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Thema im Roulette Forum:
Craps - Seven/Eleven

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  1. #1
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    Standard Craps - Seven/Eleven

    Hallo zusammen,

    ich möchte einmal einen kleinen Ausflug zu einem anderen Spiel wagen, dem Craps. Hintergrund dieser kleinen Exkursion ist mein Aufenthalt bei Danny, wir haben natürlich auch einige der dort ansässigen Casinos besucht. In deutschen Casinos eher selten, in den U.S.A. gehört dieses Würfelspiel zum Standard eines jeden Casinos. Ich kannte dieses Spiel bislang nur von Bildern und aus amerikanischen Spielfilmen, aber ich wollte es schon immer einmal spielen. Nun hatte ich die Gelegenheit dazu.

    Das Craps scheint das Glücksspiel der amerikanischen Bevölkerung schlechthin zu sein. Die Tische waren voll, das Geschrei groß. Die Regeln dieses Spiels kannte ich nicht besonders gut, so habe ich mich nach meiner Rückkehr etwas schlauer gemacht. Um es vorweg zu nehmen, ich habe nichts dabei gewonnen, aber auch nicht viel verloren, Spaß gemacht mir dieses Spiel allemal.


    Das Craps findet seinen Ursprung im 18.Jahrhundert in England, Überlieferungen zufolge kam es dem Craps, wie es heutzutage gespielt wird, schon recht nahe und erfreute schon damals großer Beliebtheit. Der Name des Spiels ist von dem englischen Substantiv crab, zu deutsch Krabbe, hergeleitet. Dies war bereits im 16. Jahrhundert die geläufige Bezeichnung für eine Einser-Doublette bei Würfelspielen und bezeichnet einen Verliererwurf.

    In den U.S.A. tauchte das Craps zu Beginn des 19. Jahrhunderts in New Orleans zum ersten Male auf, jedoch setzte sich dieses Spiel lange Zeit nicht auf den Schaufelrad-Dampfern des Mississippi und in den großen Spielhallen durch. Das Spiel wurde damals überwiegend von der schwarzen Bevölkerung gespielt.

    Erst als die Regeln über 100 Jahre später, vermutlich im Jahre 1813, durch Bernard Xavier Philippe de Marigny de Mandeville (1785-1868) geändert und somit überschaubarer wurden, begann der Siegeszug dieses Würfelspiels, es fand seinen Weg zum wohl bis heute ungebrochen populärsten Glücksspiel der Vereinigten Staaten.

    Es gibt jedoch immer noch zwei Varianten der Regeln, auf der einen Seite das „private Spiel“, auf der anderen Seite das „Casinospiel“. Beim privaten Spiel spielen die Spieler gegeneinander, während beim Casinospiel die Spieler gegen die Bank spielen. Beim Casinospiel kann der Werfer auch so wetten, dass er bei einer Niederlage trotzdem gewinnt.

    Craps wird mit zwei Würfeln gespielt, welche von dem „Shooter“, dies ist jener Spieler, welcher mit dem würfeln an der Reihe ist, gegen eine Wand geworfen werden. Diese Würfel sind allgemein aus einem roten durchsichtigen Kunststoff und scharfkantig ohne abgerundete Ecken. Die Augenzahlen sind in weiß aufgedruckt, die Würfel haben eine Kantenlänge von 19mm.

    Anhand der folgenden Aufstellung gehen die möglichen Kombinationen und deren Punktezahl hervor:


    Aufgrund dieser Verteilung sind die unterschiedlichen Auszahlungsquoten für die einzelnen Wetten errechnet worden. Es werden beim Craps Wetten (bets) mit einer Auszahlung von Eins für Eins (die sogenannten Pass-Line bets) und Wetten mit unterschiedlichen Auszahlungsquoten (die Odds bets) unterschieden.
    Geändert von Merlin (27.08.2010 um 18:19 Uhr)
    Nicht der Beginn wird belohnt, sondern einzig und allein das Durchhalten.
  2. Die folgenden 3 Mitglieder bedanken sich bei Merlin für den obigen Beitrag:

    berny (28.08.2010), CeeN (26.08.2010), Kelt (27.08.2010)

  3. #2
    Merlin ist offline
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    Standard AW: Craps - Seven/Eleven

    Beim Craps werden die Einsätze für die unterschiedlichen Wetten ebenso wie beim Roulette auf einem Spielfeld mittels Jetons platziert.


    Zunächst gibt es Einsätze mit einer Auszahlungsquote von Eins für Eins.


