Guckt mer sich 'n Roulettekessel mal genauer an, dann zeigen sich in der Verteilung der Nummern auf dem Nummernkranz überall deutliche Anzeichen 'ner bestimmten Logik. Von den doch so großen »Geheimnissen«, welche der wahrscheinliche Erfinder des Roulette, der französische Philosoph und Mathematiker Blaise Pascal, mit ins Grab genommen hat, bleibt bei näherer Anschauung nicht mehr viel übrig.
Als erstes sieht mer natürlich sofort, dasses sich beim Nummernkranz des Roulette um 's geometrische Symbol 'nes Kreises handelt, dessen 360° umfassenden Umfang in 36 Abschnitte zu jeweils 10° aufgeteilt worden ist. Zero kam erst nachträglich als Vorteil der Bank dazu.
Warum die Anzahl der Roulette-Nummern ausgerechnet mit 36 festgelegt wurd', ist recht aufschlussreich:
's ist kaum 'ne and're Nummer als die Quadratzahl 36 besser geeignet, welche durch die vielfache Teilbarkeit in unterschiedliche Gruppierungen derart vielseitige Einsatzmöglichkeiten zulässt.
Betrachtet mer den bunten Wirrwarr der Nummern auf dem Nummernkranz 'n bissel näher, drängt sich automatisch die Frage auf, ob die Anordnung der Nummern willkürlich oder nach gewissen Grundsätzen erfolgt ist. Bei näherer Betrachtung zeigen sich schnell klare Anhaltspunkte 'nes ausgeklügelten Plans.
Die Frage, welche der 36 Nummern zur tiefen Hälfte, also von 1 bis 18, und zur hohen Hälfte, den Nummern 19 bis 36, angehören, beantwortet sich von selbst, die beiden Chancen Manque und Passe sind von vornherein durch die Mathematik festgelegt. Mit den Chancen Impair (Ungerade) und Pair (Gerade) ist 's das gleiche.
's bleibt also bloss noch die Zuweisung der beiden Farben Rot und Schwarz übrig, die 's zu enträtseln gibt. 's einfachste wär 's ja gewesen, die Nummern 1 bis 36 abwechselnd rot und schwarz anzumalen, diese Vorgehensweise hätt' allerdings 'ne Übereinstimmung mit Impair/Pair ergeben, die 's zu vermeiden galt. And'rerseits sollten sich Schwarz und Rot aber doch auf dem Nummernkranz abwechseln, vermutlich aus ästhetischen Gründen.
Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, gab's nur eine Möglichkeit:
's musst' die arithmetische Regelmäßigkeit in der Anordnung der 36 Nummern gebrochen werden. Von den ungeraden Nummern als auch von den tiefen und den hohen erhielten jeweils fünf Nummern die rote und vier die schwarze Farbe.
5 mal Rot 4 mal Schwarz Ungerade/Tief 1 - 3 - 5 - 7 - 9 11 - 13 - 15 - 17 Ungerade/Hoch 19 - 21 - 23 - 25 - 27 29 - 31 - 33 – 35
Zur Ergänzung dieser Anordnung erhielten von den geraden Nummern aus beiden Gruppen jeweils fünf die schwarze und vier Nummern die rote Farbe.
4 mal Rot 5 mal Schwarz Gerade/Tief 12 - 14 - 16 - 18 2 - 4 - 6 - 8 - 10 Gerade/Hoch 30 - 32 - 34 - 36 20 - 22 - 24 - 26 – 28
Trotz dieser Unregelmäßigkeit von Rot und Schwarz enthalten alle drei Dutzende jeweils sechs rote und sechs schwarze Nummern. Dieses war bei der Aufteilung der Farben mitbestimmend, da dies unbedingt in der Absicht des Erfinders lag.
Ebenso stellt mer bei der Anordnung auf 'm Nummernkranz in der Kreisform 'ne Logik:
Manque und Passe zieh'n sich bei der 32 beginnend immer abwechselnd über die Hälfte des Nummernkranzes hin, um dann in der Umkehrung dieses Rhythmus den Kreis zu schliessen. Mer findet nur an zwei sich gegenüberliegenden Stellen 'ne Unterbrechung dieses starren Wechsels zwischen Manque und Passe, nämlich bei 26-32 und 5-10, wodurch 'ner Übereinstimmung zwischen Rot und Schwarz ausgewichen wurd'.
Dieser nach zwei Seiten symmetrisch verlaufende Rhythmus ist typisch für die Zerlegung des Nummernkranzes in zwei Hälften. Zero, die als 37te Nummer nachträglich eingefügt wurd', ist ebenfalls nicht ohne 'nen Plan, sondern nach 'm Gesichtspunkt der Halbierung eingefügt worden.
'nen weit'ren Nachweis, der für 's Prinzip der Halbierung und für 'ne durchdachte Gruppierung der Nummern spricht, bekommt mer, wenn die Nummern der beiden Hälften addiert werden. Sowohl auf der linken Hälfte als auch auf der rechten erhält mer dann 333.
Denkt mer sich jetzt 'ne Linie, die oben von Zero ausgeht und auf der gegenüberliegenden unteren Seite zwischen der 10 und der 5 durch geht, dann sieht mer auf der linken Hälfte des Nummernkranzes alle roten Nummern, die zu Manque gehören und auf der rechten alle schwarzen Nummern, die zu Manque gehören.
Analog zu dieser Anordnung sind auf der linken Hälfte alle schwarzen und auf der rechten Hälfte alle roten Passe-Nummern angeordnet.
Ebenso besteht bei den Dutzenden 'ne Regelmäßigkeit in der Aufteilung der Farben zu den beiden Hälften des Nummernkranzes. Alle roten Nummern des ersten Dutzend liegen in der linken Hälfte des Kessels, alle schwarzen Nummern dagegen in der rechten Hälfte. Genau umgekehrt ist's beim dritten Dutzend, hier sind die roten Nummern in der rechten Hälfte, während alle schwarzen Nummern auf der linken Seite angeordnet sind. Von den Nummern des zweiten Dutzend sind jeweils drei rote Nummern und jeweils drei schwarze Nummern auf jeder Hälfte des Nummernkranzes angeordnet wodurch 's Gleichgewicht auch hier erhalten bleibt.
's gibt einige Systemspiele, welche auf der Verteilung der Nummern auf dem Nummernkranz des Roulette beruhen.

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