoker am unteren Rand des Schaubilds. Trotz bis zu 12 möglichen Tischen simultan sind nur 6-15% der Spieler an den Tischen Gewinner. Die Schlussfolgerung: PartyPoker ist der Anbieter, bei dem einem wie im Schlaraffenland die gebratenen Tauben in den Mund flattern. Um bei PS bestehen zu können, sollte man dagegen zumindest Semi-Profi sein.
    Obwohl die Daten von PTR unbestreitbar aussagekräftig sind, werden hier einige Faktoren außer Acht gelassen: Ohne Frage ist das Reg-Aufkommen bei PokerStars besonders hoch. Gleichzeitig ist aber auch die Gesamtspielerzahl die höchste. Dadurch relativiert sich der Anteil der besonders spielstarken Gegner.
    Spieler, die sich hauptsächlich auf den niedrigen Levels aufhalten, können sich indes trösten. Winning Regs machen einen großen Teil ihres Profits zwar auf den niedrigen Levels, spielen aber auch auf mittleren und hohen. Da sich dort dann mehrheitlich Gewinner aufhalten, steigt der durchschnittliche Anteil der gewinnenden Spieler ebenfalls an. Die Chancen, auf gleichwertige oder schwächere Gegner zu treffen, stehen deshalb auch bei PokerStars sehr gut.



    Glaube keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast." - Winston Churchill

    Die Kurve von PartyPoker wird dagegen deutlich verfälscht. Dort besteht für Vielspieler die Möglichkeit, den Spielernamen alle 30 Tage zu verändern, was von zahlreichen Spieler auch tatsächlich genutzt wird, um den Gegnern das Sammeln von Informationen zu erschweren. Dadurch erreichen viele Spieler die Zahl von 50.000 Händen nicht, die PTR als Grundlage seiner Studie angelegt hat. Die Qualität ist bei PartyPoker höher, als die Kurve in der Statistik oben vermuten lässt.
    Außerdem liegt das Rake bei PartyPoker etwas über dem von PokerStars und Full Tilt, was die Zahl der gewinnenden Spieler automatisch schrumpfen lässt. Spieler, die auf lange Sicht bei Full Tilt eine Gewinnrate von 0,5 BB/100 hands haben, stehen bei PartyPoker auf der Verliererseite.
    Die Schlussfolgerung von PTR, dass PartyPoker die „softeste" aller Pokerseiten sei, greift allerdings deutlich zu kurz. Wenn ein Anbieter wenige Gewinner hat, muss es viele Verliere geben, also sind viele Spieler schwach, also kann man dort leicht Geld verdienen. Dies der Gedankengang des Autors, der allerdings eine logische Lücke aufweist.
    Gewinnt nämlich nur einer von zehn Spielern, muss man schon gehörige Qualitäten besitzen, um genau dieser Spieler zu sein. Gewinnen aber drei von zehn Spielern, ist die Chance einer dieser drei zu werden, deutlich höher. Die Statistik zeigt ja nur, wer über-bzw. unter dem Strich liegt, aber nicht wie weit.
    Ist es also leichter, bei den Marktführern PokerStars und Full Tilt profitabel zu spielen, bei den mittleren Seiten wie PartyPoker und Titan oder bei den Netzwerken wie Ongame? Leider, liebe Leser und Spieler, bleibt es dabei: Es kommt nicht auf den Anbieter an, ob Sie dort gewinnen oder verlieren. Sondern auf Sie.

    (Autor: Dirk Oetzmann)
  6. #5
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    Standard AW: Poker News

    High Stakes Poker - die Jahresbilanz 2010




    Aufsteiger des Jahres - Daniel "jungleman12" Cates.



    Es war ein ereignisloses Wochenende auf den Nosebleed Limits. Der richtige Moment, um eine Online-Bilanz zu ziehen. Nach neun gespielten Monaten zeichnen sich die beiden Durrrr-Challenge II Kontrahenten Tom Dwan und Daniel Cates sowie Phil Ivey als die wahren Dominatoren ab. Das Leaderboard führt von unten erwartungsgemäß Gus Hansen an. Den größten Niedergang 2010 hat allerdings ein anderer Spieler zu verzeichnen.