    Pass Line Bet
    Ein Pass Line-Einsatz wird vor dem ersten Wurf einer neuen Spielrunde (dem Come Out-Wurf) auf dem Feld mit der Aufschrift „Pass Line“ getätigt, welches sich direkt vor den Spielern befindet. Diese Einsätze sind jene, welche beim Craps am häufigsten getätigt werden.

    Sind die Einsätze platziert, wirft der Shooter die Würfel, es stehen mit dem Ergebnis des Wurfes drei Möglichkeiten zur Verfügung:

    Die Einsätze gewinnen, wenn eine 7 oder eine 11 gewürfelt wurden, daher auch der zweite Name des Spiels – Seven/Eleven.

    Wird eine 2, eine 3 oder eine 12 geworfen, so verlieren die Einsätze auf der Pass Line.

    Wird eine andere Augenzahl geworfen, also eine 4, 5, 6, 8, 9 oder eine 10, geht das Spiel weiter, wobei die gewürfelte Augenzahl den sogenannten Point (Punkt) bildet. Der Dealer platziert eine Marke auf der entsprechenden Nummer auf dem Spielfeld.

    Um nach der Bildung eines Points zu gewinnen, muss der Shooter diese Augenzahl erneut würfeln, bevor er eine 7 wirft. Würfelt der Shooter eine 7, bevor er den Point wirft, verlieren die Einsätze auf der Pass Line.

    Nach dem Come Out-Wurf dürfen die Einsätze auf der Pass Line nicht mehr verändert werden, d. h., nicht aufgelöste Einsätze können weder erhöht noch verringert noch zurück gezogen werden.

    Don't Pass Bar Bet
    Der Name dieser Wette deutet es bereits an, es handelt sich um das Gegenteil der Pass Line-Wette. Der Einsatz wird vor dem Come Out-Wurf auf dem Feld Don't Pass Bar platziert.

    Würfelt der Shooter eine 3 oder eine 12, so gewinnt dieser Einsatz. Jedoch verlieren alle Einsätze sofort, wenn der Shooter ein 7 oder eine 11 würfelt.

    Ergibt der Come Out-Wurf eine 2, so werden die Don't Pass-Einsätze an die Spieler zurück gezahlt.
    Wurde durch den Shooter eine 4, 5, 6, 8, 9 oder eine 10 gewürfelt, so bildet die gewürfelte Augenzahl den Point. Damit die Don't Pass-Einsätze gewinnen, muss der Shooter eine 7 würfeln, bevor er die Augenzahl des Points würfelt, wird der Point vor einer 7 geworfen, so verlieren die Don't Pass-Wetten.

    Ebenso wie bei der Pass Line Wette dürfen auch bei der Don't Pass-Wette die Einsätze nach dem Come Out-Wurf nicht mehr verändert werden.

    Come Bet
    Ein Come-Einsatz wird getätigt, indem der Einsatz auf das Come-Feld unterhalb der Nummern für die Point-Markierung platziert wird. Eine Come-Wette kann erst nach dem Festlegen des Point Come Out-Wurf gespielt werden. Somit können die Come Wetten als eine zusätzliche Spielmöglichkeit zu dem Pass Line-Wetten angesehen werden, da ja die Einsätze auf der Pass Line nach dem Come Out-Wurf nicht mehr verändert werden dürfen.

    Prinzipiell gelten für die Come-Wetten dieselben Regeln wie für die Pass Line-Wetten. Come-Einsätze gewinnen, wenn der Wurf nach dem Come Out-Wurf durch den Shooter eine 7 oder eine 11 ist, sie sind verloren, wenn der auf den Come Out-Wurf folgende Wurf eine 2, eine 3 oder eine 12 aufweist.

    Würfelt der Shooter eine andere als die genannten Augenzahl, so wird diese Augenzahl ebenso zum Come Point, wobei hierbei keine Markierung durch den Dealer erfolgt, sondern die Einsätze werden auf das Feld mit der entsprechenden Nummer verschoben.

    Würfelt nun der Shooter die Augenzahl des Come-Point, bevor er eine 7 würfelt, gewinnen die Einsätze auf dem Come-Feld und werden Eins für Eins an die Spieler ausgezahlt.

    Ebenfalls wie bei der Pass Line-Wette können nicht aufgelöste Einsätze auf dem Come-Feld verändert werden.

    Don't Come Bet
    Analog zu den Pass Line- und Don't Pass-Wetten ist eine Don't Come-Wette im Prinzip das Gegenteil der Come-Wette.

    Der Einsatz für eine Don't Come-Wette wird ebenfalls nach dem Come Out-Wurf des Shooters im Feld Don't Come Bar neben den Point-Nummern getätigt. Es gelten wiederum die Regeln für die Don't Pass-Wette.

