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Thema im Roulette Forum:
Kesselgucken

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Beiträge 1 bis 10 von 77
  1. #1
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    Standard Kesselgucken

    Nicht jeder, der in den Kessel guckt, ist auch gleich ein Kesselgucker.

    Viele gucken rein „wie das Schwein ins Uhrwerk“.
    Das Know How des Kesselguckens ist sehr simpel,denn jeden mechanisch-physikalischen Vorgang, wie man ihn auch beim Roulette vorfindet, kann man berechnen, wenn nur ausreichend Daten zur Verfügung stehen.

    Der Rest ist Genauigkeit, Disziplin und „kein Spieler“ zu sein.

    Es gibt KG betreffend kaum noch Geheimnisse. Die wesentlichen Casinos weltweit wissen längst Bescheid und Angst vor Nachahmern brauchen die paar übrig gebliebenen KG in der heutigen Zeit mit neuen Typen von Kugeln, Kesseln und sehr hohen Kesselgeschwindigkeiten ohnehin nicht zu haben, denn das sind Dinge, die nur das Know How betreffen.

    Viel wichtiger, um beim Spiel generell und beim KG speziell überhaupt eine Chance zu haben, ist der geeignete Charakter.

    Das soll bedeuten, dass jegliches emotionales Engagement (eine Zockermentalität) schädlich ist.

    Nur wer „kalt wie Hundeschnauze“ im Casino auftritt erfüllt eine der Voraussetzungen, um nicht von vornherein zu scheitern.

    Das soll nicht heißen, dass es gänzlich ohne Gefühle abgeht. Spätestens am 3. Tag im gleichen Casino renne ich mit einer Fresse in dem Laden rum, als ob ich Überstunden am Hochofen schieben müsste. Das Jagdfieber und die Freude, dass man den Gegner erwischt hat, sind schnell vorbei und dann ist es schon wegen des bis zu 12 Stunden freihändigen Stehens eben eine ziemlich harte Arbeit. Dazu muss man zwischenzeitliche oder sogar finale Verluste auch noch völlig unbeteiligt akzeptieren.

    Das bedingt eine wichtige Charaktereigenschaft:
    Selbstdisziplin.

    Einem Verlust, der durch eigene Fehler, Eingriffe des Managements oder sonstige die Bedingungen negativ verändernde Umstände entstanden ist, darf man nicht nachlaufen. Das Geld ist weg (bzw. nicht direkt weg sondern nun hat es eben das Casino). Basta!

    Brauche ich es die nächsten Tage? Nein! Also schläft es eben eine Zeit lang außer Haus. Dabei ist es auch später völlig wurscht, ob es dann im gleichen Casino zurück gewonnen wird oder anderswo. Womit wir bei der Gelassenheit wären, die man unbedingt braucht.

    Dazu eine kleine Episode:

    Vor einigen Jahren spielte ich in Namur/Belgien. Ich war schon mehrmals für jeweils einige Tage dort gewesen.

    Es war leicht und sie hielten still. Mein Tisch machte täglich 14 Uhr auf. Am 2. oder 3. Tag war ich etwa 15:30 dort, telefonierte noch mit jemandem und als ich damit fertig war, bemerkte ich, dass mir der richtige Elan fehlte.

    Daraufhin habe ich meinen Sitz umgelegt und erst einmal eine halbe Stunde auf dem Casinoparkplatz geschlafen.
    Wer dazu imstande ist, hat schon einmal ganz gute Voraussetzungen zum Gewinner.
    Um also dauerhaft beim Kesselgucken zu gewinnen, benötigt man:
    Know How, Disziplin und Gelassenheit.

    So einfach ist das und es gilt nicht nur fürs Kesselgucken sondern für alle Strategien und alle Spiele.



    So, das mal zum Anfüttern.

    Fragen zum KG werden nach bestem Wissen beantwortet.

    Wenn ich zu meinen „kleinen Geheimnissen“ nichts sagen möchte, teile ich das ebenfalls mit.
    Geändert von sachse (07.09.2009 um 17:25 Uhr)
  2. #2
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    Standard AW: Kesselgucken

    Hallo sachse,

    schön dein Eröffnungsbeitrag zum KG, zeigt er doch, dass du bereit bist dazu dein Wissen in Grenzen mitzuteilen. Die Eigenschaften für einen erfolgreichen Spieler, ich sage lieber Arbeiter, sind von dir genannt und auch ich schätze sie als unabdingbare Grundvoraussetzung ein.

