Bereits Mitglied? Registrieren

Passwort vergessen?

Mitgliedsname vergessen?

  Log Out

Möchtest Du wirklich schon beenden?


Roulette-Portal.org - Nachrichten:
Mini Las Vegas - Madrid will Glücksspiel-Metropole werden

+ Artikel erwidern
Schrift vergrößern Schrift verkleinern


Beiträge 1 bis 8 von 8
  1. Registriert seit
    02.05.2009
    Ort
    Heute hier, morgen dort
    Beiträge
    1.925
    Nachrichten
    543

    Zu den Kommentaren

    Mini Las Vegas - Madrid will Glücksspiel-Metropole werden

    7 Kommentar(e) von Harvey, veröffentlicht am 26.01.2012 17:32
    Die spanische Hauptstadt will zu einer Glücksspiel-Metropole werden. Madrid hofft auf Milliarden-Investitionen aus den USA und die dadurch entstehenden bis zu 200.000 Arbeitsplätze.

    Spaniens Hauptstadt Madrid hofft auf den Zuschlag für den Bau eines Glücksspiel-Paradieses - und 200.000 neue Jobs. Die erst seit Dezember amtierende Bürgermeisterin Anna Botella, Ehefrau des ehemaligen konservativen Regierungschefs José Maria Aznar, sagte, notfalls müsse der Stadtentwicklungsplan geändert werden, um das "Mini Las Vegas" zu ermöglichen. Sie sei sich aber einig mit Stadtrat, Regional- und Zentralregierung, diese Investition voranzutreiben.

    In Spanien liegt die Arbeitslosenquote bei mehr als 20 Prozent - so hoch wie in keinem anderen Industrieland. Die Zeitung "El País" berichtete, das US-Unternehmen Las Vegas Sands habe Investitionen von 15,0 bis 18,8 Milliarden Euro bis zum Jahr 2022 versprochen. Für das Glücksspiel-Zentrum direkt würden 164.000 Arbeitskräfte gebraucht, indirekt würden 97.000 weitere Jobs entstehen.

    Demnach plant Las Vegas Sands zwölf Hotels mit insgesamt 36.000 Zimmern, sechs Casinos mit 1065 Spieltischen, 18.000 Spielautomaten, drei Golfplätzen und einer Bühne für 15.000 Zuschauer. Die Spanier sind begeisterte Glücksspiel-Anhänger: Im Jahr 2009 gaben sie laut Regierungsbericht rund 30 Milliarden Euro in Casinos, an Spielautomaten, für die Lotterie oder Bingo aus. Das waren 644 Euro pro Kopf.

    (AFP/n24)

    Weitere Artikel in dieser Rubrik:


  2. Kommentare insgesamt: 7

    Kommentare

  3. #2
    Harvey ist offline
    Chef vom Dienst   Themeneröffner/in
       Album 
    Registriert seit
    02.05.2009
    Ort
    Heute hier, morgen dort
    Beiträge
    1.925
    Nachrichten
    543

    Standard Casinos und Cannabis gegen die Krise

    Die einen wollen ein "Eurovegas" bauen, die anderen im großen Stil Cannabis für den Eigenbedarf anbauen

    Zwischen Madrid und Barcelona ist ein sonderbarer Streit um die Ansiedelung eines Casino-Großprojekts entbrannt, mit dem der US-Milliardär Sheldon Adelson seine Aktivitäten auf Spanien ausdehnen will. Für die Investition von angeblich 17 Milliarden Euro fordert er aber eine Art "Steuerparadies", in dem auch das spanische Arbeits- und Steuerrecht und andere Gesetze praktisch keine Geltung haben sollen. Statt auf den Ausverkauf setzt das katalanische Dorf Rasquera auf einen kontrollierten Anbau von Cannabis, um die Gemeindekassen zu sanieren und Vollbeschäftigung zu erreichen.

    Immer wieder tauchen obskure Ideen von einem "Las Vegas" in Spanien auf. Vor fünf Jahren wurde über die "Gran Scala" debattiert. In einer Halbwüste Aragoniens sollte eine Art "Euro-Vegas" entstehen. Geplant war, in den "Monegros" nördlich von Saragossa 32 Casinos, 70 Hotels, zahlreiche Restaurants und Geschäfte aus der Wüste zu stampfen. Natürlich sollte es dort auch gut bewässerte Golfplätze, eine Stierkampfarena und eine Pferderennbahn geben. 17 Milliarden Euro sollten investiert werden, was angesichts des Immobilienbooms damals nicht einmal großartig in Frage gestellt wurde.

    Für die Verantwortlichen in Aragon war es eine gute Idee, in den Monegros ein Tourismusziel zu schaffen, das jährlich 25 Millionen Menschen anziehen sollte. Dieser Traum ist längst geplatzt, was aber nicht daran lag, dass der Immobilienblase im Land die Luft ausging. Die obskure Projektfirma International Leisure Development (ILD), die von Gesellschaften mit Firmensitzen in Steuerparadiesen kontrolliert wurde, konnte nicht einmal Bürgschaften zum Geländekauf aufbringen. Bei einer der Gesellschaften, die eine federführende Rolle in der ILD spielte, wurden Schulden bei spanischen Steuerbehörden und der Sozialversicherung in einer Gesamthöhe von etwa 350.000 Euro ausgemacht. Die Zeitung El Periódico de Aragón hatte zudem auf die dunkle Vergangenheit von einigen Betreibern hingewiesen, die zentral an dem Projekt mitwirkten.