    Somit gewinnen die Einsätze auf dem Don't Come-Feld, wenn der Shooter im nächsten Wurf eine 3 oder eine 12 würfelt, sie sind verloren, wenn der Shooter als nächstes eine 7 oder eine 11 würfelt. Die Spieler erhalten ihre Einsätze zurück, wenn der Shooter eine 2 würfelt.

    Würfelt der Shooter als nächstes eine 4, 5, 6, 8, 9 oder eine 10, so wird durch die gewürfelte Augenzahl der Don't Come Point gebildet und die Einsätze werden durch den Dealer auf das schmale Feld oberhalb der entsprechenden Nummer des Don't Come-Point verschoben.

    Die Einsätze gewinnen Eins für Eins, wenn durch den Shooter eine 7 gewürfelt wird, sie verlieren, wenn der Shooter den Don't Come Point würfelt.

    Don't Come-Einsätze können ebenso weder verändert noch zurück gezogen werden.

    Dies sind die Eins für Eins-Wetten beim Craps, alle anderen Wetten weisen andere Auszahlungsquoten auf, auf welche ich deshalb in weiteren Beiträgen zu sprechen komme.

    Gruß

    Merlin
    Nicht der Beginn wird belohnt, sondern einzig und allein das Durchhalten.
  4. #3
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    Standard Craps - Seven/Eleven

    Zusätzlich können zu den Pass Line-, Don't Pass-, Come- und Don't Come-Wetten Odds-Wetten gespielt werden. Ein Odds-Einsatz kann im Regelfall maximal das Doppelte des ursprünglichen Einsatzes des Pass-Line- und des Come-Einsatzes betragen. Es werden hierdurch jene vorher getätigten Einsätze erhöht, falls diese bei dem ersten Wurf weder verloren noch gewonnen wurden. Eine Odds-Wette kann also erst vorgenommen werden, wenn ein Point gebildet wurde.

    Die Odds-Wetten werden ihren tatsächlichen Odds entsprechend ausbezahlt, also ohne einen Vorteil durch die Bank. Die Auszahlungsquoten der Odds-Wetten sind abhängig von ihrem Point. Die folgenden Tabelle stellt diese Auszahlungsquoten entsprechend ihren Points dar:

    Point bei 4 oder 10Auszahlung 2 für 1
    Point bei 5 oder 9-Auszahlung 3 für 2
    Point bei 6 oder 8-Auszahlung 6 für 5

    Ein Beispiel:
    es ist eine 5 gewürfelt worden. Nun ist die Chance, die Pass Line-Wette zu gewinnen, bei 4 gegen 6, also 4/36, eine zweite 5 zu würfeln gegen 6/36, eine 7 zu würfeln.

    In der Umkehrung hierzu, bei einer Don't Pass-Wette stehen die Chancen 6 gegen 4.

    Pass Line Odds Bet
    Nach der Festlegung des Point wird der Pass Line Odds-Einsatz getätigt, indem man die Jetons unterhalb des Bereiches des Pass Line-Feldes platziert.

    Don't Pass Bar Odds Bet
    Die Don't Pass Odds-Wetten werden nach der Bildung des Point unterhalb des ursprünglichen Einsatzes platziert.

    Come Odds Bet
    Ebenfalls nach Bildung des Point werden die Come Odds-Wetten getätigt, indem man die Jetons in dem Feld des entsprechenden Point unten platziert.

    Don't Come Odds Bet
    Don't Come Odds-Wetten werden getätigt, indem man nach der Festlegung des Point die Jetons in das Feld des entsprechenden Point oben platziert.

    Die Einsätze der Odds-Wetten können jederzeit veringert oder ganz zurück gezogen werden.

    Taking the Odds
    Das Spielen von Odds-Wetten wird Taking the Odds genannt. Da diese Odds-Wetten durch keinerlei Hausvorteil benachteiligt sind, ist es sehr empfehlenswert, zu den Pass Line- und Don't Pass-Wetten Odds-Wetten zu spielen, denn hierdurch wird der Hausvorteil der gesamten Wette reduziert.

    Normalerweise ist es nur möglich, Odds-Wetten zu spielen, die doppelt so hoch sind als der ursprüngliche Einsatz auf der Pass Line- oder Con't Pass Bar-Wette. Doch wird hierdurch der Hausvorteil schon von 1,41% der eigentlichen Pass Line- und Don't Pass-Wetten auf 0,85% reduziert. Einige wenige Casinos bieten jedoch auch noch höhere Odds-Wetten an.

    Es folgt eine Tabelle, aus welcher der Hausvorteil abhängig von der Höhe der Odds-Wette ersichtlich ist.

