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Deutsche Bank verzockt sich in Las Vegas

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    Deutsche Bank verzockt sich in Las Vegas

    6 Kommentar(e) von Harvey, veröffentlicht am 11.02.2010 16:27
    Die Spielerstadt Las Vegas bringt der Deutschen Bank kein Glück. Nach über einer halben Mrd. Euro an Abschreibungen auf das im Bau befindliche Cosmopolitan Casino im vergangenen Jahr muss sie jetzt wegen der Flaute in der Zockermetropole auch das Luxusresort Ritz-Carlton Lake Las Vegas schließen. Dabei ist die Bank eher unfreiwillig zum Eigentürmer geworden.

    NEW YORK. „Die Wirtschaftskrise hatte einen signifikanten Einfluss auf den Hotelbetrieb“, sagte ein Sprecher und bestätigte damit Meldungen aus Las Vegas. Das Institut werde die Finanzierung des laufenden Betriebs einstellen und es am 2. Mai schließen. Erwartet wird, dass das Anwesen mit 350 Zimmern, in dem zu Hochzeiten Promis wie Liz Taylor und Michael Jackson abstiegen, verkauft wird. „Wir werden den Markt beobachten“, sagte der Banksprecher.

    las_vegas_1.jpg

    Die Wirtschaftskrise hat Las Vegas voll getroffen. Die Belegungsquote der Hotels lag im vergangenen Winter zehn Prozent unter den Werten vor der Krise. Dabei spielt nicht nur eine große Rolle, dass viele US-Bürger einfach kein Geld mehr zum Zocken haben. Viele Firmen, die früher Mitarbeiterversammlungen in Las Vegas abhielten, bleiben weg. Sie fürchten negative Presse. Die Hoteliers der Stadt nennen dies den „AIG–Effekt“. Der Versicherer AIG war in die Kritik geraten, weil er 2008 kurz nach der Rettung des Konzerns durch Steuergelder Topmanager und Broker zu Mitarbeiterseminaren nach Las Vegas einlud. „Die Dämonisierung solcher Meetings hat uns schwer getroffen. Keine andere Stadt muss sich so dafür rechtfertigen“, sagte Ritz-Carlton-Sprecherin Vivian Deuschl.

    In den Boomzeiten des US-Immobilienmarktes hatte sich die Deutsche Bank an der Finanzierung von mehreren Prestigeprojekten in Las Vegas beteiligt. Als die Blase platzte und den Initiatoren die Luft ausging, mutierte sie unfreiwillig vom Gläubiger zum Eigentümer. So übernahm sie im Februar 2008 für rund eine Mrd. Dollar das im Bau befindliche Cosmopolitan Casino am legendären „Strip“ von Investor Ian Bruce Eichner. Eine unglückliche Entscheidung. Nicht nur die rückläufigen Besucherzahlen in Las Vegas drücken den Wert des Rohbaus weiter. Im Winter lief das Gebäude zu allem Überfluss auch noch voll Wasser.

    Nach Abschreibungen von 500 Mio. Euro im April 2009 folgte im vierten Quartal eine neuerliche Wertberichtigung um 75 Mio. Euro. Das Casino soll nun im Herbst 2010 fertiggestellt sein. „Es wird einer der letzten Neubauten in Las Vegas für eine ganze Weile sein und die neuen Gebäude ziehen gewöhnlich die meisten Besucher an“, demonstrierte Deutsche-Bank-Finanzvorstand Stefan Krause kürzlich Zuversicht. Das mit rund einer Mrd. Euro in den Büchern stehende Objekt sei jetzt „fair bewertet“.

    Aus der anstehenden Schließung des Ritz-Carlton erwartet das Institut Bank offenbar für 2010 keine weiteren Ergebnisbelastung mehr. „Die Bank hat 2009 bereits Rückstellungen gebildet“, sagte ein Sprecher.

    Offen sind die Folgen aus dem Rückzug der Bank aus der Finanzierung des Casinos Fontainebleau. Investoren haben Klage gegen eingereicht. Sie werfen der Bank vor, sich eines Konkurrenten des Cosmopolitan Casinos entledigen zu wollen. Die Deutsche Bank äußerte sich dazu gestern nicht.

