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Thema im Roulette Forum:
Die Amerikanische Abstreich-Progression und ihre Umkehrung

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Beiträge 1 bis 7 von 7
  1. #1
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    Standard Die Amerikanische Abstreich-Progression und ihre Umkehrung

    Die Amerikanische Abstreich-Progression,welche auch unter dem Pseudonym »Labouchère« oder kurz »Labby« bekannt ist,ist nach dem ersten Weltkrieg in Monte Carlo von vielen Amerikanern angewendet worden. Diese Progression hat den entscheidenden Vorteil, dass sie eine höhere Tilgungskraft als die meisten anderen Progressionen besitzt.

    Mit einem Gewinncoup werden zwei Verlustsätze getilgt.

    Der Aufbau ist relativ simpel:
    Es wird die Anzahl der Jetons, die man gewinnen möchte, als fiktiver Vortragsverlust untereinander aufgeschrieben.

    Bei einem Gewinnziel von zum Beispiel 10 Jetons kann man zehn mal 1 Jeton oder auch fünf mal 2 Jetons oder sogar 1, 2, 3, 4 Jetons untereinander aufschreiben, das Grundprinzip bleibt jedesmal dasselbe.

    Schreibt man beispielsweise fünf mal zwei Jetons untereinander, hat man zu Beginn die folgende Ausgangsstaffel:

    2
    2
    2
    2
    2

    Für den ersten Einsatz werden nun die erste und die letze Zeile der Staffel addiert, die Summe daraus wird riskiert. Im Beispiel ergibt sich 2 + 2 = 4 Jetons Einsatz.

    Gewinnt man den Coup, werden die beiden addierten Einsatze (Zeilen) in der Staffel gestrichen und für den nächsten Einsatz werden erneut die oberste und die untersten beiden Einsätze addiert.

    Solange gewonnen wird, wird immer so lange auf diese Art und Weise verfahren, bis alle Zeilen der Staffel gestrichen werden konnten. Wenn nur noch eine Zeile in der Staffel übrig ist, so ist dies der Einsatz.

    Sind alle Zeilen der Staffel gestrichen, ist der angestrebte Gewinn von 10 Jetons realisiert und es kann eine neue Staffel begonnen werden.

    Wird allerdings ein Coup verloren, wird der Einsatz, welcher aus der Addition der ersten und der letzten Zeile der Staffel ermittelt wurde, an die bis dahin bestehende Staffel angeschrieben. Für den nächsten Einsatz werden dann wieder die erste und die letzte ungestrichene Zeile addiert. Ein Beispiel soll dieses Verfahren verdeutlichen.
    Nicht der Beginn wird belohnt, sondern einzig und allein das Durchhalten.
  2. #2
    Merlin ist offline
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    Standard Labby - Beispiel

    Beispiel:

    1. Einsatz:
    2
    2
    2
    2
    2
    Die erste und die letzte Zeile der Staffel werden addiert:

    2 + 2 = 4

    Bei einem Verlust des Einsatzes wird die Summe der beiden Einsätze unten an die Staffel angeschrieben.
    Der aktuelle Saldo würde in diesem Fall -4 Jetons betragen.
     
     
    2. Einsatz:
    2
    2
    2
    2
    2
    4
    Die erste und die letzte Zeile der Staffel werden addiert:

    2 + 4 = 6

    Gewinnt der Einsatz, wird die oberste und die unterste Zeile der Staffel gestrichen.
    In diesem Beispiel beträgt der Saldo des Coups +6, der Gesamtsaldo somit +2.
     
     
    3. Einsatz:
    2
    2
    2
    2
    2
    4
    Es werden erneut die erste und die letzte Zeile für den nächsten Einsatz addiert:

    2 + 2 = 4

    Gewinnt beispielsweise auch dieser Einsatz, werden wiederum die beiden addierten Einsätze gestrichen.
    Es würden in diesem Coup +4 Jetons erzielt, der Gesamtsaldo beträgt nun +6.
     
     
    4. Einsatz:
    2
    2
    2
    2
    2
    4
    Die beiden letzten Positionen der Staffel werden nun addiert:

    2 + 2 = 4

    Gewinnt dieser Einsatz, können die beiden verbliebenen Positionen gestrichen werden. Somit sind alle Positionen der Staffel gestrichen und es kann mit einer neuen Staffel begonnen werden.
    Es würden in diesem Coup +4 Jetons erzielt, der Gesamtsaldo beträgt nun +10.
    Nicht der Beginn wird belohnt, sondern einzig und allein das Durchhalten.
  3. #3
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    Standard

    Als die amerikanische Abstreich-Progression entdeckt wurde, glaubte man auch hier zunächst, das Roulette-Problem gelöst zu haben, zumal ja die Tilgungskraft dieser Progression beachtlich ist. Es wird gewonnen, obwohl doppelt so viele Verlustcoups den Gewinncoups gegenüberstehen.

    Aber auch die Amerikanische Abstreich-Progression hat ihre Fallstricke, und zwar immer dann, wenn Spielabschnitte eintreten, bei denen die vorher aufgeschriebene Staffel nicht vollständig abgestrichen werden kann. Es bleiben dann häufig einige wenige oder auch nur ein Satz stehen, bevor die komplette Tilgung erfolgt, und dann kommen noch weitere Zwischenverluste hinzu.