    Max. mögliche Odds-WettenHausvorteil
    ohne Odds-Wette1,41%
    doppelt0,85%
    2fach0,61%
    5fach0,32%
    10fach0,18%
    100fach0,02%

    Es sollte also immer, wenn die Möglichkeit dazu besteht, eine Odds-Wette zu seinen normalen Pass Line- und Don't Pass-Wetten gespielt werden.
    Nicht der Beginn wird belohnt, sondern einzig und allein das Durchhalten.
  5. #4
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    Standard Craps - Seven/Eleven

    Big 6/Big 8 Bet
    Zwei weitere Wetten, welche Eins für Eins ausbezahlt werden, sind die Big 6- und die Big 8-Wetten.

    Bei einer Big 6-Wette wird darauf gespielt, dass eine 6 vor einer 7 gewürfelt wird. Entsprechend wettet man bei einer Big 8-Wette darauf, dass eine 8 vor einer 7 gewürfelt wird.

    Die Einsätze für diese beiden Wetten werden auf den Feldern Big 6/8, welche an den Ecken die Don't Pass Bar unterbrechen, getätigt.

    Nicht aufgelöste Big 6/8-Wetten können jederzeit progressiert, degressiert oder zurück gezogen werden.

    Es ist jedoch wenig sinnvoll, auf diese Wetten zu spielen, denn der Hausvorteil bei diesen beiden Wetten beträgt beträchtliche 9,09%! Es gibt eine für den Spieler günstigere Variante für diese beiden Wetten, die sogenannte Place Number-Wette, welche Sieben für Sechs ausbezahlt werden.

    Field Bet
    Bei den Field-Wetten werden die Einsätze auf das große Feld mit der Aufschrift Field gesetzt. Im Gegensatz zu den bisher erläuterten Wetten wird eine Field-Wette auf jeden Fall mit dem nächsten Wurf entschieden.

    Es wird bei einer Field-Wette darauf gewettet, dass der nächste Wurf des Shooters eine 2, 3, 4, 9, 10, 11 oder eine 12 ergibt.

    Würfelt der Shooter nun eine 3. 4, 9, 10 oder eine 11, so wird wiederum Eins für Eins ausbezahlt. Wird eine 2 oder eine 12 gewürfelt, so beträgt die Auszahlung Zwei für Eins.

    Beträgt die gewürfelte Augenzahl 5, 6, 7 oder 8, so sind die Field-Einsätze verloren.

    Die Field-Einsätze bergen einen Bankvorteil von 5,50%.
    Nicht der Beginn wird belohnt, sondern einzig und allein das Durchhalten.
  6. #5
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    Standard Craps - Seven/Eleven

    Place Number Bet
    Die Place Number-Wetten werden auch Place to Win-Wetten genannt. Eine Place Number-Wette kann erst nach dem Come Out-Wurf des Shooters gesetzt werden. Die Einsätze hierfür werden auf den Zahlenfeldern oberhalb des Come-Feldes platziert, häufig ist hierfür unterhalb der Zahlen ein schmales, unbeschriftetes Feld vorgesehen.

    Bei diesen Wetten, welche bei den Spielern sehr beliebt scheinen, wird darauf gespielt, dass entweder eine 4, 5, 6, 8, 9 oder eine 10 vor einer 7 gewürfelt wird. Aus der folgenden Tabelle ist ersichtlich, welche Auszahlungsquoten das Casino inklusive des Hausvorteils für die Place Number-Wetten vorgesehen hat.

    AugenzahlAuszahlungBankvorteil
    4 oder 109 für 56,67%
    5 oder 97 für 54,00%
    6 oder 87 für 61,52%

    Es ist ersichtlich, dass eine Place-Number-Wette auf 6 oder 8 wesentlich mehr Sinn macht als eine Big 6- oder Big 8-Wette.

    Buy Bet
    Eine Buy-Wette ist prinzipiell dieselbe Wette wie eine Place Number-Wette. Der Einsatz wird auf den gleichen Feldern wie bei den Place Number-Wette getätigt, zur Unterscheidung werden Buy-Einsätze besonders als solche markiert.

    Jedoch unterscheidet sich zum einen eine Buy-Wette in der Auszahlung durch das Casino:

    AugenzahlAuszahlung
    4 oder 102 für 1
    5 oder 93 für 2
    6 oder 86 für 5

    Zum anderen unterscheidet sich eine Buy-Wette von einer Place Number-Wette, dass eine Kommission von 5% auf den Gewinn erhoben wird. Wird ein Buy-Einsatz verloren oder zurück gezogen, so wird diese Kommission erstattet.