    (handelsblatt.com)

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  2. Kommentare insgesamt: 6

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  3. #2
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    Standard Deutsche Bank verzockt sich in Las Vegas

    Während in Europa die Schuldenkrise tobt, schlägt sich das Geldinstitut mit unrentablen Hotelkomplexen am Las Vegas Strip herum. Jetzt zeigt sich: Die Bank hat dort mehr Geld eingesetzt, als bisher bekannt.

    Düsseldorf - Das Engagement der Deutschen Bank in Las Vegas ist größer als bisher angenommen. Wie die britische Financial Times berichtet, hat das Geldinstitut 4,9 Milliarden US-Dollar in die Zockermetropole gesteckt. Der Ausflug in die Wüste Nevadas wird immer teurer und gibt Kritikern neue Ansatzpunkte, die behaupten, das Institut sei lediglich ein Hedgefond mit angeschlossener Geschäftsbank.

    Die Summe setzt sich zusammen aus einer Investition von 3,9 Milliarden Dollar in das Cosmopolitan Casino und einem Darlehen von einer Milliarde an Station Casinos, einen Betreiber von Spielcasinos mit mehreren Häusern im Großraum Las Vegas. Bisher war lediglich über den Einsatz von rund vier Milliarden beim Cosmopolitan berichtet worden.

    Der Hotelkomplex mit 3.000 Betten gehört zur Deutschen Bank, seit der Bauherr während der Finanzkrise im Jahr 2008 seine Schulden nicht mehr begleichen konnte. An Station Casinos hält das Institut nach Angaben der Financial Times einen Anteil von 25 Prozent.

    Das Geschäft mit Roulette, Blackjack und Spielautomaten bindet dadurch Finanzmittel, die das Institut zurzeit gut gebrauchen könnte. Nach Angaben der Zeitung ist die Summe fast so hoch wie die gesamten Investitionen der Deutschen Bank in Anleihen europäischer Krisenstaaten, darunter Griechenland, Italien, Irland, Spanien und Portugal. Die Anlagen der Bank in den Ländern liegen laut Financial Times bei 5,1 Milliarden Dollar.

    Während in Europa die Schuldenkrise tobt, muss sich das Management nun mit unrentablen Hotels am berühmten Las Vegas Strip herumschlagen. Das Cosmopolitan wurde im Dezember vergangenen Jahres eröffnet und schreibt seither Verluste. In den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres musste das Casino einen Verlust von mehr als hundert Millionen Dollar ausweisen.

    Ein Ende mit Schrecken

    Auch die Beteiligung an den Station Casinos bereitet der Bank keine Freude. Während des Jahres 2009 kämpfte der Konzern mit der Pleite, erst im Juni dieses Jahres konnte er aus dem Gläubigerschutz nach Chapter 11 des amerikanischen Insolvenzrechtes entlassen werden.

    Dabei hatte das Projekt Las Vegas für die Deutsche Bank ganz beschaulich angefangen: Im Frühjahr 2004 gewährte sie dem US-Immobilienmogul Bruce Eichner einen Kredit über 60 Millionen Dollar, um das Grundstück zu kaufen, auf dem das Cosmopolitan heute steht. In den Boomjahren wurde der Kredit ausgeweitet auf 768 Millionen Dollar.

    Anfang 2008 konnte Eichner jedoch seine Schulden nicht mehr bedienen. Die Suche nach anderen potenziellen Investoren blieb erfolglos. Das Projekt gleich ganz abzuschreiben, war mitten in der Krise keine Option. Also entschied sich die Deutsche Bank, das Kasino auf eigene Faust fertigzustellen.

    Doch die Investition lief nicht wie erhofft: Nicht nur, dass die Deutsche Bank sich zum Gespött der Finanzwelt machte und zudem noch einen Sturm der Empörung auslöste, weil sie ein Casino eröffnete, als die Diskussion über die Zockermentalität an den Finanzmärkten gerade im vollen Gange war: Der Bau wurde auch immer teurer, mehrfach mussten Wertminderungen vorgenommen werden.

    Die Folgen der Finanzkrise haben das Casinogeschäft schwer getroffen. Das bekommt auch das Cosmopolitan noch immer zu spüren. Die Erlöse an den Spieltischen sind rückläufig. Inzwischen ist der Bank das ganze Manöver unangenehm. Das Engagement gehöre nicht zum Kerngeschäft und werde daher als Investition mit begrenzter Laufzeit geführt, heißt es im Abschlussbericht des vergangenen Geschäftsjahres.