    Wenn der Däne Gus Hansen 2009 schon als „unschön" bezeichnet hat, dann darf man mittlerweile wirklich gespannt sein, welches Attribut er für das laufende Jahr finden wird. Nach einer vernichtenden Monstersession Mitte vergangener Woche, bei der er mehr als eine Million Dollar an Di urindanger Dang, Andreas skjervoy Torbergsen und den Österreicher DrugsOrMe verteilt hat, liegt er mittlerweile mit fast 4 Millionen Dollar im Brand.
    Seine Karriere-Verluste auf den Nosebleed Limits belaufen sich damit auf etwa 10 Millionen Dollar und man darf sich wohl langsam fragen, wann der einstmals so großartige Däne finanziell in die Knie gehen wird.





    Bisher Mann des Jahres - Tom Dwan.




    Wirft man allerdings einen genauen Blick auf die Jahresbilanzen, dann stellt man fest, dass Hansen in Wirklichkeit noch nicht mal die größte Verlierer-Story des Jahres schreibt.
    Die ist nämlich dem ehemaligen Cardrunner-Coach Brian Townsend vorbehalten. Der fuhr noch Anfang 2010 unter seinem Nickname sbrugby die ersten 1,5 Mio. Dollar Verlust ein, wechselte dann zu seinem wirklichen Namen und erhöhte noch einmal um 2,5 Millionen. Damit hat er 2010 vier Millionen Dollar verloren und Gus Hansen damit um zirka 400.000 Dollar auf der Loserliste überholt.
    Die vergangenen zwölf Monate können für Townsend damit als wirklich „unschön" bezeichnet werden. Erst wertete er mit seinen einstigen Cradrunner Buddys Cole South und Brian Hastings tausende Hände des Online-Mysteriums Isildur1 aus. Dann musste er den Lohn der Arbeit (ca. 6 Millionen Dollar Gewinn) fast ausschließlich seinen Kollegen überlassen und wurde zu allem Übel auch noch als Einziger dafür bestraft (Suspendierung von Sponsor FullTilt). Und nun hat er auch noch diese katastrophale Jahresbilanz 2010 zu verdauen.





    Bisher Geldgeber des Jahres - Gus Hansen.




    Zum Trost bleibt da nur noch der Vergleich mit Cole South. Der hatte vom Isildur1-Kuchen ein großes Stück abbekommen und beschließt das Jahr wohl ebenso mit einem dicken Minus. Man darf gespannt sein, wann der Fluch des Skandinaviers auch den Dritten im Bunde, Brian Hastings erwischt. Unter den Top 10 Gewinnern befindet er sich schon mal nicht mehr.
    Dort liegen mit Tom durrrr Dwan, Daniel jungleman12 Cates und Phil Ivey die üblichen Verdächtigen auf den vorderen Rängen. Richtig gut sieht die Jahresbilanz auch für FullTilt Pro Andreas skjervoy Torbergsen aus Norwegen (+$2,5Mio), Juha LokoIsBack Helppi aus Finnland (+$2,44 Mio.) and Jared harrington25 Bleznick (+$2,4 Mio.) aus. Vervollständigt wird die winner list von den beiden Russen Alexander PostflopAction Kostritsyn (+$1,6 Mio.), Vladimir NEKOTYAN Schmelev (+$1,25 Mio.) und Tom Dwan Kumpel, David Benefield.
    Hier die größten Gewinner des Jahres 2010:

    1. Tom durrrr Dwan, $ 4.028.827
    2. Daniel jungleman12 Cates, $ 4.001.593
    3. Phil Ivey, $ 3.081.107
    4. Andreas skjervoy Torbergsen, $ 2.506.417
    5. Juha LokoIsBack Helppi, $ 2.443.085
    6. Jared harrington25 Bleznick, $ 2.404.500
    7. Alexander PostflopAction Kostritsyn, $ 1.613.581
    8. David Benefield, $ 1.362.547
    9. Vladimir NEKOTYAN Schmelev, $ 1.245.782
    10. Ashton theASHMAN103 Griffin, $ 1.237.265
    Und hier die größten Verlierer:
    1. Gus Hansen, - $ 3.679.550
    2. Brian Townsend, - $ 2.534.059
    3. Matatuk, - $ 1.539.661
    4. Cole South, - $ 1.449.865
    5. Justin ZeeJustin Bonomo, - $ 1.442.585
    6. sbrugby - $ 1.404.169
    7. Rafi howisitfeellike Amit, - $ 1.311.970
    8. Esvedra, - $ 1.306.814
    9. Richard Ashby, - $ 1.296.365
    10. Jani PixKim Vilmunen, - $ 1.206.877


    Autor: Christian Henkel Quelle: Pokerzeit.com
  7. #6
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    Standard AW: Poker News

    Gus Hansen zerlegt auch die Bankroll von Luukie21

    Wieder im Aufwärtstrend - Gus Hansen.

    Autor: Christian Henkel

    Gus Hansen scheint einen gigantischen Heater erwischt zu haben. In den vergangenen zwei Wochen konnte er über eine Million Dollar seiner Bankroll gutschreiben. Gestern kam dann beim Cap PLO Luukie21 unter die Räder. Nach vielen Stunden war Gus auch in dieser Session etwa 300.000 Dollar vorn.


    Was der Volksmund so sagt, klingt oft ebenso vertraut wie rätselhaft: „Totgesagte leben länger." Und selbst wenn man der tiefen Bedeutung des Spruches nicht auf die Schnelle habhaft werden kann, dann würden ihn doch die Meisten spontan auf das momentane Schicksal von Gus Hansen anwenden. Noch vor zwei Wochen wurde wild über den drohenden Bankrott des dänischen Highstake-Spielers spekuliert. Und nun übertrifft er sich von Tag zu Tag mit neuen Höhepunkten seines Comebacks.

    Gestern war es nun Luukie21, der von der neuen Power Hansens zu kosten bekam. Etwa 2.700 Hände lang duellierten sich „The Great Dane" und Luukie21, von dem man behauptet, er sei ein junger holländischer Online-Pro. An den $200/ $400 Cap PLO 6max. und $500/ $1.000 Cap PLO HU Tischen ging es stundenlang hoch her.

    Zwischenzeitlich war der 36-jährige Däne mit $600k vorn, bevor Luukie21 die Verluste noch mal halbieren konnte. Am Ende standen dennoch weitere 300.000 Dollar Gewinn in Hansens Rechnungsbüchern.

    Damit fehlen dem, auf den Nosebleed Limits arg gebeutelten Hansen noch circa zwei Millionen Dollar, um das Jahr 2010 auf wundersame Weise doch noch in den schwarzen Zahlen abzuschließen.

    Dem vermutlich holländischen Pro Luukie21 ist hingegen zu wünschen, dass er den Niederschlag ausgerechnet gegen Gus Hansen bankrollwise wegstecken kann. Im Juli war er schon einmal bei $600k Gewinn und selbst vor der Session mit dem Dänen hatte er noch 230.000 Dollar auf dem Konto.

    Angesichts der offensichtlichen Schwäche von Gus Hansen in den PLO Cap Games (siehe auch Zitat von Jared harrington25 Bleznick) konnte man es sogar eine gute Idee nennen den Shot in die PLO Cap Games zu wagen. Fraglich ist allerdings was das wochenlange Grinden auf den $25/$50 Limits bringt, wenn man nun schon zum zweiten Mal (gegen Ivey hatte Luukie21schon im Juli eine halbe Million Dollar abgelegt) nicht auf den höchsten Limits bestehen kann.