    Die Einsätze der Buy-Wette können jederzeit getätigt, erhöht, verringert oder zurück gezogen werden.

    Lay Bet
    Eine Lay-Wette ist im Prinzip das Gegenteil einer Buy-Wette. Es wird bei einer Lay-Wette darauf gehofft, dass eine 7 vor einer 4, 5, 6, 8, 9 oder einer 10 gewürfelt wird. Die Einsätze für die Lay-Wetten werden oberhalb der Don't Come-/Don't Come Odds-Wetten in den schmalen unbeschrifteten Feldern platziert. Zur besseren Unterscheidung werden die Lay-Einsötze als solche markiert.

    Die Auzahlungsquoten betragen für die Lay-Wetten:

    AugenzahlAuszahlung
    4 oder 101 für 2
    5 oder 92 für 3
    6 oder 85 für 6

    Ebenso wie bei den Buy-Wetten wird auf die Gewinne der Lay-Wetten eine Kommission von 5% erhoben, welche zurück erstattet wird, falls der Einsatz verliert oder durch den Spieler zurückgezogen wird.

    Auch die Lay-Wetten können jederzeit erhöht, verringert oder zurückgezogen werden.

    Lay-Wetten sind auch während des Come Out-Wurfes möglich.
    Nicht der Beginn wird belohnt, sondern einzig und allein das Durchhalten.
  7. #6
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    Standard Craps - Seven/Eleven

    Die Proposition-Wetten

    In dem mittleren Feld des Craps-Tableaus finden sich die sogenannten Proposition-Wetten. Dies sind quasi weitere Wettvorschläge. Die möglichen Wetten können an dem Proposition-Feld ersehen werden, ebenso die dazugehörige Auszahlung durch die Bank.


    Jedoch gibt die Auszahlungsquote keinerlei Hinweis auf die Gewinnchance der jeweiligen Wette. Ein Beispiel:

    Man spielt auf die Kombination 1+2. Die Auszahlungsquote hierfür ist 15 für 1, jedoch steht die Chance, diese Wette zu gewinnen, bei 2/34, also 1/17. Eine faire Auszahlung würde also 17 für 1 betragen, die Auszahlung der Bank liegt aber doch weit darunter. Deshalb gehen nur sehr unerfahrene Spieler auf diese Wettangebote ein, denn die Auszahlungsquoten sind extrem ungünstig, ein Hausvorteil von bis zu 11% verbirgt sich hinter diesen Wetten.


    Any 7 Bet
    Bei einer Any 7-Wette spielt man darauf, dass der nächste Wurf des Shooters eine 7 ergibt. Die Einsätze hierfür werden im Feld mit der Aufschrift Any 7 in dem Proposition-Bereich getätigt.

    Im Gewinnfall wird 4 für 1 ausbezahlt, einige Casinos zahlen auch 5 für 1 aus.

    Any Craps Bet
    Bei einer Any Craps-Wette wird darauf gespielt, dass der nächste Wurf des Shooters eine 2, eine 3 oder eine 12 ergibt. Der Einsatz wird auf dem Feld mit der Aufschrift Any Craps platziert.

    Auf einigen Craps-Tableaus sind links und rechts neben dem Feld der Proposition-Wetten Kreise mit den Buchstaben C und E angebracht. Der Buchstabe C steht hierfür für die Any Craps-Wette, so dass in diesem Fall der Einsatz auch hierauf platziert werden kann.

    Die Auszahlung beträgt bei einer Any Craps-Wette 7 für 1, in manchen Casinos gilt auch 8 für 1.


    Any 11 Bet
    Tätigt man einen Einsatz auf eine Any 11-Wette, so spielt man darauf, dass der folgende Wurf eine 11 ergibt. Man tätigt einen Einsatz auf eine Any 11-Wette, indem man den Jeton auf dem Feld platziert, auf dem ein Würfelpaar dargestellt ist, dessen Augenzahl eine 11 ergibt.

    Sind auf dem Craps-Tisch die Felder C und E vorhanden, so kann der Einsatz auch auf dem Feld E platziert werden.

    Die Auszahlung für eine Any 11-Wette beträgt 15 für 1.

    C & E Split Bet
    Bei vorhandenen C und E-Feldern können die Einsätze auch auf der Linie zwischen den Kreisen platziert werden. In diesem Fall wird von einer C & E Split-Wette gesprochen.