    (handelsblatt.com)
  4. #3
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    Standard Verzockt in Las Vegas

    Fünf Milliarden Dollar hat die Deutsche Bank in ein Luxus-Casino gesteckt. "Irgendwie" ist das Institut da so reingerutscht. Aber es läuft wohl nicht so gut - die Bank möchte den Glamour-Laden in Las Vegas offenbar gerne loswerden.

    Die Deutsche Bank hat sich verzockt. Ausgerechnet in Las Vegas, in der Stadt der Spieler. Fast fünf Milliarden Dollar hat das Geldhaus dort reingesteckt, in der Wüste Nevadas. Und ob und wie viel die Bank von dem Geld wiedersehen wird, ist unklar.

    Fünf Milliarden Dollar, das ist fast so viel wie die Deutsche Bank an Risiken in den schwächelnden Euro-Staaten hat. Mit 5,1 Milliarden Euro Ausfall kalkuliert die Bank bei ihren Investitionen in Griechenland, Irland, Italien, Spanien und Portugal. Gut, vergleichbar ist das nicht wirklich. Denn ein Fünf-Milliarden-Totalausfall werden die Casino-Spielereien des Instituts in Las Vegas nicht werden. Irgendwas wird die Deutsche Bank schon noch kriegen für das Luxus-Casino Cosmopolitan, das dem Institut dort gehört. Diesen Vergleich, den die Financial Times auf ihrer ersten Seite aufgemacht hat, ist also mehr als gewagt. Aber was die Banken wo verzocken, das treibt die Menschen derzeit eben um. Der Casino-Kapitalismus, er macht manchen Angst und andere wütend.

    Tja, irgendwie, das betont die Deutsche Bank immer wieder, ist man da so reingerutscht. Direkt aus der seriösen Frankfurter Innenstadt an den Strip. So heißt die Hauptstraße in Las Vegas, an der die großen Casinos stehen. Das berühmte Bellagio, zum Beispiel, vor dem des nachts die imposanten Riesenfontänen in die Luft schießen, begleitet von Musik und Lichterspielen. Und hier steht eben auch das Cosmopolitan, das der Deutschen Bank gehört.

    Es sind Doppeltürme - sowohl die Frankfurter Bankzentrale als auch der glänzende Neubau des Cosmopolitan. Erhaben, riesig, protzig, wie manch einer sagen wird. Strategisch geplant war das Vegas-Engagement so nicht. Die Bank löste vor einigen Jahren einen pleite gegangenen Immobilieninvestor aus, dem sie Geld geliehen hatte. Dafür bekam sie das Grundstück und einen halbfertigen Bau. Am Strip. Für geschätzt eine Milliarde Dollar. Weitere drei Milliarden brauchte die Bank schätzungsweise, um das Nobelhotel fertig zu bauen. Mit immerhin 3000 Hotelzimmern. Die Standardräume sind fast 60 Quadratmeter groß, größer als die meisten Studentenbuden in Deutschland. Die Suiten umfassen über 100 Quadratmeter. Klotzen statt kleckern eben. Wenn schon, denn schon. Ein halbes Casino bringt ja keinem was, dachte man sich wohl. Und investierte und baute. Und zu dem Vier-Milliarden-Engagement im Cosmopolitan kommt - laut Financial Times - noch ein Kredit in Höhe von einer Milliarde hinzu an eine andere Casino-Betreibergesellschaft.

    Tja, reingerutscht ist die Bank da. Und das mitten in der Finanzkrise. Im Dezember 2010 war die Eröffnung, die Finanzkrise dürfte da keinen mehr überrascht haben, denn sie lief bereits seit Jahren. Und das merkte und merkt auch Vegas: Die Menschen spielen weniger. Und vor allem sind sie viel weniger bereit, horrende Summen für Luxus-Hotelzimmer im Spielerparadies auszugeben. Mittlerweile können Vegas-Besucher Zimmer für 60 Dollar buchen. Vor der Krise, da ging unter 400 Dollar gar nichts. Und die Frage ist, ob das Geschäft je zurückkommen wird. Denn hinzu kommt: Gespielt wird mittlerweile immer mehr in Macau und anderen asiatischen oder russischen Städten. Auch das setzt Las Vegas zu. Und in diesem harten und enger werdenden Markt versucht also das neue Cosmopolitan seit einem knappen Jahr, einen Platz zu finden.