    Selbst habe ich in den 80er Jahren auch das KG versucht und muss sagen, dass es gerade auch unter mehreren sehr viel Spass gemacht hat. Die Kessel und die Elfenbeinkugel waren oft verblüffend gut auszurechnen, aber bitte kein Vergleich mit dem was du betreibst.

    Glücklicherweise habe ich eine Möglichkeit gefunden, die eben auf eine leichtere Weise das Erzielen von Gewinn ermöglicht, aber eben auch noch die Berechnung des Kessels mit einbezieht. Eben nur auf andere Art und Weise, wo ich gleichfalls nicht in das Detail gehen möchte.

    Vielleicht kannst du ja auch ein paar Reiseberichte hier ins Forum stellen. Ich habe sie immer gerne gelesen und denke, dass das für andere User auch so sein wird.

    F.G. Lamis
  3. #3
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    Standard AW: Kesselgucken

    Hallo Lamis,

    mit hoher Wahrscheinlichkeit werde ich im Oktober wieder einmal für 2 Wochen nach Las Vegas reisen.
    Darüber schreibe ich dann einen Bericht - vor allem auch über die Veränderungen der letzten 3 Jahre.

    sachse
  4. #4
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    Standard AW: Kesselgucken

    Du machst dir doch nicht extra diese Arbeit für einen Hanseaten?

    Aber lesen werde ich ihn gerne.

    Lamis
  5. #5
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    Standard AW: Kesselgucken

    Hallo Sachse,

    habe nun hierher gefunden und stelle meine Frage hier, macht einen aufgeräumteren Eindruck.

    Habe auch Galileo gesehen, beim Spielbetrieb war von den Kesselguckern der Satz "Die Kugel ist zu leicht" zu hören. Leuchtet ein, dass das Gewicht der Kugel eine Rolle spielt, leichte Kugeln springen wahrscheinlich mehr. Aber warum soll das Gewicht der Kugel für das Spiel entscheidend sein, denn wie du erklärt hast, werden vor dem ersten Einsatz alle Parameter analysiert. Somit müsste doch das Gewicht der Kugel und das Springverhalten erkannt werden und damit letztendlich kein Hindernis für ein Spiel mit Gewinn sein.
    Oder gibt es Kessel, bei denen eine leicht Kugrl besser geeignet ist als eine schwere?
    Fragen über Fragen, aber eine nach der andren, wenn es erlaubt ist und hoffe, dass ich als Laie die eine oder andere brauchbare Antwort bekomme

    Grüße in die Runde

    eurokönig
  6. #6
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    Standard AW: Kesselgucken

    Zitat Zitat von eurokönig Beitrag anzeigen

    Hallo Sachse,

    ....Somit müsste doch das Gewicht der Kugel und das Springverhalten erkannt werden und damit letztendlich kein Hindernis für ein Spiel mit Gewinn sein. ....

    Grüße in die Runde

    eurokönig

    Hallo eurokönig,

    ich denke du liegst mit deiner Meinung richtig. Wenn die einzelnen Parameter für's KG festliegen, ist auch die Kugel mit einbezogen. Würde ja sonst auch keinen Sinn machen.

    Aber lassen wir dem "Meister" den Vortritt.

    F.G. Lamis
  7. #7
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    Standard AW: Kesselgucken

    Hallo eurokönig,

    ich kannte meinen Ersatzmann(Berlin ließ mich auch zum Drehen nicht rein, wie es vorgesehen war) nicht.
    Ich habe keine Ahnung, was er kann und ob er etwas kann.
    Sicher ist jedoch:
    Es gibt keine "leichten" Kugeln. Die hätten so wenig Masse, dass sie kaum 5 Runden laufen würden.
    Es handelt sich vorwiegend um Kunstharz, Delrin, Nylon und Teflon.
    Die 3 erstgenannten haben etwa die gleiche Dichte von 1,2-1,4Kg/dm³.
    Nur Teflon ist mit 2,2kg/dm³ etwas schwerer.
    Was den Eindruck einer leichten Kugel vermittelt ist, dass die sehr harten Kunstharz-, Nylon- und Delrinkugeln oft unkalkulierbar umherspringen.
    Die "schweren" Teflonkugeln sind relativ weich und fallen meist "wie ein Stein".
    Beim Streuverhalten spielen auch die Kesselmodelle eine Rolle. Französische Kessel mit Filzböden und relativ dünnen "weichen" Stegen reagieren zahmer als Amikessel mit dicken Stegen und harten Metallfächerböden.
    Alles erklärt oder etwas vergessen?

    sachse
  8. #8
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    Standard AW: Kesselgucken

    Hallo sachse,

    erst einmal danke für deine Antwort. Ich habe wenigstens etwas über die Beschaffenheit der Kugeln erfahren. Ich hoffe, dass Du weitere Fragen ebenso kompetent beantwortest.

