Saarbrücken. Die beiden Geschäftsführer von Saarland-Sporttoto und Saarland-Spielbank, Jürgen Schreier und Michael Burkert, haben die Kritik von FDP-Fraktionschef Horst Hinschberger an ihrer Geschäftspolitik als "puren Lobbyismus für die Spielhallen- und Automatenindustrie" zurückgewiesen. Dies teilten Schreier und Burkert am Freitag in einer gemeinsamen Presseerklärung mit.

Hinschbergers Aufforderung an die Geschäftsführung, der ungebremst wachsenden Konkurrenz von gewerblichen Spielhallen mit einem "offensiven Management" zu begegnen (wir berichteten), zeuge "von mangelnder Sachkenntnis", heißt es darin. Die Saarland-Spielbank sei im Gegensatz zu den am Markt frei agierenden Spielhallen, die weniger Abgaben zahlen und kaum Auflagen haben, an gesetzliche Regelungen des Glücksspielstaatsvertrags gebunden. So sei Saarland-Sporttoto und Saarland-Spielbank etwa eine über die reine Information hinausgehende Werbung untersagt. Zudem hätten beide Einrichtungen in den vergangenen zehn Jahren unter anderem Sportvereine, Kultur und soziale Projekte mit fast 500 Millionen Euro unterstützt. Dies sei nur möglich gewesen, weil sich beide Unternehmen "im Gegensatz zu den Spielhallen am Gemeinwohl und dem Spielerschutz" orientiert hätten und nicht an der Gewinnmaximierung.

Schreier und Burkert merken an: "All das hätte der FDP-Fraktionsvorsitzende von seinen FDP-Kollegen, Wirtschaftsminister Christoph Hartmann und Staatssekretär Pini, erfragen können, die in beiden Unternehmen im Aufsichtsrat sitzen."

(saarbruecker-zeitung.de)

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