    Zahlreiche Geldgeber sollen betrogen worden sein, als man ein virtuelles Casino im Internet einrichten wollte. Von Barcelona aus sollte das Internet-Casino betrieben werden. Am Rande der katalanischen Metropole soll nun ganz real ein Casino-Großprojekt realisiert werden. Statt "Gran Scala" wird nun über "Eurovegas" gesprochen. Hinter dem Projekt steht nun aber ein Mann, der über viel Geld verfügt und entsprechende Erfahrungen mit Casinos hat. Denn Sheldon Gary Adelson hat seine Milliarden vor allem in der Immobilienbranche in Las Vegas verdient und besitzt die Las Vegas Sands–Gruppe. Der Sohn jüdischer Einwanderer aus der Ukraine betreibt nicht nur Casinos in den USA, sondern auch in Macao und Singapur.

    Nun will er angeblich 17 Milliarden Euro investieren, um sein Imperium auch auf Spanien auszudehnen. Das ist erstaunlicherweise genau die Summe, die einst auch ILD für die Monegros veranschlagt hatte. Der gewiefte Geschäftsmann will die schwere Krise und die enorme Arbeitslosigkeit (23,3%) im Land ausnutzen, um offensichtlich so richtig Kasse zu machen. Die aggressive Arbeitsmarktreform der neuen konservativen Regierung ist allerdings Adelson noch viel zu lasch. Deshalb forderte er eine Zone, in der die spanischen Gesetze nicht gelten. Dass er das Rauchverbot aufheben will, ist da noch die leichteste Übung.

    Praktisch will Adelson ein Steuerparadies und mindestens zwei Jahre von sämtlichen Steuern und Sozialabgaben befreit werden. Die Steuerbefreiung soll sogar auf zehn Jahre ausgedehnt werden, dafür soll die Infrastruktur für den Casino-Park natürlich aus Steuergeldern bezahlt werden, wie der Anschluss an das öffentliche Verkehrsnetz, wenn möglich auch an die Hochgeschwindigkeitsbahn. Das Gelände soll natürlich (teuer) in der Nähe eines Großflughafens liegen und ihm übereignet werden. Schnell soll auch die Enteignung vorhandener Privatgrundstücke vonstattengehen und eine Staatsbürgschaft über 25 Millionen Euro will er mit einer Exklusivitätsgarantie für zehn Jahre.

    Die Vorstellungen, ein Gebiet zu schaffen, in der keine Mehrwertsteuer und andere Steuern erhoben und das Arbeitsrecht und andere Rechtsvorschriften außer Kraft gesetzt werden, kamen auch bei den Experten im Finanzministerium nicht gut an, die sich dagegen aussprechen, "im Herzen Spaniens ein Steuerparadies" zu schaffen. Die Präsidentin der konservativen Regionalregierung der Region Madrid, Esperanza Aguirre, hingegen will das Projekt in Madrid ansiedeln und bietet deshalb zwei mögliche Standorte in Valdecarros und Alcorcón an.

    "Freizeitstadt für alle Altersgruppen"

    Obwohl man sich fragen muss, wie sich das eingesetzte Steuergeld angesichts derartiger Vorstellungen rentieren soll, ist eine Art Wettlauf zwischen Madrid und Barcelona um das Projekt in Gang gekommen. Allerdings gibt die katalanische Regionalregierung zu, dass man in Bezug auf das Eurovegas-Projekt von Adelson ins Hintertreffen geraten sei, weil die linke Vorgängerregierung die Pläne abgelehnt hatte. Obwohl auch Führungsmitglieder der konservativen Nationalisten der CiU befürchten, dass damit noch stärker die Prostitution angezogen werden könnte, setzt die von dieser Partei geführte Regionalregierung auf Casino-Projekte.

    In Barcelona wird von drei verschiedenen Investoren gesprochen, die eine Art "Freizeitstadt für alle Altersgruppen" bauen wollen. Denn von einem Mega-Casino will der katalanische Minister für Arbeit und Unternehmen nicht sprechen. 95% der geplanten Fläche hätten nämlich gar nichts mit Spielhöllen zu tun. Francesc Xavier Mena erklärte, es handele sich vielmehr um ein großes Tourismusprojekt für die gesamte Familie. "Ein Modell 'Las Vegas' planen wir nicht."

    Was in der Nähe des Flughafens in Barcelona entstehen soll, ist derweil noch unklar. Klar ist nur, dass der katalanische Regierungschef Artur Mas kürzlich auch mit Adelson direkt verhandelt hat, dessen Vorstellungen bekannt sind. Die Regionalregierung behauptet aber, dass zwei weitere Investorengruppen an der Umsetzung eines derartigen Projekts interessiert seien. Darunter befänden sich auch Investoren aus China, hatte Mena am Montag im katalanischen Fernsehen behauptet. Ob ein Projekt, anders als in den Monegros, nun real im Großraum Barcelona oder Madrid realisiert wird, steht noch in den Sternen. Würden sie nach den Vorgaben von Adelson verwirklicht, käme das dem Ausverkauf des Landes gleich.

    Cannabis-Anbau soll Geld in die Gemeindekasse spülen

    In eine ganz andere Richtung geht dagegen eine kleine Gemeinde in Katalonien, um seine Finanzen in Ordnung zu bringen und für Beschäftigung im Ort zu sorgen. Im südlich von Barcelona gelegenen Rasquera soll Cannabis angebaut werden und auch ganz real Geld in die Gemeindekasse fließen.

