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Thema im Roulette Forum:
Single-Deck BlackJack

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Beiträge 1 bis 4 von 4
  1. #1
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    Beitrag Single-Deck BlackJack

    Eine Basisstrategie-Tabelle ist genau das, was der Begriff ausdrückt:
    sie bildet die Basis der Möglichkeiten ab. Die Basisstrategie wurde entwickelt, um dem Spieler klare, eindeutige und unveränderbare Schwarz-/Weiß-Entscheidungen wärend des BlackJack-Spiels bereitzustellen.

     Dealer
    S
    p
    i
    e
    l
    e
    r
     2345678910A
    8HHHHHHHHHH
    9HDDDDHHHHH
    10DDDDDDDDHH
    11DDDDDDDDDH
    12HHSSSHHHHH
    13SSSSSHHHHH
    14SSSSSHHHHH
    15SSSSSHHHRH
    16SSSSSHHRRR
    17SSSSSSSSSS
    A, 2HHHDDHHHHH
    A, 3HHHDDHHHHH
    A, 4HHDDDHHHHH
    A, 5HHDDDHHHHH
    A, 6HDDDDHHHHH
    A, 7SDDDDSSHHS
    A, 8SSSSSSSSSS
    2, 2TTTTTTHHHH
    3, 3TTTTTTHHHH
    4, 4HHHTTHHHHH
    5, 5DDDDDDDDHH
    6, 6TTTTTHHHHH
    7, 7TTTTTTHHHH
    8, 8TTTTTTTTTT
    9, 9TTTTTSTTSS
    10, 10SSSSSSSSSS
    A, ATTTTTTTTTT

    SStand, Stehen
    TSplit, Teilen
    Rwenn möglich Aufgabe, ansonsten Ziehen
    DDouble Down, Verdoppeln
    HHit, Ziehen

    Alle Entscheidungen, wie sie in der Basisstrategie enthalten sind, erscheinen auf den ersten Blick richtig und fundiert, aber dennoch gibt es zwei wichtige Ausnahmen, wie nachfolgend aufgezeigt wird.
    Nicht der Beginn wird belohnt, sondern einzig und allein das Durchhalten.
  2. #2
    Merlin ist offline
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    Standard Single-Deck BlackJack

    Wenn beispielsweise der Spieler 16 Augen gegen ein As der Bank hat, wird der Spieler von 100 Fällen 24 gewinnen, wenn er zieht, der Spieler gewinnt nur 17 Fälle von 100, wenn er stehen bleibt. Hier ist die Sachlage also eindeutig:
    der Spieler sollte immer ziehen, weil der Unterschied im Ergebnis zwischen Ziehen und Stehen gravierend ist.

    Aber es gibt zwei Konstellationen innerhalb der Basisstrategie, bei denen der Unterschied zwischen den beiden Entscheidungen, ob der Spieler nun ziehen oder stehen bleiben soll, sehr minimal ist so dass die Entscheidung über ziehen oder Stehen von der Zusammensetzung der Hand des Spielers abhängt. Die Beachtung dieser Feinheiten führt zu einer weiteren Optimierung für das Single-Deck BlackJack, mit Hilfe derer der Spieler seine Ergebnisse noch weiter verbessern kann!

    Wenn der Spieler 16 Augen hat, welche aus einer 10 und einer 6 bestehen und die Bank eine 10 zeigt, wird der Spieler von 100 Fällen 23 gewinnen und 23 davon verlieren. Dies ist eine sehr enge Entscheidung, bei der die Basisstrategie das Ziehen vorgibt, weil das Ziehen ein wenig besser als das Stehen erscheint. Die Entscheidung geht in Ordnung, der Spieler benötigt im besten Fall eine 4 oder eine 5, um eine Hand zu erhalten, die einen Stand-Off oder gar einen Gewinn ergibt.

    Was jedoch geschieht, wenn die Hand des Spielers schon eine 4 oder eine 5 (oder gar mehrere) enthält? Diese für ihn günstigeren Karten stehen dann nicht mehr in voller Anzahl zur Verfügung.

    Deshalb hat der Spieler einen leichten Vorteil, wenn er stehen bleibt, wenn seine Hand aus einer Kombination besteht, die eine 4 oder eine 5 oder mehrere davon enthält!

    SpielerDealer 
    10 + 610Spieler zieht
    9 + 5 + 210Spieler bleibt stehen
    8 + 4 + 410Spieler bleibt stehen
    10 + 2 + 410Spieler bleibt stehen
    5 + 4 + 710Spieler bleibt stehen
    10 + 5 + A10Spieler bleibt stehen
    5 +  4 + 4 + 310Spieler bleibt stehen usw.

    Die Regel - wohlgemerkt nur beim Single-Deck BlackJack - lautet:

    Wenn der Spieler eine Hand mit 16 Augen hat,
    welche aus einer 4 oder einer 5 (oder aus mehreren 4ern oder 5ern)
    und beliebigen weiteren Karten besteht,
    zieht er im Gegensatz zur Basisstrategie nicht,
    sondern er bleibt stehen!