    Die Auszahlungsquoten sind aus folgender Tabelle ersichtlich:

    AugenzahlAuszahlung
    2, 3 oder 123 für 1
    73 für 2
    117 für 1

    Diese Proposition-WEtten werden auch als One Roll-Wetten bezeichnet, da diese Wetten mit dem nächsten Wurf des Shooters entschieden werden.
    Geändert von Merlin (30.08.2010 um 21:15 Uhr)
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  8. #7
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    Horn Bet
    Bei einer Horn-Wette, welche immer mit dem nächsten Wurf des Shooters entschieden wird, handelt es sich um eine Vierfach-Wette:
    Es wird darauf gespielt, dass mit dem nächsten Wurf eine 2, eine 3, eine 11 oder eine 12 gewürfelt wird. Gewinnt eine dieser vier Zahlen, so wird nach dem folgenden Schema ausbezahlt:

    AugenzahlAuszahlung
    3 oder 113 für 1
    2 oder 127 für 1

    Es sind auch vier Einsätze auf die Einzelnummern 2, 3, 11 und 12 möglich. In diesem Fall beträgt die Auszahlung

    AugenzahlAuszahlung
    3 oder 1115 für 1
    2 oder 1230 für 1


    Hardway Bet
    Im Unterschied zu den anderen Proposition-Wetten sind die Hardway-Wetten keine One Roll-Wetten, diese werden also nicht unbedingt im nächsten Wurf entschieden. Eine Hardway-Wette kann erst nach dem Come Out-Wurf gespielt werden.

    Es wird bei einer Hardway-Wette darauf gespielt, dass die geraden Augenzahlen 4, 6, 8 oder 10 als Paar gewürfelt werden, also zwei mal 2, zwei mal 3, zwei mal 4 oder zwei mal 5. Dieses wird als „The Hard Way“ bezeichnet, weil es schwieriger („harder“) ist, zwei Vieren zu würfeln anstatt eine 2 und eine 6 oder eine 3 und eine 5, um die Augenzahl 8 zu erzielen.

    Hardway-Einsätze werden in jenem Feld der Proposition-Wetten platziert, auf welchem zwei Würfel abgebildet sind, deren Augenzahl als Summe der gewünschten Augenzahl entspricht.

    Eine 8, die aus zwei Vieren besteht, wird als Hard 8 bezeichnet, eine 8 hingegen, welche aus einer 3 und einer 5 oder aus einer 2 und einer 6 besteht, wird als Soft 8 oder als Easy 8 bezeichnet.

    Einsätze auf den Hardway-Wetten gewinnen, wenn die gespielte Augenzahl als Paar gewürfelt wird, bevor die Augenzahl soft oder vor einer 7 gewürfelt wird.

    Nicht aufgelöste Hardway-Einsätze können jederzeit verändert oder zurück gezogen werden.

    Die Auszahlung einer Hardway-Wette beträgt:

    AugenzahlAuszahlung
    4 oder 107 für 1
    6 oder 89 für 1
    Geändert von Merlin (02.09.2010 um 18:55 Uhr)
    Nicht der Beginn wird belohnt, sondern einzig und allein das Durchhalten.
  9. #8
    Merlin ist offline
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    Standard Craps - Seven/Eleven

    Es folgt eine Übersicht über die Proposition-Wetten mit deren Anzahl an Gewinn- und Verlustmöglichkeiten sowie dem Hausvorteil.

    WetteAuszahlungGewinnmögl.Verlustmögl.Hausvorteil
    2, 12 und alle "hard"30 für 113513,89%
    3, 11 und alle "easy"15 für 123411,11%
    Any Craps (2, 3 oder 12)7 für 143211,11%
    Any Seven4 für 163016,67%

    Zu beachten ist, dass die Auszahlung von Land zu Land und auch von Casino zuu Casino unterschiedlich sein kann. Beispiel der Wette auf 2 oder 12:

    Üblicherweise wird 30 für 1 ausbezahlt, jedoch kann es möglich sein, dass ein Casino auch 33 für 1 ausbezahlt. In diesem Fall sinkt der Hausvorteil natürlich auf 5,56%. Oder es wird 32 für 1 ausbezahlt, in diesem Fall beträgt der Hausvorteil 8,33%.

    Es kann aber auch der Fall sein, dass auf diesen Wetten nur 29 für 1 ausbezahlt wird, dann steigt der Hausvorteil auf 16,67%.
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  10. #9
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    Standard Craps - Seven/Eleven

    Craps und die Wahrscheinlichkeiten

    Auch das Craps ist ein Glücksspiel, das vom Zufall abhängt, so dass es wie auch beim Roulette auf das Glück ankommt. Dennoch sollte man die Wahrscheinlichkeiten kennen, bevor man sich an das Craps wagt.

    Craps wird mit zwei Würfeln gespielt, somit kann es zu 36 unterschiedlichen Resultaten kommen.