    Im schlimmsten Fall kommt es dazu, dass die Progression zu einer Martingale, bei der die Einsätze nach jedem weiteren Verlust (auf den Einfachen Chancen) verdoppelt werden, mutiert.

    Auch Tricks wie zum Beispiel die Aufteilung einer Staffel in mehrere Staffeln können dann nicht verhindern, dass irgendwann der Gesamtverlust des zur Verfügung stehenden Spielkapitals eintritt. Neben der Möglichkeit, eine Staffel nicht komplett durchzuspielen und mit weniger Gewinn abzuschliessen, besteht die einzige andere Möglichkeit darin, eine begrenzte Labby zu spielen, bei der die Gewinnerwartung in einem ausgewogenen Verhältnis zum Verlustrisiko steht.
    Nicht der Beginn wird belohnt, sondern einzig und allein das Durchhalten.
  4. #4
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    Standard Umkehrung

    Wie bei allen anderen Progressionen auch, haben sich nach der Entdeckung der Labouchère, welche ja eine Verlust-Progression darstellt, viele Roulette-Experten mit einer Idee beschäftigt, die im Grunde ganz einfach ist.

    Fritz Werntgens »Unverlierbare Progression« ist im Wesentlichen nichts anderes als die Umkehrung der Amerikanischen Abstreich-Progression. Dabei wird das Original-Prinzip einfach umgekehrt:

    • Nach einem Verlust werden die addierten Zeilen gestrichen.
    • Nach einem Gewinn wird der Einsatz unten an die Staffel angeschrieben.

    Es wird hierbei gegen den einen kurzfristigen Ausgleich gespielt, also auf ein starkes Ungleichgewicht einer Einfachen Chance, die so lange verfolgt wird, bis die abzustreichenden Einsätze auf Null geschrumpft sind. Es werden mit dieser Taktik in der Regel mehreren einzelne Verlustcoups ohne Probleme überwunden.

    Mit anderen Worten:
    Werntgens »Unverlierbare Progression« sammelt in jenen Fällen zuweilen hohe Gewinne ein, bei denen Folgen überwiegen, welche nur von einem Gegencoup (Nase) unterbrochen werden.

    Fritz Werntgen und seine Nachfolger vertraten die ansicht, dass ein hoher Gewinn viele kleine Verluste tilgt und somit bei dieser Spielweise auf Dauer ein Überschuss erzielt werden kann.

    Die Progression wird immer mit einem Einsatz von 1 Jeton begonnen, es wird eine 1 aufgeschrieben. Bei einem Verlust des Einsatzes wird die 1 gestrichen und man beginnt von Neuem.

    Bei Gewinn werden 2 Jetons gesetzt und eine 2 unter der 1 aufgeschrieben. Bei einem weiteren Gewinn werden 3 Jetons gesetzt, also im weiteren Verlauf werden immer die erste und die letzte Zeile der so entstehen Staffel addiert und die Summe gespielt.

    Bei einem zwischendurch auftretenden Verlust werden die beiden addierten Zeilen der Staffel gestrichen. Es werden also im Gegensatz zur normalen Labby anstatt der Verluste die Gewinne gestrichen.

    1+ 
    2+ 
    3+Nächster Einsatz: 1 + 3 = 4
    4+Nächster Einsatz: 1 + 4 = 5
    5+Nächster Einsatz: 1 + 5 = 6
    6-Nächster Einsatz: 2 + 4 = 6
    6-Nächster Einsatz: 3, letzte ungestrichene Zeile

    Bei Werntgens Variante ergeben sich Gewinne also erst mit höheren Folgen, während Intermittenzen und Zweierfolgen für Verluste verantwortlich sind und bei Dreierfolgen sich ein Nullergebnis einstellt.

    Intermittenz
    EinsatzSaldo
    1++1
    2--1
    1+0
    2--2
    1+-1
    2--3
    1+-2
    2--4
    Zweier-Folge
    EinsatzSaldo
    1++1
    2++3
    3-0
    1--1
    1+0
    2++2
    3--1
    1--2

    Eine Folge von Intermittenzen erzielt also jeden zweiten Coup -1, Zweierfolgen erbringen hingegen alle vier Coups -1 Jeton.
    Nicht der Beginn wird belohnt, sondern einzig und allein das Durchhalten.
  5. #5
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    Standard

    Es bietet sich aus dieser Erkenntnis an, die Progression soweit umzugestalten, dass in jenen Spielabschnitten, bei denen die längste Folge eine Dreierfolge ist und ansonsten Zweier- und Einzelcoups vorherrschen, die angestrebten Gewinne erzielt werden können.

    Es wird dabei die Original-Version von Fritz Werntgen eingesetzt, wobei jedoch der Satz immer das Gegenteil vom ermittelten Satz sein muss.

    Zusätzlich wird dabei die Permanenz in Dreierabschnitte gegittert und der Höchsteinsatz mit zwei Jetons festgesetzt.

