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Spielbanken - Erträge gehen zurück

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    Spielbanken - Erträge gehen zurück

    1 Kommentar(e) von Harvey, veröffentlicht am 25.02.2010 15:59
    Stuttgart/Baden-Baden - Die Spielbanken im Südwesten haben im vergangen Jahr trotz steigender Besucherzahlen deutliche Einbußen bei den Erträgen hinnehmen müssen. Der Bruttospielertrag - also die Spieleinsätze abzüglich der ausgezahlten Gewinne - sei im vergangenen Jahr um 9,6 Prozent auf 67,9 Millionen Euro zurückgegangen, teilten die landeseigenen Baden-Württembergischen Spielbanken am Donnerstag in Stuttgart mit. Vor allem bei Spielautomaten gingen die Erträge massiv zurück, Kartenspiele wie Black-Jack oder Poker sind hingegen wieder beliebter geworden.



    Knapp 660.000 Menschen kamen in die Spielbanken in Stuttgart, Baden-Baden und Konstanz, das waren 0,7 Prozent mehr als 2008. Dadurch habe der Spielertrag der klassischen Spiele, zu denen die Kartenspiele gehören, erstmals seit Jahren wieder leicht um 0,3 Prozent auf 25,0 Millionen Euro angezogen. Bei den Spielautomaten sind die Umsätze hingegen im freien Fall. Illegale Glücksspiele im Internet sowie die Ausbreitung von Spielhallen wirkten sich in diesem Bereich dramatisch aus, sagte der Spielbanken-Geschäftsführer Otto Wulferding. Der Bruttospielertrag bei den Automaten sank um 14,6 Prozent auf 43,0 Millionen Euro. Der privaten Konkurrenz werde es mit ihren Angeboten viel zu leicht gemacht. "Deren Besucher werden weder registriert, noch müssen diese einen Ausweis vorlegen", kritisierte Wulferding.

    Einen wirksamen Schutz gegen Spielsucht gebe es dort nicht. Mit 348.000 Besuchern (plus 2,5 Prozent) ist die Stuttgarter Spielbank weiterhin die größte im Land und bundesweit die Nummer drei. In Baden-Baden kamen 219.000 Menschen, ein Minus von 5,3 Prozent, das laut einem Sprecher aber vor allem darauf zurückzuführen ist, dass die Spielbank durch den Nato-Gipfel zwei Wochen lang geschlossen war. Das Casino Konstanz verbuchte mit 92.000 Besuchern ein Plus von 10,2 Prozent.

    (stuttgarter-zeitung.de)

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  2. Kommentare insgesamt: 1

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  3. #2
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    Standard Jetzt wird beim Zocken gespart

    Jeder Haushalt gibt um knapp 100 Euro weniger für Glücksspiele aus, als noch vor zwei Jahren. Hart trifft es die Casinos.

    In schlechten Zeiten neigen Herr und Frau Österreicher zum Glücksspiel. Dieses Klischee hält der Realität nicht stand.

    Denn eine aktuelle Umfrage des Institutes RegioPlan zeigt, dass heimische Glücksspiel-Anbieter das sprichwörtliche „Bummerl“ haben. Gab 2009 noch jeder der 3,62 Millionen Haushalte pro Jahr 1025 Euro für Glücksspiele aus, sind es 2011 nur noch 930,6 Euro. In einem Haushalt leben (hochgerechnet) 2,3 Personen.

    Unter das geregelte Glücksspiel fallen Lotto/Joker, Toto, Rubbel- und Brieflose, Klassenlotterie, Casino-Tische und gemeldete Automaten sowie Sportwetten.

    Verluste bei Casinos

    Vor allem der Gang ins Casino kommt aus der Mode. Vor zwei Jahren investierte jeder Haushalt, so RegioPlan noch 65,2 Euro jährlich für Casino-Besuche. Heuer waren es (Berechnungszeitraum Jänner bis Oktober) nur noch 51,8 Euro. Bedeutet ein Minus von 20,5 Prozent.

    Alexander Flicker, Sprecher der Bundeswirtschaftskammer Gruppe Casinos Austria und Lotterien bestätigt den Trend: „Dass mehr gespielt wird, wenn es uns schlechter geht, ist ein Klischee. Nach unseren Erhebungen spart der Konsument zuerst bei Restaurantbesuchen und dann schon beim Glücksspiel. Das spüren vor allem die Casinos.“ Auch das generelle Rauchverbot in den Zocker-Tempeln schlägt sich in der Casino-Bilanz nieder.

    Tatsächlich machten die zwölf heimischen Casinos vor zwei Jahren noch einen Umsatz von 276 Millionen Euro. Ein Jahr später waren es 258 Millionen. „Heuer dürften wir bei den Casinos an das Ergebnis von 2010 herankommen, vielleicht sogar knapp darüber liegen“, so Günter Engelhard, Sprecher der Casinos Austria und der Lotterien.

    Ende der goldenen Zeiten Auch bei den Lotterien sind die goldenen Zeiten vorbei. In den beiden vergangenen Jahren lag der Umsatz bei jeweils 2,6 Milliarden Euro. 2011 dürfte der Umsatz minimal steigen. Trotzdem sind die Spiel-Anbieter besorgt.

    „2011 kamen den Lotterien die häufigen Mehrfach-Jackpots sehr entgegen. Da sitzt das Geld der Spieler natürlich lockerer“, weiß Engelhard.

    Das früher so beliebte Brieflos zeigte heuer bereits merkbare Verschleißerscheinungen. „Aus diesem Grund versuchen die Lotterien auch kontinuierlich die Angebote zu attraktivieren“, so der Lotterien-Sprecher.

    Obwohl die Österreicher von 2009 auf 2011 pro Haushalt um 9,3 Prozent weniger für Glücksspiele ausgaben, lukrierte die Finanz mehr Geld. Waren für Jänner bis Oktober des heurigen Jahres 206,3 Millionen Steuereinnahmen veranschlagt, wurden daraus gar 400,9 Millionen. Der Grund liegt in der seit Jänner vorgeschriebenen Glücksspielabgabe für Spielautomaten.

    Helmut Kafka, Vizepräsident des europäischen Dachverbandes Euromat kennt die Gründe: „Konzessionen wurden nicht verlängert, trotzdem blieben viele Automaten aufgestellt. Die Betreiber zahlen aber Steuern, obwohl die Geräte illegal stehen. So entkommt man bei Kontrollen zumindest dem Steuerverfahren.“

    Probleme bereiten internationale Online-Glücksspielanbieter. Hier landen Wett- und Spieleinsätze unversteuert im Ausland. Somit sind die Quoten höher, tausende Zocker wanderten daher in diese Internet-Grauzone ab.

    (kurier.at)

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