    Quelle: Pokerzeit.com
  8. #7
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    Standard AW: Poker News

    Ziigmund & Poker - ich habe fertig! Quelle Pokerzeit.com


    Manchmal sieht man so aus, wie man sich fühlt Autor: Christian Henkel





    Ilari Ziigmund Sahamies hat allein im November über 1,2 Mio. Dollar auf den Nosebleed Limits verbrannt und ist damit der mit Abstand größte Verlierer des Monats (siehe Tabelle). Mittlerweile gesteht er ein den brutalsten Downswing seiner Karriere zu erleben.

    Daniel jungleman12 Cates hingegen kann sich über seine Bilanz nicht beklagen. Kürzlich wurde er 21 und wird uns wohl nun auch live von seinen Fähigkeiten überzeugen. Den größten Gewinn der vergangenen Nacht fuhr hingegen Andreas skjervoj Torbergsen mit $386k ein.
    Ilari Sahamies ist bekanntlich kein Weichei und eigentlich auch nie um eine letzte Erwiderung verlegen. Doch sein momentaner Downswing auf den Nosebleed Limits scheint selbst den hart gesottenen Finnen auf die Bretter zu schicken. 1,2 Millionen Dollar hat Ziigmund in den vergangenen zwei Wochen verloren. Betrachtet man die Leistungskurve der vergangenen zwei Monate, dann hat Ilari sogar einen Verlust von drei Millionen US-Dollar zu verdauen.
    Auf seiner facebook-Seite hat er nun gezeigt, wie sehr ihm die vergangenen Desaster-Sessions die Laune verdorben haben: „Im f*** done with poker, sickest downswing ever. Basic downswing, not in the mood for playing, but still playing, whatever "
    Auf den Nosebleed Limits erinnert man sich derweil wehmütig an die Action, die genau vor einem Jahr dort beobachtet werden konnte. Ein Monster Pot von 878.959 Dollar zwischen Patrik Antonius und dem mysteriösen Schwede Isildur1, gab damals den Kickstart zu einigen Monster-Sessions, in deren Verlauf die Schallmauer von 1 Mio. Dollar pro Hand zweimal durchbrochen werden konnte.
    Isildur1 ist mittlerweile nur noch auf den „billigen" $25-$50 Limits zu finden und auch ansonsten scheinen die Nosebleeds seit Wochen verwaist. Den größten Pot im November ($199.063) verlor Ziigmund gegen Phil Ivey.
    Doch der eine pflegt nun seine Depression und der Andere verdient die Millionen mittlerweile lieber live in Macao. Dort wird sich demnächst wohl auch der mit Abstand größte Profiteur des Jahres, Daniel jungleman12 Cates, blicken lassen. Der wurde vor ein paar Tagen 21 und wird deshalb bald seine Fähigkeiten auch live unter Beweis stellen.
    Der Gewinner der vergangenen Nacht war hingegen Andreas skjervoj Torbergsen. 1417 Hände spielte der norwegische Full Tilt Pro in verschiedenen PLO Games und machte dabei einen Gewinn von satten $386k. Rami Arbianight Boukai verlor dabei innerhalb von 972 Händen ($200/$400 PLO) $167K. Die übrigen $200K sammelte Torbergsen hingegen an einem $300/$600 PLO 6-max Tisch ein, an dem sich die verschiedensten Nosebleed-Regulars in schnellen Abständen die Klinke in die Hand gaben.
    Und das sind die größten Gewinner bzw. Verlierer des Monats November:





    Verlierer des Monats:
    Name:Sessions: Hände: Verluste:
    Ziigmund
    cadillac1944
    DIN_FRU
    Sauce1234
    theASHMAN103
    Vaga_Lion
    Observer84
    Superbaldas
    OMGClayAiken
    Chipchip
    58
    12
    31
    49
    22
    5
    7
    6
    26
    13
    5444
    1935
    1822
    11290
    2562
    362
    1341
    612
    1499
    880
    $-1.263.025,00
    $-512.265,00
    $-478.406,60
    $-182.272,50
    $-172.700,50
    $-142.584,80
    $-139.879,00
    $-136.469,00
    $-131.172,50
    $-110.442,40