    Ein Langfrist-Engagement ist das Casino nicht, das betont die Deutsche Bank. Immer wieder. Mit anderen Worten: Man sucht einen Abnehmer für das Casino. Worüber man natürlich nicht reden mag. Aber die Casino-Spielerei macht sich natürlich so gar nicht gut im Portfolio, in einer Zeit, in der die Banken so im Feuer stehen wie jetzt gerade. Da wird es wohl besser sein, sich irgendwann vom Casino-Kapitalismus zu verabschieden. Oder zumindest vom Cosmopolitan.

    (sueddeutsche.de)
  5. #4
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    Standard Deutscher Bank droht Milliarden-Verlust in Las Vegas

    Die Deutsche Bank hat sich in der Welthauptstadt des Glücksspiels offenbar verzockt: Insgesamt 4,9 Milliarden Dollar hat das Institut einem Zeitungsbericht zufolge in Luxus-Casinos in Las Vegas gesteckt - einen beträchtlichen Teil des Geldes wird es wohl nicht wiedersehen.

    Frankfurt am Main - Banker als Zocker: Dieser Vergleich wird in Zeiten allmächtig wirkender Finanzmärkte beinahe täglich gezogen. Die Deutsche Bank erweckt gerade den Eindruck, als wolle sie mit aller Macht beweisen, dass es sich dabei nicht um ein Klischee handelt. Der deutsche Branchenprimus hat laut einem Bericht der "Financial Times" insgesamt fast fünf Milliarden Dollar in Luxus-Casinos in Las Vegas gesteckt - weil die Welthauptstadt des Glücksspiels aber extrem unter den Folgen der amerikanischen Wirtschaftskrise leidet, wird das Institut wohl einen großen Teil der Summe abschreiben müssen.

    Im vergangenen Dezember eröffnete in der Vergnügungsmetropole im US-Bundesstaat Nevada das riesige Casinohotel Cosmopolitan, das der Deutschen Bank gehört. 3,9 Milliarden Dollar soll das Institut für den Bau des Luxus-Casinos ausgegeben haben - diese Zahl wurde bereits anlässlich der Eröffnung kolportiert. Allerdings wurde die Bank nicht ganz freiwillig Eigentümer des Cosmopolitan: Der ursprüngliche Investor konnte im Zuge der Finanzkrise 2008 einen Kredit nicht zurückzahlen; das Projekt fiel an die Deutsche Bank, die das Casino lieber zu Ende bauen ließ, als es als Investitionsruine abzuschreiben.

    Dem Bericht der "Financial Times" zufolge war dies aber nicht das ganze Ausmaß des Engagements der Deutschen Bank auf dem US-Zocker-Markt: Eine weitere Milliarde Dollar Kredit gab die Bank demnach einem Unternehmen namens Station Casinos, das mehrere Glückspieltempel rund um Las Vegas betreibt. Das Geldhaus ist laut dem Bericht auch mit 25 Prozent an dem Casinobetreiber beteiligt.

    Dabei laufen die Geschäfte in Las Vegas derzeit äußerst schlecht: Die Rezession und die Immobilienkrise haben das sogenannte Spielerparadies besonders hart getroffen. Viele Amerikaner verzichten seitdem auf den Trip in die Wüstenstadt. Von 2007 bis 2010 fielen die Umsätze in den Spielhallen um mehr als eine Milliarde Dollar oder rund 15 Prozent - was laut britischem "Telegraph" drei große Casinos in den Ruin trieb. Laut Angaben der US-Regierung ist die Arbeitslosenquote nirgendwo im Land höher als in Las Vegas, das vor der Finanzkrise als Amerikas Boomtown galt. Es ist fraglich, ob die Stadt sich jemals wieder auf das Vorkrisenniveau erholen wird. Das Cosmopolitan jedenfalls soll operativ tief in den roten Zahlen stecken.

    Dass das Geldhaus damit zu einem der größten Player im amerikanischen Glücksspielmarkt aufgestiegen ist, ist umso pikanter, da die Summe von 4,9 Milliarden Dollar fast dem Betrag entspricht, mit dem die Deutsche Bank in den europäischen Krisenstaaten wie Griechenland und Spanien engagiert ist - laut dem Bericht liegt er bei 5,1 Milliarden Dollar. Ein Sprecher der Deutschen Bank wollte zu den Zahlen keine Stellung nehmen.