    Diese Regel gilt jedoch nur dann, wenn der Dealer eine 10 aufgedeckt hat, sie hat keine Gültigkeit, wenn der Dealer eine beliebige andere Aufkarte - beispielsweise ein As oder eine 8 - zeigt.
    Nicht der Beginn wird belohnt, sondern einzig und allein das Durchhalten.
  3. #3
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    Standard Single-Deck BlackJack

    Eine zweite, vergleichbare Konstellation - also kaum ein Unterschied zwischen Ziehen und Stehen - ist gegeben, wenn der Spieler 12 Augen hat und der Dealer eine 4 als Aufkarte zeigt. In allen BlackJack-Büchern wird in diesem Fall Stehen empfohlen, denn die Mathematik sagt, dass der Spieler von 100 Spielen 40 gewinnen wird, wenn er stehen bleibt und 39 Spiele von 100 verliert, wenn er zieht. Es besteht also wieder nur ein minimaler Unterschied zwischen Ziehen und Stehen.

    Da 6 + 6 gegen eine 4 des Dealers geteilt wird, verbleiben vier Zusammensetzungen der Starthand des Spielers mit 12 Augen:

    10 + 2
    9 + 3
    8 + 4
    7 + 5

    Der Unterschied zwischen 10 + 2 und 7 + 5 als Starthand ist gravierend. Wenn der Spieler mit 7 + 5 gegen eine 4 des Dealers zeiht, kann er eine 10 ziehen und sich damit überkaufen oder auch eine 2, welche ihm auch nicht weiterhilft. Die für den Spieler günstigen Karten 7 - würde 19 Augen ergeben - und die 5 - ergibt 17 Augen - stehen nicht mehr vollständig zur Verfügung, da sie ja schon in der Starhand des Spielers enthalten sind.

    Ein anderer Fall ist es, wenn die Starthand des Spielers aus 10 + 2 besteht, denn in diesem Fall sind die 7 und die 5 noch vollständig verfügbar und können somit zu einer Verbesserung der Hand beitragen.

    Bei einer Starthand mit 12 Augen verhält sich der Spieler also folgendermassen:

    SpielerDealer 
    10 + 24Spieler zieht
    9 + 34Spieler bleibt stehen
    8 + 44Spieler bleibt stehen
    7 + 54Spieler bleibt stehen

    Auch hier gilt, was weiter oben schon ausgeführt ist:
    Die Regel, mit 10 + 2 gegen eine 4 des Dealers zu ziehen, beschränkt sich ausschliesslich auf diese Konstellation! Der Spieler darf nun nicht beginnen, auch mit 10 + 2 gegen eine 5 oder eine 6 des Dealers zu ziehen.

    Die erläuterten Abweichungen von der Basisstrategie beziehen sich ausschliesslich auf diese beiden Konstellationen beim Single-Deck-BlackJack, bei denen zwischen dem Ziehen und Stehen nur ein unwesentlicher Unterschied besteht und nicht auf ähnliche Konstellationen!
    Nicht der Beginn wird belohnt, sondern einzig und allein das Durchhalten.
  4. #4
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    Standard Single-Deck BlackJack

    Es gibt noch einige weitere Konstellationen, bei denen es von Vorteil sein kann, von der Basis-Strategie abzuweichen. Diese Hände befassen sich nicht mit auf einen einzelnen Kartenwert, sondern unterscheiden lediglich zwischen kleinen Karten, also Zweier, Dreier Vierer und Fünfer, und den zehnwertigen Karten.

    Beim Single-Deck BlackJack ergeben sich dadurch folgende Veränderungen:
    1. Spieler hat 13 Augen, Dealer zeigt eine 2
      Die gewöhnliche Basis-Strategie schreibt hierbei vor, dass der Spieler Stehen bleibt. Wenn allerdings bei den schon aufgedeckten Karten die Anzahl der kleinen Karten und der hohen Karten gleich ist oder wenn die Anzahl der hohen Karten gar höher ist als die der kleinen, ist die Entscheidung Ziehen.

    2. Spieler hat 9 Augen, Dealer zeigt eine 2
      Nach der Basis-Strategie soll der Spieler bei dieser Konstellation Ziehen. Ist jedoch die Anzahl der kleinen Karten auch nur um eine Karte größer als die der hohen Karten, lautet die Strategie Verdoppeln.

    3. Spieler hat As/7, Dealer zeigt eine 2
      Bei dieser Konstellation soll der Spieler laut Basis-Strategie Stehen bleiben. Ist jedoch die Anzahl der kleinen Karten auch nur um eine größer als die der großen Karten, ist die bessere Wahl Verdoppeln.

    4. Spieler hat As/8, Dealer zeigt eine 6
      Die Basis-Strategie schreibt bei dieser Konstellation Stehen vor. Ist allerdings die Anzahl der kleinen Karten auch nur um eine Karte größer als die der hohen Karten, lautet die Entscheidung Verdoppeln.

    5. Spieler hat 11 Augen, Dealer zeigt ein As
      In diesem Fall sollte der Spieler ebenfalls Verdoppeln, wenn die Anzahl der kleinen Karten auch wieder nur um eine Karte höher ist als die der großen Karten.
    Nicht der Beginn wird belohnt, sondern einzig und allein das Durchhalten.

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