    Eine 7 wird am häufigsten erscheinen, da sie bei den insgesamt 36 möglichen Kombinationen sechs mal vertreten ist. Auf der anderen Seite werden die 2 und die 12 jene Resultate sein, welche am seltensten zu Tage treten, da diese beiden Resultate nur jeweils durch eine einzige Kombination erzielt werden können, nämlich 1+1 oder 6+6.

    Um die Chance zu berechnen, eine Pass Line-Wette mit dem Come Out-Wurf zu gewinnen, müssen die Anzahl der Möglichkeiten, eine 7 zu würfeln und die Anzahl der Möglichkeiten, eine 11 zu würfeln, addiert werden und anschließend durch Anzahl aller möglichen Würfelkombiantionen dividiert werden.

    Somit beträgt die Wahrscheinlichkeit, eine Pass Line-Wette mit dem Come Out-Wurf zu gewinnen, 6 + 2 = 8 (sechs Kombinationen für eine 7 plus zwei Kombinationen für eine 11 = acht Kombinationen) ÷ 36, also 8/36 = 0,2222.

    Die Chance, eine Pass Line-Wette zu verlieren, wird auf dem selbigen Wege berechnet. Die Resultate 2, 3 und 12 können insgesamt durch vier Kombinationen zustande kommen, somit beträgt die Wahrscheinlichkeit, eine Pass Line-Wette zu verlieren bei 4/36 = 0,1111.

    Die Chance, eine Pass Line-Wette zu gewinnen ist also doppelt so hoch wie die Wahrscheinlichkeit diese zu verlieren.

    Die Wahrscheinlichkeit, dass eine Pass Line-Wette mit dem Come Out-Wurf überhaupt entschieden wird, beträgt demnach 12/36 = 0,3333, durch acht Kombinationen kann sie gewonnen werden, durch 4 Kombinationen kann sie verloren werden. Alle übrigen Kombinationen entscheiden den Come Out-Wurf nicht.

    Die Wahrscheinlichkeiten für die verschiedenen Augenzahlen sind in der folgenden Tabelle zusammengefasst:

    Augenzahl Möglichkeiten Kombinationen Chance
    2 1
    1
    1 1/35
    3 1 2
    2 1
    2 1/17
    4 1 2 3
    3 2 1
    3 1/11
    5 1 2 3 4
    4 3 2 1
    4 1/8
    6 1 2 3 4 5
    5 4 3 2 1
    5 5/31
    7 1 2 3 4 5 6
    6 5 4 3 2 1
    6 1/5
    8 2 3 4 5 6
    6 5 4 3 2
    5 5/31
    9 3 4 5 6
    6 5 4 3
    4 1/8
    10 4 5 6
    6 5 4
    3 1/11
    11 5 6
    6 5
    2 1/17
    12 6
    6
    1 1/35


    Geht das Spiel mit den übrigen unentschiedenen 2/3 weiter, so ändern sich die Chancen drastisch. Ist erst einmal ein Point gesetzt, so ist die Chance, diesen Point ein zweites Mal zu würfeln, geringer als eine 7 zu würfeln.

    Ein Beispiel:
    Ist der Point eine 10, so ist die Chance, diese Zahl erneut zu würfeln, 3/36 gegen 6/36 für eine 7. Benötigt man wie in diesem Fall also eine 10 vor einer 7, so muss man sich mit einer Gewinnchance von 1:2 zufrieden geben.

    Im übrigen haben jene Spieler nach dem Come Out-Wurf einen geringfügigen Vorteil, welche eine Don't Pass-Wette anstatt einer Pass Line-Wette gespielt haben. Bei einer Pass Line-Wette beträgt der Hausvorteil 1,414%. Bei einer Don't Pass-Wette wäre der Hausvorteil des Casinos geringer, wenn die 12 keinen Gleichstand bedeuten würde. Aufgrund dieser Regelung beträgt der Hausvorteil bei einer Don't Pass-Wette 1,402%.
    Geändert von Merlin (05.09.2010 um 15:32 Uhr)
    Nicht der Beginn wird belohnt, sondern einzig und allein das Durchhalten.
  11. #10
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    Standard Craps - Seven/Eleven

    Der Ablauf des Craps

    Kommen wir nun zum eigentlichen Ablauf des Craps. Es gibt zwei Varianten, einmal das Private Spiel, und einmal das Casinospiel.

    Beiden Varianten ist gemeinsam, dass sie mit zwei Würfeln gespielt werden, die auch African Dominoes genannt werden. Derjenige Spieler, welcher mit dem würfeln an der Reihe ist, wird wie wir bereits wissen der Shooter genannt, zu deutsch Werfer oder Schütze. Die anderen Mitspieler werden Faders genannt.