    Es wird jeweils immer der erste Coup eines jeden Dreiergitters abgewartet. Gewinnt der erste Einsatz, so ist das Spiel auf diesen betreffenden Dreierabschnitt beendet. Verliert der erste Einsatz, dann wird ein zweiter Versuch mit zwei Jetons Einsatz gespielt. Wenn dieser zweit Einsatz gewinnt, so ist das Spiel auf jenen Dreierabschnitt mit +1 Jeton beendet, andernfalls ist ein Verlust von -3 Jetons entstanden.

    Perm.EinsatzSaldo
     12  
    29 1 auf S+1
    13   
    6   
     161 auf R+2
     25  
    11   
    24 1 auf R+1
     322 auf R+3
    8   
    13 1 auf R+2
     272 auf R+4
     14  
     51 auf S+3
     212 auf S+1
     25  
     161 auf S±0
    17 2 auf S+2
     34  
    31 1 auf S+3
     19  
    24   
    4 1 auf R+2
     182 auf R+4
     18  
    10 1 auf S+5
    17   
    11   
     181 auf R+6
    11   
    28   
     11 auf R+7
    6   
    35   
    24 1 auf R+6
     322 auf R+8

    Natürlich sollte dies nicht zum Dauerspiel werden, denn es handelt sich dabei ja nur um eine kurze Martingale.

    Die Satzweise ist sehr einfach, so dass auch ohne Probleme alle drei Einfachen Chancen bespielt werden können. Dies hat unter Umständen den Vorteil, dann sich Verluste auf der einen Chance mit Gewinnen auf einer anderen Chance ausgleichen.
    Nicht der Beginn wird belohnt, sondern einzig und allein das Durchhalten.
  6. Folgendes Mitglied bedankt sich bei Merlin für obigen Beitrag:

    jason (16.02.2011)

  7. #6
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    Standard AW: Die Amerikanische Abstreich-Progression und ihre Umkehrung

    Hallo an alle!
    Die umgekehrte Labouchere-Progi wird in Fachkreisen als Beresford-Progi bezeichnet. Sie ist bei Serienhäufungen erfolgreich und bei Intermittenzhäufungen leider erfolglos. Mit der Anzahl der aufgeschriebenen Sätze kann man vorbestimmen, wieviel man im schlimmsten Falle verlieren will. Macht´s gut! Euer Charlie22
  8. #7
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    Standard Die Progression Deance

    Die Progression „Deance“ ist für das Spiel auf den Einfachen Chancen konzipiert. Es handelt sich um eine Verlustprogression, welche auf dem Prinzip der Stellentilgung beruht. Somit hat die Progression Deance eine enge Verwandtschaft mit der Amerikanischen Abstreich-Progression.

    Es werden 4 Stellen mit einem Jeton Einsatz untereinander vornotiert, diese stellen ein fiktiv vorgetragener Verlust dar. Können diese 4 Stellen vollständig getilgt werden, werden vier Jetons gewonnen.

    Bei gewonnenen Coups wird von der ersten bis zur letzten notierten Stelle abgestrichen. Die Streichung erfolgt jeweils von der obersten zur untersten Stelle hin. Tritt nach einem Gewinn ein Verlust auf, so wird die Staffel, wenn sie an diesem Punkt weniger als vier Stellen aufweist, nach oben hin erneut aufgefüllt.

    Tritt ein Verlust auf und die Staffel enthält noch vier Stellen, so wird der Verlust von unten nach oben so lange mit jeweils einem Jeton aufaddiert, bis der Verlustsatz vollständig aufgeteilt ist.

    Somit werden bis zur vollständigen Tilgung der Staffel in jedem Falle nur vier Gewinncoups benötigt. Diese vier gewonnenen Coups müssen noch nicht einmal aufeinander folgen. Diese können, wie das Beispiel unten aufzeigt, auch durch einen Verlustcoup unterbrochen sein.

    Es ist gleichgültig, wie hoch der Ecart auch ausfällt, die aufgelaufenen Verluste werden in jedem Fall durch vier Treffer getilgt, dabei ist der Gewinn von vier Jetons gesichert.

    deance.jpg

    Zu Beginn wird in der Spalte „S“ der fiktive Verlust als Vortrag aufgeführt.

    Der erste Coup gewinnt, die oberste 1 wird gestrichen, die verbleibenden vorgetragenen Stellen werden in die nächste Spalte übernommen.

    Der zweite Coup gewinnt ebenfalls, die obere 1 wird wiederum gestrichen, die verbleibenden beiden Vorträge werden in die dritte Spalte für den dritten Coup übertragen.

    Nun verliert der dritte Coup, die Anzahl der verlorenen Jetons wird unten angefügt und in die vierte Spalte übertragen.

    Der vierte Coup verliert ebenfalls, es werden die verlorenen Stücke eingefügt oder bei Bedarf unten aufaddiert.
    Nicht der Beginn wird belohnt, sondern einzig und allein das Durchhalten.

Namensschilder

system roulette abstreichen

amerikanische progression

unverlierbare progression

unverlierbare progression werntgen
roulette abstreichen
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