    Das Dorf in Provinz Tarragona will der ABCDA (Asociación Barcelonesa Cannábica de Autoconsumo) sieben Hektar Land in der trockenen Gegend verpachten, um darauf Cannabis für den Eigenverbrauch anzubauen. Der Verein aus Barcelona, der für den Eigenverbrauch eintritt, hat etwa 5000 Mitglieder. Er ist bereit, innerhalb von zwei Jahren 1,3 Millionen Euro zu bezahlen, um seine Mitglieder mit Cannabis versorgen zu können.

    Der Bürgermeister des Dorfs mit 900 Einwohnern schätzt, dass mit den 40 Arbeitsplätzen, die über das Projekt geschaffen werden, bald Vollbeschäftigung im Dorf herrscht. Bernat Pellisa hat nicht nur die Vertreter seiner linksnationalistischen Republikanischen Linken Kataloniens (ERC) für das Vorhaben gewinnen können, sondern auch viele der Wähler der konservativen Nationalisten. Die drei Gemeinderäte der CiU, die sich zwar in Barcelona offen für das Casino-Projekt zeigt, stimmten in Rasquera gegen den Anbau von Cannabis für den Eigenbedarf. Sie wurden aber von den vier ERC-Vertretern auf einer Gemeinderatssitzung überstimmt, die auf ein enormes Interesse bei den Bürgern stieß.

    Da der Anbau für den Eigenbedarf in Spanien nicht verboten ist, geht Pellisa davon aus, dass juristisch an dem Projekt nichts auszusetzen sei. "Wir legalisieren nur, was ohnehin üblich ist", erklärte er im Interview. Cannabis werde zum privaten Gebrauch überall am Mittelmeer angebaut. "Wir sind der Meinung, jeder sollte seine Freiheitsrechte ausüben können", fügt er an und sieht sich im Einklang mit den Vereinten Nationen. Die Verbotspolitik sei ohnehin gescheitert, erklärt er. Gemäß dem Abkommen, das zwischen der Gemeinde und der ABCDA geschlossen wurde, zahlt der Verein die Anfangsinvestition von 36.000 Euro. Dann fließen ab Juli monatlich zunächst für zwei Jahre 54.170 Euro in die Gemeindekasse.

    Allein steht das Dorf mit seinen Ansichten nicht. Gerade haben auch die Basken eine Arbeitsgruppe eingesetzt, um an einer Regulierung der Frage in der "Autonomen Baskischen Gemeinschaft" zu arbeiten. Der Beschluss fiel vergangene Woche im Parlament einstimmig und deshalb werden sich an der Arbeitsgruppe auch alle Parteien beteiligen, also auch Vertreter der in Spanien regierenden ultrakonservativen Volkspartei (PP). Im kommenden Jahr soll ein Gesetzesentwurf vorliegen, mit dem die Basken den "Anbau, Verkauf und Konsum" von Cannabis regeln wollen, kündigte die baskische Vize-Gesundheitsministerin an. Von einer wirklichen Legalisierung will Jesús María Fernández aber nicht sprechen, sondern es gehe darum, Rechtssicherheit zu schaffen.

    Im Baskenland gäbe es 50 Vereinigungen (im deutlich größeren Katalonien 30), die sich durch Anbau von Cannabis autonom mit Cannabis versorgten. Die Basken wollen die Rechtslage an die Realität anpassen. Im Parlament wurde daran erinnert, dass in einer Studie 2010 festgestellt worden war, dass das Baskenland zu den Gebieten in Europa gehört, in denen am meisten Cannabis konsumiert wird. Bisher befinden sich Selbstversorger-Vereinigungen aber noch in einer rechtlichen Grauzone, die nun geschlossen werden soll.

    In dem im Parlament beschlossenen Text wird auch darauf verwiesen, dass der Konsum von Cannabis nicht verboten ist, sondern nur der Verkauf und der Anbau, wenn der wiederum für den Verkauf bestimmt ist. Mit dem geplanten Gesetz soll nun Rechtssicherheit geschaffen und ein geregelter Konsum unter Umgehung des Schwarzmarkts ermöglicht werden. Ob und welche Steuern dabei anfallen, wurde noch nicht erwähnt.

    (heise.de)
  4. #3
    Harvey ist offline
    Chef vom Dienst   Themeneröffner/in
       Album 
    Registriert seit
    02.05.2009
    Ort
    Heute hier, morgen dort
    Beiträge
    1.925
    Nachrichten
    543

    Standard Unternehmer will Mini-Las-Vegas in Spanien bauen

    Der amerikanische Casino-Tycoon Sheldon Adelson will in Spanien ein Zockerparadies à la Las Vegas bauen. Madrid und Barcelona streiten um das Milliarden-Projekt, denn „Eurovegas“ verspricht Hunderttausende Jobs.

    Madrid/Düsseldorf - Madrid und Barcelona sind nicht allein im Kampf um die spanische Fußballmeisterschaft erbitterte Rivalen. Die beiden Metropolen stehen auch im Wettkampf um ein gigantisches Bauprojekt, bei dem es um Milliardensummen geht. Der amerikanische Kasino-Tycoon Sheldon Adelson will in Spanien ein „Mini-Las-Vegas“ errichten, das entweder in der Nähe der Hauptstadt oder vor den Toren der katalanischen Metropole entstehen soll.