    Das Casinospiel

    Ein Neuling ist vom Craps schnell irritiert und eingeschüchtert, erscheint das Spiel auf den ersten Blick auf das Tableau doch verwirrend und kompliziert zu sein. Aber eigentlich besteht dazu kein Grund, denn das Craps erfordert keinerlei besondere Fähigkeiten und ist doch schnell erlernbar.

    Oben kann man ersehen, dass die meisten der besonderen Wetten, wie z. B. die Proposition Bets, von vornherein unsinnig durch ihre Auszahlungsquoten sind, so dass es sich kaum lohnt, sich mit diesen Wetten weiter auseinander zu setzen. Nur unerfahrene Spieler (wie ich) spielen auf diese Wetten.

    Die Anzahl der Spieler ist beim Craps nicht beschränkt, es dürfen beliebig viele Spieler an einem Tisch teilnehmen. Jedoch sind häufig die Plätze um den Crapstisch nummeriert, der Spieler an Platz Nummer 1 würfelt zuerst. Das Würfeln übernehmen die Spieler also selbst, einer von ihnen ist stets der Shooter, zu deutsch der Werfer oder der Schütze. Die Würfel werden nach dem Abschluss einer Spielrunde nach links weitergegeben. Häufig werden die Würfel erst weitergegeben, wenn der Shooter seine Wette verliert.


    Normalerweise ist ein Craps-Tisch in drei Bereiche aufgeteilt:
    einen mittleren Bereich, auf dessen Feld die Proposition-Wetten getätigt werden. An dieser Stelle sitzen der Boxman und der Stickman.

    Die beiden anderen, äußeren Bereiche des Craps-Tischlayouts sind identisch, an jeder der Seiten sitzt jeweils ein Dealer.

    Die Dealer haben die Aufgabe, die verlorenen Wetten einzuziehen und die Gewinne auszubezahlen. Sie sind auch dabei behilflich, die einzelnen Wetten zu platzieren.

    Für das echte Geld hingegen ist der Boxman verantwortlich, er wechselt Dollars in Spielmarken und zurück. Darüber hinaus ist ihm die Oberaufsicht über korrekten Ablauf des Spiels überlassen. Auch das Ausspähen eventueller potentieller Schwindler – gerne bringen einige Spieler z. B. ihre eigenen gefälschten Würfel mit, um diese unauffällig auszutauschen – fällt in den Aufgabebereich des Boxman. Der Job eines Boxman ist bei jenem Trubel, der an einem Crapstisch herrscht, eine wahrliche Herausforderung.

    Dem Stickman hingegen ist das Geschäft mit den Würfeln überlassen, er reicht jenem Spieler, welcher die Rolle des Shooters einnimmt, eine Auswahl von Würfeln, von denen der Shooter sich zwei aussuchen darf. Man sollte es tunlichst unterlassen, allzu sehr mit den Würfeln herum zu fuchteln, der Boxman hat wirklich stets ein scharfes Auge auf die Spieler.

    Der Shooter ist in der Verpflichtung, vor seinem ersten Wurf eine Pass Line- Wette oder eine Don't Pass Bar-Wette zu tätigen. Der erste Wurf des Shooters wird der Come Out Roll (Roll = Wurf) genannt. Dieser anfängliche Wurf entscheidet entweder sofort die Wette, oder er leitet eine Reihe von neuerlichen Würfen desselben Shooters ein.

    Nun steht es also in der Verantwortung des Shooters, nachdem er die Würfel ausgesucht hat, jede Wette, die auf dem Tableau platziert wurde, durch sein Würfeln zu entscheiden. Dies ist nicht immer eine dankbare Aufgabe.

    Der Shooter nimmt nun einen Platz ein einem der Enden des Tisches ein, um die Würfel am Stickman vorbei zu werfen. Hierbei müssen die Würfel kräftig genug geworfen werden, so dass sie am gegenüberliegenden Ende des Tisches an die Bande anstoßen und wieder auf den Tisch zurück fallen, so dass das Ergebnis des Wurfes in Augenschein genommen werden kann.

    Diese Art und Weise, die Würfel zu werfen ist verbindlich für jeden Shooter, um einem eventuellen Betrugsverdacht vorzubeugen.

    Steht das Ergebnis des Wurfes fest, beginnen die Dealer umgehend mit dem Hantieren der Jetons.
    Geändert von Merlin (09.11.2010 um 18:54 Uhr)
    Nicht der Beginn wird belohnt, sondern einzig und allein das Durchhalten.

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