    Gewinner des Monats:
    Name:Sessions:Hände:Gewinne:
    URnotINdanger2
    Gus Hansen
    Arbianight
    jungleman12
    Brian Hastings
    David Benefield
    Chances Cards
    roundhouse22
    andrewkirk
    IHateJuice
    85
    97
    85
    47
    25
    19
    7
    3
    79
    7
    17195
    6842
    15530
    10212
    1253
    1681
    1213
    152
    7320
    984
    $643.246,90
    $602.955,90
    $455.883,30
    $366.128,00
    $218.365,50
    $212.535,50
    $132.595,20
    $125.374,50
    $121.983,40
    $90.536,50
    Geändert von Danny (07.01.2011 um 23:31 Uhr) Grund: Tabellen repariert..............
  9. #8
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    Standard AW: Poker News

    Studie - Online-Poker macht mürrisch und einsam?


    Autor: Dirk Oetzmann
    Das ist das Ergebnis einer Studie zweier amerikanischer Psychologen, die herausfinden wollten, ob Online-Pokerspieler sich hinsichtlich Charakter und Persönlichkeit vom Durchschnittsbürger unterscheiden - und ob Winning Player anders gestrickt sind als Verlierer.

    Für ihre Poker Personality Study fertigten Paul Fayngersh (Binghampton University) und Mark Kizelshteyn (Washington University) einen Fragebogen an, den sie dann in zwei großen Pokerforen (2+2 und DeucesCracked) veröffentlichten. Alle Kandidaten nahmen also aus Interesse und nicht aus finanziellen Gründen an der Untersuchung teil.
    Die Studie
    Der Fragebogen war in drei Abschnitte unterteilt. Im ersten wurden die so genannten „Big Five" untersucht, also die fünf grundlegenden Faktoren, die die Persönlichkeit eines Menschen ausmachen. Es würde hier zu weit führen, diese - Neurotizismus, Extraversion, Offenheit, Verträglichkeit, Rigidität - näher zu beleuchten, aber wer sich für die psychologische Dimension der Persönlichkeit interessiert, findet in der Wikipedia mehr über die Big Five.
    Im zweiten Teil wurden allgemeine Fragen zu Geschlecht, Alter, Geburtsdatum usw. gestellt. Hinzu kamen Fragen zur Selbsteinschätzung wie z. B. „Sind Sie eine aggressiver Mensch?" oder „Sind Sie ein aggressiver Pokerspieler?". Beantwortet wurden die Fragen, indem die Teilnehmer sich auf einer Skala von 1-5 selbst bewerteten.
    Der dritte und letzte Teil der Studie beschäftigte sich mit der Spielweise der Kandidaten. Gefragt wurde danach, wie lange und wie hoch die Spieler spielten, welche Varianten, live oder online, mit oder ohne Tracking Software und ob man dem Spiel professionell, semi-professionell oder nur spaßeshalber nachging. 73 Spieler nahmen an der Studie teil.

