Es ist von der Grundsätzlichkeit her völlig gleichgültig, ob man versucht, mit einer Tendenz zu spielen oder auf den Ausgleich. Im Prinzip sind die Chancen dieselben, es scheint jedoch kleine Unregelmäßigkeiten zu geben, so dass die Wahrscheinlichkeit für ein Tendenzspiel kurzfristig besser ist als für ein Spiel auf den Ausgleich. Es soll nun nicht grundsätzlich ein Ausgleichsspiel verteufelt werden, allerdings hat es der Ausgleichsspieler etwas schwerer, dem Zufall etwas greifbares zu entnehmen.
Es müssen einige Punkte beachtet werden, wenn man erfolgreich ein Ausgleichsspiel beim Roulette betreiben möchte. Je mehr Geduld man aufbringt, um so besser können die Chancen für den Ausgleichsspieler sein.
Als Ausgleichsspieler sollte man seine Angriffe möglichst kurz halten. Dann bieten sich auch Progressionen zum Spiel an.
- Eine lange Serie auf beispielsweise einer Einfachen Chance macht noch keine Abweichung aus. Häufiger kann man beobachten, dass von nur einem oder zwei Coups unterbrochene Serien mehr zu einem kurzfristigen Ausgleich neigen wie einzelne lange Serien.
Eine Abfolge wie z. B. S-S-S-S-R-S-S-S-S-R-R-S-S-S-S ist durch Erscheinen der Gegenchance unterbrochen. Eine solche Ausgangssituation ist häufig eine bessere für einen späteren Ausgleich, auch wenn der Favorit noch eine gewisse Zeit anhält.
- Man sollte nicht versuchen, mehr als ein Viertel des Rückstandes einer Chance einzuspielen.
Es gibt keinen absoluten Ausgleich, sich in diesem Punkt an eine Obergrenze zu halten, ist überlebenswichtig. Hat man auf den Einfachen Chancen nach etwa zehn bis fünfzehn Coups dieses Ziel noch nicht erreicht, so sollte man das Spiel beenden, wenn man irgend einen Gewinn verbuchen konnte.
Es muss unbedingt beachtet werden, dass, je länger man spielt, um so häufiger Zero erscheinen wird. Man muss dies nach Möglichkeit vermeiden, da häufigere Ziehung von Zero unbeherrschbar werden.
- Ein Ausgleich sollte sich ankündigen. Frühzeitig einen Angriff zu starten und einer Chance hinterher laufen, bingt nichts, denn es kann nicht vorhergesagt werden, wie lange eine Abweichung ins Minus anhalten wird. Für jede Chance gibt es jedoch Anzeichen, an denen sich zu orientieren sinnvoll sein kann, wenn man eine ausreichende Strecke abgewartet hat.
Eine einfache Chance sollte innerhalb von vier Coups dreimal erscheinen,
eine Drittelchance sollte innerhalb von drei Coups zweimal erscheinen,
eine Transversale Simple sollte innerhalb von vier Coups zweimal erscheinen.
Bei noch höheren Chancen ist es sinnlos, auf einen Ausgleich spielen zu wollen. Die Schwankungen sind nur sehr schwer zu beherrschen. Man kann jedoch 4 Transversalen Plein wie ein Dutzend behandeln, 12 Nummern werden immer 12 Nummern bleiben.
- Es scheint einen Zusammenhang zwischen der Höhe der Abweichung und den Wahrscheinlichkeitsgesetzen zu geben, auch wenn prinzipiell die Kugel unfähig ist, sich an irgendetwas zu erinnern. Man kann bei einem schlechten Spielverlauf fast immer beobachten, dass bei einem Gleichsatzspiel, welches ein Minussaldo von -24 bis -30 Stücken hervorgebracht hat, schon fast zwingend ein Umschwenken der Minustendenz erfolgt.
- Ein Ausgleich kann nicht erzwungen werden. In den meisten Fällen erscheint nach einer größeren Spannung zuerst einmal ein in sich ausgeglichener Spielverlauf, wie von einer gewissen Unruhe geprägt scheint. Es erscheinen ausschließlich Einer- und Zweierserrien, nur gelegentlich erscheint eine Dreierserie. Eventuell zeigt jedoch hier die zurückliegende Chance ein schwaches Übergewicht. Sollten sich jedoch nicht innerhalb von 15 Coups die Anzeichen für einen Ausgleich erfüllen, so ist es sinnvoller, einen Angriff sein zu lassen.
Nach den oben genannten Anzeichen für einen Ausgleich kann man auf einen zumindest relativ ausgeglichenen Spielverlauf hoffen. Hier bietet sich eine flache Progression nach der Art der d'Alembert an, eine Progression nach Gewinn ist in einer solchen Phase nicht zu empfehlen.
Beginnt nach einer ausgeglichenen Spielphase der eigentliche Ausgleich, so führt dies zu einer Häufung der zurückliegenden Chance. Dann bietet sich der Wechsel zu einer Progression nach Gewinnen bis hin zu einem Parolispiel an. Ideal ist eine Progression mit einem Einsatz von 2 Stücken, nach einem Gewinn eine Steigerung auf drei Stücke, am Ende werden fünf Stücke gesetzt. Jedoch sollte auch ein solcher Angriff kurz gehalten werden.
Durch eine solche flexible Angriffsweise kann man die unterschiedlichen Permanenzfolgen, die sich in der Ausgeglichenheit und der Häufung gliedern, sich effektiver zu Nutze machen, als wenn man immer denselben Marsch und dieselbe Progression verwendet.
Es soll allerdings nicht verschwiegen werden, dass es Permanenzverläufe gibt, welche den grundsätzlichen Ausgleichsgedanken im wahrsten Sinne des Wortes auf den Kopf stellen. Doch ein Spieler, welcher ein Spiel auf den Ausgleich anstrebt, sollte doch sein Spiel etwas effektiver gestalten können.
Gruß
mystic

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