    Das Projekt soll nach spanischen Medienberichten zwölf Hotelkomplexe mit insgesamt 36.000 Zimmern, sechs Kasinos mit 1065 Roulette-Tischen und 18.000 Spielautomaten, neun Theater, bis zu drei Golfplätze und ein Stadion mit 15.000 bis 17.000 Plätzen umfassen.

    Das „Eurovegas“, wie das Vorhaben in Spanien genannt wird, soll Investitionen in einer Größenordnung von 18 Milliarden Euro (22 Milliarden US-Dollar) bis 2022 bedeuten und Schritt für Schritt in mehreren Phasen realisiert werden. „Auf dem Weg zu einer definitiven Entscheidung haben wir 90 Prozent zurückgelegt“, sagte Michael Leven, Präsident des US-Konzerns Las Vegas Sands und rechte Hand des Multimilliardärs Adelson, der Zeitung „El Mundo“.

    Noch vor dem Sommer will der Konzern sich festlegen. Mit den Bauarbeiten könnte im kommenden Jahr begonnen werden. Das Vorhaben werde direkt und indirekt 260.000 Arbeitsplätze schaffen, heißt es. In Zeiten von Wirtschaftskrise und Massenarbeitslosigkeit scheint das Milliardenprojekt ein Geschenk des Himmels zu sein.

    Aber die Amerikaner stellen harte Bedingungen. Dazu gehören Sonderkonditionen bei Steuern, Arbeitsverträgen und Sozialabgaben, eine Lockerung der Vorschriften für den Kampf gegen die Geldwäsche oder eine Ausnahmeregelung vom strikten Rauchverbot.

    Gestern erst sprach Adelson mit der Madrider Delegation, die für die Region wirbt und betonte, das nicht nur die Kasino- und Hotelanlagen durch das Projekt entstünden, sondern auch Messen, Konferenzen, Sportveranstaltungen oder Einkaufszentren.

    Städte-Casting in Las Vegas

    Der 78 Jahre alte Adelson betreibt Casinos in Las Vegas, Macao (China) und in Singapur. Auf der Liste der US-Zeitschrift „Forbes“ rangiert er unter den reichsten Männern der Welt auf dem 14. Platz mit einem geschätzten Vermögen von 24,9 Milliarden Dollar (18,7 Milliarden Euro). Sheldon ist zudem namhafter Unterstützer der Republikaner. Zuletzt hat er zusammen mit seiner Frau zehn Millionen US-Dollar an den US-Präsidentschaftskandidaten Newt Gingrich gespendet

    Mit dem Projekt in Spanien will der Selfmademan auch in Europa Fuß fassen. Die Regionalregierungen von Madrid und Katalonien schickten am vorigen Wochenende Delegationen nach Las Vegas und unterbreiteten dort ihre Kandidaturen.

    Nach dem „Casting“ scheint Madrid im Vorteil zu sein, denn die Kandidatur von Barcelona hat aus Sicht der Amerikaner einen Schwachpunkt: Die katalanische Metropole hat für das Projekt einen Landstrich vorgesehen, der in unmittelbarer Nähe des Flughafens liegt. Und dort dürfen aus Gründen der Flugsicherheit keine Wolkenkratzer errichtet werden.

    Genau das aber wollen die Amerikaner. „Für ein Hotel mit 3000 Zimmern braucht man 50 Stockwerke“, zitierte die Zeitung „El Periódico“ den Multimilliardär. Madrid ist den Katalanen auch in einem anderen Punkt voraus: Die Hauptstadt verfügt über die besseren Flugverbindungen in alle Welt. Allerdings weist auch die Madrider Kandidatur eine Schwachstelle auf: Die vorgesehene Fläche liegt in der Nähe der größten Müllkippe von ganz Spanien.

    Barcelona wirbt dagegen mit seiner Lage am Meer und führt ins Feld, dass die katalanische Metropole Millionen von Touristen anzieht und einer der bedeutendsten Anlegehäfen für Kreuzfahrtschiffe ist. Allerdings rührt sich in beiden Städten auch Widerstand gegen das Mega-Projekt.

    Spanien hat stets hoch gepokert - und verloren

    Die Gegner, darunter Umweltschützer und Anhänger der Bewegung der „Empörten“, schlossen sich zur Plattform „Eurovegas No“ zusammen. „Während Länder wie Deutschland in Innovation investieren, bleibt Spanien mit einem Vorhaben wie ,Eurovegas' ein Land der Kellner und der Prostituierten“, meinte ein Sprecher. Jobs wie Groupier, Kellner oder Zimmermädchen würden nicht zum Aufschwung beitragen können.

    Auch wenn die beiden Städte um das Projekt buhlen, ist die nationale Politik noch zurückhaltend. Eurovegas bedeutete die „Installation eines echten Steuerparadieses auf spanischem Territorium“, sagte Manuel Redal, Berater des spanischen Finanzministeriums der „El Mundo“.

    Denn Spanien hat mit großen Projekten der Freizeitbranche stets hoch gepokert - und verloren. In den vergangenen Jahrzehnten waren Vergnügungsparks bei Tarragona, Benidorm, Madrid und in Sevilla entstanden. Mit Ausnahme von Port Aventura bei Tarragona machten alle Millionenverluste und wurden zu einer Belastung für die Steuerzahler.