    Es gibt keine "leichten" Kugeln. Die hätten so wenig Masse, dass sie kaum 5 Runden laufen würden.
    Wieviele Runden sollte eine Kugel im Idealfall laufen?


    Was den Eindruck einer leichten Kugel vermittelt ist, dass die sehr harten Kunstharz-, Nylon- und Delrinkugeln oft unkalkulierbar umherspringen.
    Sind Kessel, in denen diese Kugeln eingesetzt werden, grundsätzlich nicht spielbar, oder gibt es hier doch Möglichkeiten, wenn ja wie gehst du hier vor? Welche Kugeln sind in den Spielbanken hauptsächlich im Einsatz?


    Beim Streuverhalten spielen auch die Kesselmodelle eine Rolle. Französische Kessel mit Filzböden und relativ dünnen "weichen" Stegen reagieren zahmer als Amikessel mit dicken Stegen und harten Metallfächerböden.
    ok, das mit den Filzböden leuchtet ein, abeer was für einein Einfluß haben die unterschiedlichen Stege?

    Alles erklärt oder etwas vergessen?
    Wie es den Anschein hat, hast Du zwar nichts vergessen, aber es tauchten noch mehr Fragen auf. Ich hoffe, ich nerve nicht un bekomme weitere Hinweise. Vieln Dank.

    Freundliche Grüße

    eurokönig
  9. #9
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    Standard AW: Kesselgucken

    Wieviele Runden sollte eine Kugel im Idealfall laufen?
    Hier kann ich nur für mich und meine Methode sprechen.
    10-12 Kugelrunden sind für mich das Minimum, dass ich noch vor Absage annoncieren kann.


    Sind Kessel, in denen diese Kugeln eingesetzt werden, grundsätzlich nicht spielbar, oder gibt es hier doch Möglichkeiten, wenn ja wie gehst du hier vor?
    Ich spiele seit Jahren zwangsweise fast nur noch im Ausland, wo es ebenso fast ausschließlich diese genannten Kessel gibt.
    Über mein Vorgehen möchte ich nichts sagen aber sie sind durchaus spielbar.

    Welche Kugeln sind in den Spielbanken hauptsächlich im Einsatz?
    Die im vorherigen Artikel genannten. Mir bekannte Ausnahmen:
    Bad Wiessee und Baden-Baden, wo noch uralte Elfenbeinkugeln verwendet werden.

    ok, das mit den Filzböden leuchtet ein, abeer was für einein Einfluß haben die unterschiedlichen Stege?
    Sie sind dünner und dicker und haben somit ein unterschiedliches Abprallverhalten.

    Wie es den Anschein hat, hast Du zwar nichts vergessen, aber es tauchten noch mehr Fragen auf. Ich hoffe, ich nerve nicht un bekomme weitere Hinweise. Vieln Dank.
    Wie versprochen: Antworten erfolgen, soweit ich nicht "die karte verraten" muss.


    sachse
  10. #10
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    Standard AW: Kesselgucken

    Hi saechselchen

    Zitat Zitat von saechsellchen

    Wie versprochen: Antworten erfolgen, soweit ich nicht "die karte verraten" muss.
    And're Idee:

    Nachdem Du das Thema hier ja gestartet hast, mach' doch einfach so 'ne Art Crash-Kurs fuer Dummies im Kesselgucken. Du schreibst da alles 'rein, was fuer 's Kesselglotzen von Bedeutung ist, ohne dass Du auf die Details Deiner Methode, die Du nicht verraten willst, naeher eingehst. Aber vielleicht doch so weit in's Deatil gehst, als dass 'n Int'ressierter 'ne Vorstellung davon bekommt, wasses bedeutet, 'n Kesselgucker werden zu wollen, weil bei Galileo hat sich das alles so wahnsinnig einfach angehoert, aber dasses das nicht ist, wissen wir ja.................

    Du brauchst das ja nicht alles auf 'n Mal zu schreiben, so alle zwei, drei Tage oder auch laenger, falls Du auf Achse bist, so 'ne Art Kapitel reicht doch voellig. Dann waer' das auch nicht in unzaehlige Themen verteilt, sondern mer koennt's alles in einem Thema nachlesen. Bei Bedarf wuerden wir dann 'n Extra-Thema mit Fragen aufmachen. Waer' das nicht 'n guter Vorschlag??????????

    Bis denne

    liebe Gruesse

    Danny

    Everything will be ok in the end ...
    if it's not ok ... it's not the end!

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