    Festzustehen steht: Das Institut sucht nach einem Käufer für das Casino und ist offenbar nicht bereit, zu einem Schleuderpreis zu verkaufen. Als strategisches Investment hat man das Projekt, in das man eher hineingerutscht ist, wohl ohnehin nie gesehen. Man sei weiterhin "kein Hotelbetreiber, sondern primär eine Bank", ließ das Geldhaus zur Eröffnung des Cosmopolitan mitteilen.

    (spiegel.de)
  6. #5
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    Standard Deutsche Bank verzockt sich in Las Vegas

    Fast fünf Milliarden Dollar hat das größte deutsche Geldhaus in ein Casino investiert. Das entspricht der Summe, die das Kreditinstitut verlieren könnte, wenn die Euro-Krisenstaaten tatsächlich pleite gehen.

    Diesen Vergleich stellte die Financial Times an. Demnach hat die Deutsche Bank insgesamt 5,1 Milliarde Dollar Verbindlichkeiten in Griechenland, Italien, Irland, Spanien und Portugal offen. Dem gegenüber stehen 4,9 Milliarden Dollar, die das Bankhaus in das Cosmopolitan Casino in Las Vegas investiert hat. Laut Financial Times ist die Bank damit einer der größten Investoren und Kreditgeber in der Glücksspielstadt Las Vegas.

    Der Deutschen Bank scheint ihr nun öffentlich gewordenes Engagement etwas peinlich zu sein. Der Besitz eines Casinos zähle keinesfalls zur Strategie der Bank und sei auch nicht als langfristiges Investment zu sehen, betonte die Bank gegenüber der Zeitung.

    Krise hat Las Vegas erreicht

    Ursprünglich wollte die Bank nur den Bau des Cosmopolitan Casinos finanzieren. Doch als der Kreditnehmer seinen Kredit bei der Deutschen Bank nicht länger bedienen konnte, sprang die Bank selbst ein und baute das Luxus-Casino mit seinen 3000 Zimmern selbst weiter. Kosten: 3,9 Milliarden Dollar. Hinzu kommt noch eine weitere Milliarde Dollar, die die Deutsche Bank Station Casinos, einem anderen Casino-Betreiber, geliehen hat. Macht zusammen 4,9 Milliarden Dollar.

    Das Problem: Die Krise geht auch an Las Vegas nicht spurlos vorbei. Die Menschen sind nach dem Platzen der Immobilienblase und in Zeiten der Rezession nicht länger bereit, horrende Preise für Hotelzimmer zu zahlen, geschweige denn beim Black Jack, Roulette oder Poker hunderte oder tausende von Dollar zu verzocken.

    Die hohen Investitionen der Deutschen Bank dürften sich also nur bedingt rechnen. Am Ende gewinnt eben nicht immer die Bank.

    (fr-online.de)
  7. #6
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    Standard Deutsche Bank verzockt Milliarden in Las Vegas

    Fünf Milliarden Dollar hat die Deutsche Bank in ein Luxus-Casino in Las Vegas gesteckt. Doch das Geschäft in der Spielermetropole läuft nicht gut.

    Weltweit demonstrieren Tausende gegen die Macht der Banken und Finanzinstitute. Auf Transparenten bezeichnen sie die Banker als Zocker und Blutsauger. Die Deutsche Bank gießt nun Öl ins Feuer der Demonstranten. Denn das größte deutsche Geldinstitut hat sich einem Bericht der britischen "Financial Times" zufolge ordentlich verzockt. Und das ausgerechnet in der amerikanischen Spielermetropole Las Vegas.

    Im vergangenen Jahr hatte die Deutsche Bank das Casino "Cosmopolitan" in Las Vegas eröffnet. Es war eines der ehrgeizigsten und vor allem teuersten Projekte, die zuletzt in der Spielerstadt realisiert wurden. An 83 Spieltischen und 1474 Spielautomaten können Besucher ihr Glück versuchen. Das dazugehörige Hotel bietet Platz in 3000 Zimmern und Suiten. Zur Eröffnung lud die Bank zu einem Konzert mit Brandon Flowers, dem aus Las Vegas stammenden Sänger der amerikanischen Rockband The Killers.