    Vor gut vier Jahren wollte eine Gruppe von Anlegern schon einmal ein „europäisches Las Vegas“ in der Form eines riesigen ägyptischen Tempels errichten. In einem wüstenähnlichen Gelände bei Saragossa sollten dafür 17 Milliarden Euro investieren werden. Der Beginn der Wirtschaftskrise machte dem Vorhaben ein Ende, noch bevor der erste Spatenstich getan war.

    Bereits 2007 hatte Sheldon begonnen, in Spanien einen europäischen Standort für sein „Spieler-Paradies" zu suchen, war aber mit der sozialistischen Vorgängerregierung nicht einig geworden.

    Der Casino-König

    Vom Zeitungsboten zum Milliardär
    Adelson kam als Sohn jüdischer Immigranten aus der Ukraine in Boston zu Welt, wo er auch aufwuchs. Sein Vater war Taxifahrer. Sheldon selbst arbeitete in seiner Jugend unter anderem als Zeitungausträger.

    Business-Start
    Sheldon gründete Ende der 70er Jahre die Computermesse Comdex, den er zu einem der wichtigsten Branchentreffs in den USA machte.

    Hotels und Casinos
    Mit dem Erlös aus dem Verkauf von Comdex Mitte der neunziger finanzierte er den Start seines Kasinoimperiums. 1999 eröffnete er das luxuriöse Hotel-Resort Venetian für 1,5 Milliarden Dollar, das dem italienischen Venedig nachempfunden ist und mehrere Architektur-Preise bekam.

    Schwerpunkt in Asien
    Einen Großteil seines Vermögens macht Adelson mit Zockerparadiesen im asiatischen Raum, etwa mit dem „Sands Macau“ in China.


    (handelsblatt.com)
  5. #4
    Harvey ist offline
    Chef vom Dienst   Themeneröffner/in
       Album 
    Registriert seit
    02.05.2009
    Ort
    Heute hier, morgen dort
    Beiträge
    1.925
    Nachrichten
    543

    Standard Jackpot für Spanien? Las Vegas kommt nach Europa

    Der amerikanische Hotel- und Casinomagnat Sheldon Adelson will in Spanien ein "europäisches Las Vegas" errichten.

    Spanien steckt in der Krise. Mit einem beispiellosen Sparkurs will Regierungschef Mariano Rajoy sein Land aus der Schuldenfalle führen. Trotz des Unmuts in der Bevölkerung, der sich jüngst in einem Generalstreik entlud, kreist nun der Rotstift im Kampf gegen das ausufernde Staatsdefizit.

    200.000 neue Arbeitsplätze

    Der amerikanische Milliardär Sheldon Adelson will von Sparen nichts hören. Er will lieber investieren und damit den "American Dream" nach Europa tragen. Mit einem Milliardenschweren (rund 18 Milliarden €) Bauprojekt will der Casino-Tycoon Las Vegas nach Spanien bringen.
    Zwölf Hotelkomplexe und sechs Casinos sollen nach eigenen Angaben rund 11 Millionen Touristen jährlich anlocken. Man rechne damit, dass in den kommenden 15 Jahren rund 15.500 Millionen Euro aus den Geldbörsen der Touristen zusammenkommen würden. Zudem punktet das Großprojekt mit der Schaffung von rund 200.000 neuen Arbeitsplätzen.

    Bis 2022 soll "Eurovegas", wie das Projekt in Spanien betitelt wird, fertiggestellt sein. In der spanischen Zeitung "El Mundo" erklärt Michael Leven, Präsident des US-Konzerns Las Vegas Sands, "Auf dem Weg zu einer definitiven Entscheidung haben wir 90 Prozent zurückgelegt".

    Barcelona vs. Madrid

    Der erste Spatenstich könnte bereits nächstes Jahr erfolgen. Davor müsste entschieden werden, welche Stadt den Zuschlag erhalten würde.
    Wie im Fußball sind es die beiden Metropolen Barcelona und Madrid, die um die Gunst des Investors buhlen.
    Derzeit scheint es so, als würde Madrid 1:0 in Führung liegen, denn der Vorschlag Barcelonas, "Eurovegas" in der Nähe des Flughafens aus dem Boden zu stampfen, stößt bei den Amerikanern auf Widerstand. "Für ein Hotel mit 3.000 Zimmern braucht man 50 Stockwerke", stellt Adelson fest. Das Problem: Aus Gründen der Flugsicherheit, könnten solche hohen Gebäude gar nicht erst errichtet werden.

    Während das Großprojekt noch heimatlos ist, regt sich bereits Widerstand. Die Kritiker, die unter dem Motto "Eurovegas No", ihren Protest kundtun, befürchten, dass durch das Vorhaben Spielsucht und Prostitution gefördert würden. "Während Länder wie Deutschland in Innovation investieren, bleibt Spanien mit einem Vorhaben wie "Eurovegas" ein Land der Kellner und der Prostituierten", meinte ein Sprecher.

    Michael Leven teilte der Zeitung "El Mundo" mit, dass es vermutlich bereits im April oder Mai eine Entscheidung geben würde.

    (wirtschaftsblatt.at)
  6. #5
    Harvey ist offline
    Chef vom Dienst   Themeneröffner/in
       Album 
    Registriert seit
    02.05.2009
    Ort
    Heute hier, morgen dort
    Beiträge
    1.925
    Nachrichten
    543

    Standard US-Milliardär will Mini-Las-Vegas in Spanien aufbauen

    Macau – Der US-Milliardär Sheldon Adelson will in Spanien ein Mini-Las-Vegas entstehen lassen. Der Chef des Casino-Konzerns Las Vegas Sands kündigte am Mittwoch an, 35 Mrd. Dollar in den Aufbau eines Spielbank-Komplexes in dem in der Schuldenkrise schwer angeschlagenen Euro-Land zu investieren.