    Computer-Nerd - introvertiert, misstrauisch, unfreundlich?
    Die Ergebnisse
    Online-Spieler erzielten besonders niedrige Werte in den Bereichen Extraversion, Verträglichkeit und Rigidität. In verständlichem Deutsch ausgedrückt heißt das, sie sind eher introvertiert (was an sich ja nichts Schlechtes ist), haben nur das eigene Interesse im Blick, kümmern sich nicht um andere und sind generell misstrauisch, unfreundlich und nicht kooperativ. Außerdem fällt es ihnen schwer, Ziele zu formulieren und sich zu motivieren, Aufgaben zu erfüllen.
    Besieht man sich den Umgangston, wie er häufig in deutschen Foren oder in den Kommentaren zu Artikeln gewisser Pokernachrichtenportale vorherrscht, scheinen diese Ergebnisse nicht ganz von der Hand zu weisen.
    6-max Spieler erzielten in diesen Kategorien noch weniger Punkte als Full-Ring-Spieler. Wo also ein zusätzliches Plus an Aggression gefragt ist, leidet die soziale Kompetenz in gesteigertem Maß. Dasselbe Verhältnis besteht zwischen „Profis" und „Semi-Profis" im Vergleich zu „Amateuren".
    Das ist vor allem aus psychologischer Sicht interessant. Aus pokertechnischer Sicht sind vor allem die letzten beiden Ergebnisse von größter Relevanz:
    1. Aggressivität wird häufig mit Looseness verwechselt. Je höher und professioneller die Kandidaten spielten, desto höher schätzten sie auch ihre eigene Aggressivität ein. Es ließ sich zwar ein Zusammenhang zu den VP$IP- und PFR-Werten feststellen, aber nicht zu den für die Aggressivität eigentlich entscheidenden Werte AF und WTSD). Wer sich als besonders aggressiv einschätzte, erwies sich in der Studie als besonders loose, während Kandidaten, die sich gegenteilig bewerteten, höhere Aggressivitätsfaktoren aufwiesen. Fazit: Aggressivität wird überschätzt!
    2. Erfolg steht vor allem mit zwei Faktoren in Verbindung: Alter und Kontrolle. Die allgemeine Ansicht, dass die jungen Internet-Kids die Szene geradezu überrennen und in kürzester Zeit enorme Gewinne erspielen können, bestätigt sich. Das gilt unabhängig von der gesammelten Erfahrung. Offenbar sind junge Spieler besser in der Lage, gängige Strategien zu übernehmen oder der Entwicklung sogar voraus zu sein. Außerdem fällt es sprichwörtlich dem alten Hund einfach schwerer, noch einmal neue Tricks zu lernen.
    Kontrolle über die eigenen Emotionen ist für die Gewinnrate von höchster Bedeutung. Hier haben die älteren Spieler Vorteile. Wer sich von negativen Gefühlen nicht beeinflussen lässt, erzielt deutlich höher Gewinnraten. Frustration, Ärger, Selbstzerstörungssucht und letztlich „Tilt" führen zu irrationalem, schlechtem Spiel und damit zu Verlusten. „Tilt Control" unterscheidet die guten von den sehr guten Spielern, was anhand dieser Studie erstmals empirisch belegt werden konnte.


    Quelle: Pokerzeit.com
  10. #9
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    Standard AW: Poker News

    Reinkemeier führt $100.000er PCA High Roller an

    Autor: Christian Henkel
    Das Pokerstars Carribean Adventure 2011 beginnt mit einem Paukenschlag. Das 100.000 Dollar Super Highroller Turnier zog 38 Spieler an die Tische. Mit Tobias Reinkemeier mischte sich auch ein Deutscher unter die Top-Elite. In den letzten 10 Minuten reichten ihm zwei Hände, um sich vom Shortstack zum Chipleader aufzuschwingen.