    Casino schreibt seit Eröffnung Verluste

    3,9 Milliarden Dollar hat die Deutsche Bank in das Casino gesteckt. Hinzu kam laut Zeitungsbericht ein Darlehen von rund einer Milliarde Dollar an Station Casinos, einem Betreiber von Spielcasinos mit mehreren Häusern im Großraum Las Vegas.

    Doch seit der Eröffnung schreibt das Casino Verluste. In den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres musste das "Cosmopolitan" mehr als hundert Millionen Dollar abschreiben. Unter der Pleite leidet auch die Deutsche Bank. Laut "Financial Times" könnte das Finanzinstitut Milliarden-Verluste einfahren und versucht nun das Casino wieder abzustoßen.

    Nach Angaben der Zeitung ist die Summe von rund fünf Milliarden Dollar fast so hoch wie die gesamten Investitionen der Deutschen Bank in Anleihen europäischer Krisenstaaten, darunter Griechenland, Italien, Irland, Spanien und Portugal. Analysten halten den Vergleich mit den Casino-Verlusten allerdings für übertrieben. Mit einem Totalausfall der gesamten fünf Milliarden Dollar ist wohl nicht zu rechnen.

    Dennoch bleibt der Deutschen Bank nichts anderes übrig, als das Casino-Hotel wieder abzustoßen. Schließlich braucht das deutsche Geldhaus ausreichend Kapital, um sich gegen die Schuldenkrise in Europa zu wappnen. Eine "Spielhölle" kann sich die Deutsche Bank gerade jetzt nicht leisten.

    (welt.de)
  8. #7
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    Standard Reiche Zocker sollen die Deutsche Bank in Vegas retten

    Der Dax-Konzern hat Milliarden in ein Casino gesteckt, das bislang nur Verluste bringt. Nun soll ein eigener Bereich für besonders zahlungskräftige Spieler die Wende bringen. Dabei droht neuer Ärger in Las Vegas.

    Las Vegas - Jeff Martin* ist auf der Jagd. Er sitzt in seinem kleinen Büro im funkelnden „Cosmopolitan“, dem Casino der Deutschen Bank. Bewaffnet mit Handy, Computer und Adressbuch, jagt er das, was man in Las Vegas „Wale“ nennt – reiche Zocker, die an einem Abend mehrere Hunderttausend Dollar oder gar Millionen aufs Spiel setzen. „Ein Wal ist jemand, den wir mit einem Flugzeug abholen, in einem Penthouse übernachten lassen und der für nichts bezahlen muss“, sagt Martin, der seinen richtigen Namen lieber nicht in einer Zeitung lesen will. Ist erst einmal einer dieser Spezies angelockt, hat er üblicherweise Freunde, die Martin ansprechen kann.

    Wale sind die neue Hoffnung für das Casino-Projekt der Deutschen Bank in Las Vegas. Seit fast einem Jahr hat das 3,9 Milliarden Dollar teure Cosmopolitan geöffnet. Doch während die Restaurants und der Nachtclub gut besucht sind, läuft das Geschäft mit dem Glücksspiel schlecht. „Die großen Casinos machen rund 38 Prozent ihres Umsatzes mit Glücksspielen. Beim Cosmopolitan sind es gerade einmal 22 Prozent“, sagt David Schwarz, Professor an der University of Nevada, Las Vegas.

    Die Folge: Das „Cosmo“ – wie es in Las Vegas genannt wird – hat im ersten Halbjahr einen Verlust von 111 Millionen Dollar eingefahren. „Ohne ein gesundes Casino-Geschäft“, sagt Schwarz, „kann man in Las Vegas nicht erfolgreich sein.“

    Das hat offenbar auch die Deutsche Bank erkannt. Wie das Handelsblatt aus Unternehmenskreisen erfuhr, investiert das Cosmo gerade in einen exklusiven Bereich für große Zocker, für Wale. Am 11. November soll dieser eröffnet werden, sagte ein Insider. In dieser Zeit werden auch die nächsten Quartalsergebnisse erwartet.

    Das größte deutsche Kreditinstitut hat mit seinen Investments in der „Stadt der Sünde“ bislang mehr Ärger als Erfolg. Neben dem Cosmo hat es eine Milliarde Dollar in einen anderen Casino-Betreiber investiert. Der hat Ärger mit der Gewerkschaft, in den auch die Geldgeber aus Deutschland hineingezogen werden.

    * Name von der Redaktion geändert

    (handelsblatt.com)

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deutsche bank roulttee