    Adelson gab bekannt, bereits Gespräche mit Verantwortlichen der beiden grössten spanischen Städte Barcelona und Madrid zu führen. Ziel sei es, Kunden aus Westeuropa sowie den früheren Sowjet-Staaten anzusprechen. Das Projekt solle innerhalb von fünf bis zehn Jahren umgesetzt werden.

    Bereits im Februar hatte der Konzern mitgeteilt, eine Investition in Höhe von 20 Mrd. Dollar über die kommenden zehn Jahre in Spanien zu prüfen. Bestandteil des Projekts sollen demnach 36'000 Hotelbetten, 18'000 Slot-Maschinen und drei Golfplätze sein.

    Die Las-Vegas-Sands-Tochter Sands China eröffnete am Mittwoch ein neues Casino in Macau. Die frühere portugiesische Kolonie gilt als weltgrösstes Spielerparadies.

    (SDA / Foto: SDA)
    Angehängte Grafiken
  7. #6
    Harvey ist offline
    Chef vom Dienst   Themeneröffner/in
       Album 
    Registriert seit
    02.05.2009
    Ort
    Heute hier, morgen dort
    Beiträge
    1.925
    Nachrichten
    543

    Standard Glücksspiel-Eldorado für Spanien

    Las Vegas bald in Europa

    Eine Tochter des US-Konzerns Las Vegas Sands eröffnet ein neues Casino in Macau. Die frühere portugiesische Kolonie gilt als weltgrößtes Spieleparadies. Aber auch in Europa hat der Konzern Pläne. In Spanien soll Las Vegas neu entstehen. Das will sich der Konzern satte 35 Mrd. Dollar kosten lassen.

    Der US-Milliardär Sheldon Adelson will in Spanien ein Mini-Las-Vegas entstehen lassen. Der Chef des Casino-Konzerns Las Vegas Sands kündigte an, 35 Mrd. Dollar in den Aufbau eines Spielbank-Komplexes in dem in der Schuldenkrise schwer angeschlagenen Euroland zu investieren.

    Adelson gab bekannt, bereits Gespräche mit Verantwortlichen der beiden größten Städte des Mittelmeerlandes Barcelona und Madrid zu führen. Ziel sei es, Kunden aus Westeuropa sowie den früheren Sowjet-Staaten anzusprechen. Das Projekt solle innerhalb von fünf bis zehn Jahren umgesetzt werden.

    Las Vegas, Macau, Barcelona?

    Bereits im Februar hatte der Konzern mitgeteilt, eine Investition in Höhe von 20 Mrd. Dollar über die kommenden zehn Jahre in Spanien zu prüfen. Bestandteil des Projekts sollen demnach 36.000 Hotel-Betten, 18.000 Slot-Maschinen und drei Golf-Plätze sein.

    Die Las-Vegas-Sands-Tochter Sands China eröffnete ein neues Casino in Macau. Die frühere portugiesische Kolonie gilt als weltgrößtes Spieleparadies.

    (n-tv.de)
  8. #7
    Harvey ist offline
    Chef vom Dienst   Themeneröffner/in
       Album 
    Registriert seit
    02.05.2009
    Ort
    Heute hier, morgen dort
    Beiträge
    1.925
    Nachrichten
    543

    Standard Milliardär plant Mini-Las-Vegas für Spanien

    Sheldon Adelson will 35 Milliarden Dollar in einen Spielbankenxkomplex fließen lassen und führt Gespräche mit Barcelona und Madrid

    Macau - Der US-Milliardär Sheldon Adelson will in Spanien ein Mini-Las-Vegas entstehen lassen. Der Chef des Kasino-Konzerns Las Vegas Sands kündigte an, 35 Mrd. Dollar (26,7 Mrd. Euro) in den Aufbau eines Spielbanken-Komplexes in dem in der Schuldenkrise schwer angeschlagenen Euro-Land zu investieren. Adelson gab bekannt, bereits Gespräche mit Verantwortlichen der beiden größten Städte des Mittelmeerlandes Barcelona und Madrid zu führen. Ziel sei es, Kunden aus Westeuropa sowie den früheren Sowjet-Staaten anzusprechen. Das Projekt soll innerhalb von fünf bis zehn Jahren umgesetzt werden.

    Bereits im Februar hatte der Konzern mitgeteilt, eine Investition in Höhe von 20 Mrd. Dollar über die kommenden zehn Jahre in Spanien zu prüfen. Bestandteil des Projekts sollen demnach 36.000 Hotel-Betten, 18.000 Slot-Maschinen und drei Golf-Plätze sein.

    Die Las-Vegas-Sands-Tochter Sands China eröffnete am Mittwoch ein neues Kasino in Macau. Die frühere portugiesische Kolonie gilt als weltgrößtes Spieleparadies.

    (APA/Reuters)
  9. #8
    Harvey ist offline
    Chef vom Dienst   Themeneröffner/in
       Album 
    Registriert seit
    02.05.2009
    Ort
    Heute hier, morgen dort
    Beiträge
    1.925
    Nachrichten
    543

    Standard US-Milliardär plant ein neues Las Vegas in Spanien

    Mit zwölf Hotels und sechs Kasinos verspricht Sheldon Adelson 260.000 Jobs und fordert großzügige Geschenke vom Staat. Madrid und Barcelona kämpfen erbittert um das Projekt und pokern hoch.