    100.000 Dollar Buy In, das hat es innerhalb einer der großen Turnierserien bisher nicht gegeben. Doch das Pokerstars Carribean Adventure 2011 wurde mit genau so einem Super-Highroller-Turnier eröffnet. 38 Spieler hatten sich dafür eingekauft und als Letzter enterte der Schwede Victor Blom, der wohl schon morgen ganz offiziell als Isildur1 enttarnt wird die Tische. Lange hielt es ihn dann dort, ebenso, wie Cirque Soleil-Gründer Guy Laliberte, Online-Highroller Ashton TheAshman103 Griffin oder Zauberlehrling Antonio Esfandiari allerdings nicht. Sie alle mussten bereits vor Beendigung des ersten Tages die Segel streichen.
    Deutlich besser fiel da der Tag für den einzigen Deutschen, nämlich Tobias Reinkemeier aus. Zunächst lief bei dem Hamburger nicht vie zusammen, so dass er im letzten Level des Tages ziemlich short war. Doch dann drehte sich das Blatt innerhalb von zwei Händen. Hier die Action:
    Hand 1: Sechs Minuten vor Ende des Tages kam zunächst der wichtige Aufdoppler. James Obst hatte für 15.000 eröffnet und Bryan Colin gecallt. Reinkemeier erhöhte aus dem Big Blind auf 50.000. Obst foldete, aber Colin hatte eine Idee und erhöhte auf insgesamt 85.000. Tobias überlegte kurz, ging dann für 204.000 All-in. Die Potodds waren wohl zu gut, und so machte Colin zähneknirschend mit A T den Call. Der Deutsche drehte Q Q um. Das Board wurde mit 4-3-9-6-8 gedealt und somit waren es wieder 450.000 Chips bei Reinkemeier.
    Hand 2: Wahnsinn! In der letzten Hand des Tages holte sich Tobias noch die Führung im Chipcount. Mit Shawn Buchanan hatte er sich den gesamten Tag heftige Duelle geliefert und am Ende jede Menge Glück. Der Kanadier hatte für 15.000 eröffnet, Tobias vom Cut-off auf 35.000 erhöht und Buchanan die 4-Bet auf 80.000 ausgepackt. Reinkemeier ging daraufhin mit seinen über 400.000 All-in und wurde sofort gecallt. Im Showdown zeigte Tobias T T, der Kanadier A A. Auf dem River vervollständigte sich für den Lucky German eine Straight und Reinkemeier wird so mit 896.000 Chips als Führender in den zweiten Turniertag gehen.
    Bis zum Sieg oder einen der fünf bezahlten Plätze ist es allerdings noch ein weiter Weg. Es befinden sich immer noch 23 Spieler im Turnier und verfolgt wird Tobias Reinkemeier unter anderem von No. 2 im Chipcount Daniel Negreanu.
    Nachfolgend findet ihr noch Facts zum Super-Highroller, dem $10.000 Main Event und weiteren Highlights der kommenden elf Tage PCA 2011.
    PCA Super-Highroller $100.000 NLHE
    Teilnehmer: 38
    Darunter: Daniel jungleman12 Cates, Humberto Brenes, Guy Laliberte, David Benyamine, Sorel Mizzi, Ashton TheAshman103 Griffin, Daniel Negreanu, Antonio Esfandiari, Tobias Reinkemeier, Jason Mercier, Mike Timex McDonald, Phil Laak, Bertrand ElkY Grospellier, Jonathan Duhamel, Victor Blom
    Top Ten Chipcounts nach Tag 1:
    1. Tobias Reinkemeier, GER, 896.000
    2. Daniel Negreanu, CAN, 848.000
    3. Bryn Kenney, USA, 828.000
    4. Nick Schulman, USA, 705.000
    5. Daniel Cates, USA, 622.000
    6. Eugene Katchalov, USA, 551.000
    7. Vivek Rajkumar, IND, 483.000
    8. Jason Mercier, USA, 459.000
    9. Andy Lichtenberger, USA, 444.000
    10. Caio Pimenta, BRA, 409.000
    Payouts:
    1. - $1.500.000
    2. - $1.000.000
    3. - $643.000
    4. - $400.000
    5. - $200.000
    Weitere PCA-Highlights:
    Als Event der European Poker Tour (EPT), der Latin America Poker Tour (LAPT) und der North America Poker Tour (NAPT) wird für die PCA 2011 mit einer neuen Rekordbeteiligung gerechnet.
    Neben dem $10.000 Main Event (Start: 08.01.2011, Final table: 14.01.2011) wird vor allem die angekündigte Enttarnung von Isildur1 an einem der beiden Starttage als Highlight erwartet.
    Isildur1, dann höchstwahrscheinlich schon als Victor Blom enttarnt, wird außerdem seine nächste Heads Up-Challenge im Rahmen der PCA austragen. Und zwar erstmals live. Sein Gegner ist der Deutsche OU THE NICK. Der Supernova Spieler hat sich in einem Freeroll für die Top 150 Spieler des PokerStars Tournament Leaderboard durchgesetzt und erhält nun die Ehre, als erster live gegen Isildur1 zu spielen.
    Auch ansonsten wird es im Atlantis Resort auf den Bahamas in den kommenden elf Tagen jede Menge Action geben. Noch nie gab es so viele Events wie in diesem Jahr. Die Highlights sind neben dem $10.000 Main Event und dem $100.000 Highroller Event, der World Cup, die $5.000 PLO Championship, das $25.000 Highroller Event, das $5.000 NAPT Bounty-Shootout und die $5.000 8-Game Championship.
    PCA - History:
    Das allererste Pokerstars Carribean Adventure war 2004 noch Teil der World Poker Tour (WPT). Statt im Atlantis Ressort auf Paradise Island (Bahamas) spielten die 221 Teilnehmer auf einem Luxus Liner, der zwischen Florida, Jamaika, Mexiko und den Cayman Islands kreuzte. Der Prizepool betrug am Ende $1.657.500 und nach sieben Tagen gewann der Däne Gus Hansen, der am Final table neben Anderen Daniel Negreanu schlug.
    Seitdem ist die PCA, immerhin die größte Turnierserie nach der WSOP stetig gewachsen. Im vergangenen Jahr gab es alleine 50 Events und das Feld des Main Events erreichte mit 1.529 Teilnehmern einen neuen Rekord.