    Es klingt fast zu schön, um wahr zu sein: Mitten in der schwersten Wirtschaftskrise der letzten Jahrzehnte meldet sich ein US-Milliardär zu Wort und will auf der Iberischen Halbinsel ein zweites Las Vegas errichten.

    Kasinokönig Sheldon Adelson, der in Las Vegas den pompösen "Venetian Tower" hochzog und hochrentable Kasinos in Macao (China) und Singapur betreibt, sucht ein weiteres Standbein in Europa.

    Seine Wahl fiel auf Spanien. Er sei bereit, für sein Eurovegas 35 Milliarden Dollar zu investieren, verkündete der 78-Jährige Anfang April auf einer Pressekonferenz in Macao, wo er mal wieder eine neue Spielbank eröffnete. Das ist fast doppelt so viel wie noch zu Jahresbeginn. Damals war von 18 Milliarden Euro die Rede.

    Adelson stellt harte Bedingungen

    Doch die Sache hat einen Haken: Adelson, laut "Forbes"-Liste der achtreichste Mann der USA, stellt den Spaniern eine ganze Reihe von problematischen Bedingungen. Informationen der Tageszeitung "El País" zufolge fordert er Steuervergünstigungen, wie sie noch kein Unternehmen zuvor in Spanien bekommen hat.

    An den Staat soll kein Cent Mehrwertsteuer abgeführt werden, bei der Körperschaftsteuer will er nur 17,5 statt der üblichen 35 Prozent zahlen und die nötigen Grundstücke für den Bau der Kasino-Stadt sollen ihm sowieso umsonst zur Verfügung gestellt werden.

    Und noch etwas verlangt der Milliardär: Spaniens strenge Geldwäsche-Gesetze und das Rauchverbot, das im ganzen Land herrscht, sollen in seinen Etablissements bitte schön nicht gelten. Nicht zuletzt will er völlig freie Hand bei der Einstellung von ausländischen Arbeitskräften und eine spürbare Senkung der Sozialabgaben für seine Beschäftigten.

    Die Berater von Adelsons Unternehmen Las Vegas Sands, die in Barcelona sitzen, wollten die Liste weder bestätigen noch dementieren. Der letzte Punkt irritierte die Gewerkschaften ganz besonders. Sie befürchten neben Sozialdumping, dass für die Einheimischen nur Billigjobs als Kellner oder Putzkräfte übrig bleiben.

    Tausende neue Arbeitsplätze sollen entstehen

    Die beiden Eurovegas-Kandidaten Madrid und Barcelona lassen sich vom Forderungskatalog aber nicht abschrecken. Ganz im Gegenteil: Jeder versucht, sich punktuelle Vorteile zu verschaffen.

    In der Hauptstadt würde das Projekt mit einem Schlag fast 40 Prozent der Arbeitslosigkeit beseitigen, denn es sollen 260.000 direkte und indirekte Arbeitsplätze entstehen. "Wir sind bereit, alle Normen zu ändern, wenn nur unsere Region das Kasinoprojekt bekommt", so Esperanza Aguirre, Ministerpräsidentin der Region Madrid, nach ihrem ersten Zusammentreffen mit Adelson. Auch die Zentralregierung von Premier Mariano Rajoy hat bisher keinerlei Einwände vorgebracht.

    Das sind gute Nachrichten für Adelson. Der alte Fuchs hatte schon seit Längerem eine Auge auf Spanien geworfen und bereits die im November abgewählte sozialistische Regierung von José Luis Rodríguez Zapatero umworben.

    Binnen eines Jahrzehnts will er zwölf Hotels mit 36.000 Betten errichten, sechs Mega-Kasinos mit tausend Roulette- und Pokertischen, 18.000 Spielmaschinen und ein Zentrum für Kongresse und Konzerte mit einer Kapazität von 15.000 Besuchern.

    Adelson plant weitere Einrichtungen

    Mittendurch soll ein Boulevard führen, etwa halb so lang wie der echte Las Vegas Strip (6,4 Km). Nicht zuletzt sind auch in Eurovegas – das im wasserarmen Spanien seinem kalifornischen Pendant klimatisch gar nicht so unähnlich wäre – drei Golfplätze geplant.

    "Wir bauen einen völlig neuen Wirtschaftszweig in diesem Land auf, dafür wollen wir auch einige klitzekleine Gesetzesänderungen", so ein Berater von Adelsons Firma Las Vegas Sands. An den Universitäten soll sogar ein neues Masterprogramm für die Zockerindustrie eingerichtet werden.

    Der Aufschrei in der akademischen Gemeinde blieb nicht aus. "Adelson will wohl ein zweites Nevada hier bauen und spielt zwei Regionen gegeneinander aus", schimpft Manuel Ballbé, Dozent an der Autonomen Universität von Barcelona.

    Doch Kritiker haben zurzeit schlechte Karten. Denn die krisengeplagten Spanier, deren Wirtschaft im ersten Quartal schon wieder in die Rezession rutschte, brauchen dringend neue Jobs.

    Spaniens Metropolen kämpfen um das Projekt

    Die katalanische Landesregierung will natürlich nicht außen vor bleiben. Das Terrain, das die geschäftstüchtigen Katalanen dem Amerikaner zur Verfügung stellen, hat immerhin Blick aufs Meer. "Das Projekt würde uns erst richtigen Qualitätstourismus bringen" schwadroniert Artur Más, Ministerpräsident von Katalonien.