    Quelle: Pokerzeit.com
  11. #10
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    High Stakes Poker 2011 – die Januar-Bilanz
    Von: Christian Henkel

    Der Februar beginnt mit einem brutalen Heater von Isildur1. $550k machte er in den vergangenen 36 Stunden. Der Januar allerdings wurde vor allem von Di Urindanger Dang und Gus Hansen dominiert. Den zweithöchsten Verlust des Monats verbuchte hingegen kein Geringerer als Phil Ivey höchstpersönlich.

    Phil Ivey hat sich auf den Nosebleed Limits nicht oft blicken lassen in den vergangenen fünf Wochen. Zu juicy scheinen die Live-Cash Games in Macau und vor allem bei der Aussie Millions gewesen zu sein. Online hingegen schaffte er es in nur acht Sessions einen Verlust von 612.000 Dollar einzufahren. Getoppt wird das auf der Negativliste des Januar 2011 nur noch vom Russen Wladimir NEKOTYAN Schmelev, welcher lediglich vier Sessions benötigte, um mit knapp $850k in den Brand zu gehen.

    Ganz andere Sorgen hat da momentan Victor isildur1 Blom, der sich für seinen Lauf mittlerweile schon entschuldigen muss. Seit Sonntagnacht gewann der Schwede in nur zwei Tagen 500.000 Dollar. Und das an den vergleichsweise niedrigen $25/$50 Tischen. Die 350.000 Dollar Gewinn allein auf diesem Limit entsprechen sage und schreibe 70 Standard Buy-ins.

    Doch das sind die Geschichten vom Februar und wirklich Highstakes sind sie auch nicht. Ganz anders sieht es da schon bei einem anderen Skandinavier, nämlich Gus Hansen aus. Der spielt auf den Nosebleed Limits und mittlerweile haben seine Gegner wieder öfter Nasenbluten als er selbst. 905.000 Dollar Gewinn stehen für den Januar zu Buche. Wenn das so weitergeht, muss man für The Great Dane noch „befürchten“, dass er irgendwann in diesem Jahr seine Gesamtbilanz in den positiven Bereich fährt.

    Den höchsten Gewinn im Januar fuhr allerdings Gus Hansens Nemesis Urindanger aka Di Dang ein. Zunächst verlor der Amerikaner beim King-Size Cash-Game in Macau satte 1,2 Millionen Dollar, aber dann trat er online aufs Gas. Bei FullTilt gewann er als Urindanger rund 900.000 Dollar, und auf PokerStars standen für seinen PS-Nick ilvdnfl weitere 800.000 Dollar Profit zu Buche. Macht nach Adam Riese einen Gewinn von 1,7 Millionen Dollar innerhalb von vier Wochen. Und das muss ihm erstmal einer nachmachen.

    Quelle:Pokerzeit.com

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