    Barcelonas Trumpf sind nicht nur der Meerblick, sondern die sieben Millionen Touristen, die jährlich in die Stadt strömen. Hinzu kommen 2,6 Millionen Kreuzfahrtpassagiere, die die Metropole zum Landgang nutzen.

    Das Gerangel um die Investition symbolisiert die Feindschaft zwischen Spaniens Metropolen einmal mehr. Die Kräfte der beiden werden nicht nur regelmäßig bei emotionsgeladenen Fußballduellen zwischen Real Madrid und Barça gemessen.

    Jahr für Jahr streiten sie darüber, wer den größten Zuwachs beim Tourismus hat. Dann herrscht stets Uneinigkeit darüber, wer die größte Wirtschaftskraft auf seine Region vereint und am meisten Steuern für die Landesregierung aufbringt, die chronisch knapp bei Kasse ist. Und jetzt bekriegen sie sich auch noch wegen Eurovegas.

    Adelson will sich im Mai mit seinen Verwaltungsratsmitgliedern höchstpersönlich von den Vor- und Nachteilen der beiden Kandidaten ein Bild machen. Die Katalanen befürchten, dass sie ins Hintertreffen geraten könnten. "Madrid hat derzeit die Nase vorne", gestand Barcelonas Bürgermeister Xavier Trias zähneknirschend. Denn Adelson wolle seine Hotels in die Höhe bauen wie seinen 36-stöckigen "Venetian Tower" in Las Vegas.

    Adelsons neuestes Kasino in Shanghai ist 145 Meter hoch. In Barcelona allerdings liegt das angebotene Gelände direkt am Flughafen. Aus Gründen der Flugsicherheit dürfen hier keine hohen Gebäude entstehen.

    Viel Kritik an Eurovegas

    Derweil formiert sich erster Widerstand von Bürgerplattformen und Umweltschützern in beiden Metropolen. Am heutigen Samstag zum Beispiel versammeln sich Bürger zum Protestmarsch gegen das Eurovegas bei Madrid. Ihr Widerstand richtet sich gegen die Zerstörung der Natur und die Beibehaltung der natürlichen Weideflächen.

    "Mit dem Totschlagargument, dass neue Arbeitsplätze entstehen, wird geltendes Arbeits- und Steuerrecht verletzt", so ein Gewerkschafter in Madrid. Statt Geld in Kasinos zu stecken, sollte lieber der Staat mit neuen Infrastrukturprojekten für Jobs sorgen.

    Spaniens Linksparteien sind auch nicht entzückt. Die nationalistische ERC etwa bezweifelt, dass so viele Arbeitsplätze entstehen. In ganz Katalonien gibt es bei 450.000 Betten nur knapp 400.000 Beschäftigte im Tourismus. "In Singapur, Macao und Las Vegas beschäftigt Adelson 34.000 Leute. Wie sollen dann in Spanien fünfmal so viele Arbeitsplätze entstehen?", fragt sich Ana Sanz, Arbeitsrechtlerin bei der Madrider Bürgerplattform "Eurovegas No".

    Und für die Madrider Sozialisten, die im Gemeinderat ewig die Oppositionsbank drücken, wird Eurovegas "das größte Bordell Europas". Das sehen viele Spanier genauso: "Spanien kommt nur mit harter Arbeit aus der Krise, aber bestimmt nicht mit Spielhöllen", heißt es in einem Leserbrief an "El País".

    Schlechte Erfahrung mit ausländischen Investoren

    Es ist übrigens nicht das erste Mal, dass ausländische Investoren eine Art Las Vegas auf der Iberischen Halbinsel versprechen. Vor gut vier Jahren machte die Londoner International Leisure Development (ILD) mit einem Projekt namens "Gran Scala" Furore. Auf einem wüstenartigen Landstrich bei Saragossa sollte ein gigantischer Bau in Form eines ägyptischen Tempels entstehen, die Rede war von Investitionen von 17 Milliarden Euro und Tausenden von Jobs. Doch dann kam die Wirtschaftskrise, und es wurde nichts daraus.

    Eine weitere Pleite erlebte Spanien mit Harrah’s Entertainment, die heute als Caesars firmiert. Die Amerikaner wollten einen Kasinokomplex im ziemlich mausetoten Ciudad Real, rund 200 Kilometer südlich von Madrid bauen. Doch Gelder sind niemals geflossen.

    (welt.de)

Ähnliche Artikel

  1. Spielhöllen werden ausgebremst
    Von Harvey im Forum Rechtliches
    Antworten: 6
    Letzter Beitrag: 27.04.2012, 16:52
  2. Little Vegas
    Von Harvey im Forum Landcasinos
    Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 17.01.2012, 17:18
  3. Pokern: Kann auch ich damit richtig reich werden?
    Von Harvey im Forum Poker-Forum
    Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 11.11.2011, 15:56
  4. Croupiers dürfen wieder überwacht werden
    Von Harvey im Forum Rechtliches
    Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 11.09.2011, 09:58
  5. Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 30.04.2011, 14:40

Namensschilder

glücksspiel forum

kann man in madrid roulette spielen

sollten glücksspiele geschlossen werden

las vegas madrid

foren las vegas sands

madrid kleine las vegas

casino madrid zocken

glücksspielgesetz spanien barcelona

wettbüro las vegas macou