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Thema im Roulette Forum:
Gewinnprogression - für Roulette und BlackJack gleichermaßen

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  1. #1
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    Standard Gewinnprogression – für Roulette und BlackJack gleichermaßen

    Jeder Roulette-Neuling ebenso wie der Newcomer zum BlackJack wird zu Beginn seiner Laufbahn über Progressionen nachdenken. Progressionen gibt es wie Sand am Meer, spätestens mit der Erfindung des Roulette tauchten schon die ersten davon auf. Von Harakiri-Satzsteigerungen wie der Martingale (Verdoppelung des Einsatzes auf den Einfachen Chancen) über die streckenweise nicht weniger gefährliche amerikanische Abstreich-Progression (hierbei tilgen zwei Gewinnsätze drei Verlustsätze), die bei längeren Verlustphasen durch das auftretende Zusammenschieben der hohen Einsätze ebenso Kapital verschlingt bis hin zu den sanften Progressionen wie der d'Alambert (hierbei entsteht ein halbes Stück Gewinn pro gesetztem Coup, wenn man auf den Ausgangspunkt zurückkommt) bei der ebenfalls ein Stück nach dem anderen versickert. Vor allem Zeroverluste bei hohen Sätzen machen sich unangenehm bemerkbar, am Ende scheint man nicht zu wissen, wo und wie man seine kostbaren Stücke verloren hat.

    Jede Progression im Verlust führt entweder schnell, wie bei der Martingale und der Abstreichprogression, oder mehr oder weniger verzögert, wie bei den sanften Steigerungen wie der d'Alambert und der Hollandaise, zum Totalverlust des gesamten Spielkapitals.

    Ist jedoch ein Marsch vorhanden, der eine Überlegenheit über Zero aufweist oder der vom üblichen abweichende Häufungen von Gewinn und Verlust hat, sieht die Angelegenheit schon anders aus. Aber ein derartiger Marsch wird eine Rarität sein, sofern es ihn überhaupt gibt.

    Progressionen funktionieren teilweise erstaunlich lange, vielleicht sogar ein ganzes Leben lang. Dann aber ist der Spieler nur selten im Casino anzutreffen, so dass er die vernichtende Phase aufgrund seines seltenen Spiels nicht erlebt. Eine unumstößliche Gesetzmäßigkeit ist es, dass die Abweichungen einer Spielmethode mit der Dauer ihrer Anwendung zunehmen. Es kann also durchaus sinnvoll sein, ein Progressionsspiel mehrere Wochen durchzuführen und es dann ad acta zu legen, vielleicht weil etwas besseres, z.B. ein Gleichsatzspiel gefunden wurde.

    Eben wie diesem Spieler der von der Qualität seiner Spielmethode felsenfest überzeugt ist, geht es einem Gelegenheitsspieler, der vielleicht nur ein- oder zweimal im Monat ins Casino geht. Auch dieser wird kaum den großen Ecart erleben, weil er seine Methode rechtzeitig zur Seite legt, einfach weil von der Zeit her „seine Stunde“ noch nicht gekommen ist.

    Das nun Gesagte schließt natürlich nicht aus, dass auch am ersten Spieltag einer neuen Methode schon der Niedergang stattfinden kann. Man kann es mit dem Lotto vergleichen. Viele Menschen gewinnen nicht, weil sie nach der statistischen Erwartung noch nicht an der Reihe sind, aber es gibt auch solche, die schon zweimal 6 Richtige getippt haben. Durch die Vernachlässigung des Zeitfaktors kommt es immer wieder zu Trugschlüssen und Fehleinschätzungen seitens der Spieler in der Hinsicht, dass sie einer Spielmethode positive Eigenschaften beimessen, welche auf reinem Zufall beruhen.

    Unter den Fachleuten gibt es wohl kaum jemanden, der eine wie auch immer gestaltete Verlustprogression als Favoriten hat, eben weil sie, aus den beschriebenen Gründen, der Name deutet es auch schon an, stets zum Verlust führt.
  2. #2
    Harvey ist offline
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    Standard Gewinnprogression - für Roulette und BlackJack gleichermaßen

    Aber wie sieht es aus, wenn eine Satzsteigerung nur nach einem Gewinn erfolgt, während der Einsatz im Verlust stets auf dem Minimum bleibt, also mit einer Gewinnprogression? Eine Form dieser Progression ist z.B. das Parolispiel, wenn also nach einem Gewinn z.B. auf den Einfachen Chancen der Einsatz und der Gewinn einmal oder gar mehrere Male stehen gelassen wird. Ein Parolispieler hat so z.B. nach den dritten Gewinncoup bereits 5 Stücke gewonnen, während der Gleichsatzspieler nur 3 Stücke Gewinn verzeichnen kann.

    Dem Parolispiel ist sicherlich einer Verlustprogression den Vorzug zu geben, aber ein einzige eingestreuter Verlustcoup führt unweigerlich zum Verlust von Gewinn und Einsatz. Fritz Werntgen hatte bereits in den dreißiger Jahren den Versuch unternommen, durch eine Satzsteigerung im Gewinn zu Dauergewinnen zu kommen. Einmal von der Nervenanspannung bei den hohen Einsätzen und dem Verlustrisiko durch Zero abgesehen kenne zumindest ich keinen ernsthaften Roulettespieler bzw. -forscher, der mit dieser Progression dauerhaften Erfolg verzeichnen konnte. An eine erfolgversprechende Gewinnprogression sind drei Forderungen zu stellen:

    1. Die Einsätze müssen im Verlust minimal sein.
    2. In einer Gewinnphase müssen die Einsätze entsprechend steigen.
    3. Ein Verlustcoup darf nicht zum Totalverlust von Einsatz und bislang erzielten Gewinnen führen.

    Diese Forderung erfüllt nun die Progression Berth, die auch schon eventuell fälschlicherweise einem Belgier namens Guetting zugeschrieben wurde. In den Verlustphasen wird nur das Minimum gesetzt, in Gewinnphasen werden die Einsätze nach einem Stufenplan erhöht. Das Wichtigste dabei ist, diese Progression verkraftet einen Verlustcoup während einer Gewinnphase und sorgt in den meisten Fällen bei der Rückkehr auf das Minimum dafür, dass noch ein Gewinn übrigbleibt, der selbstverständlich von der Länge der Gewinnphase abhängt.

    Folgendermaßen funktioniert die Progression Berth:

    Man beginnt mit dem Einsatz von 2 Stücken. Im Gewinnfall setzt man im nächsten zu setzenden Coup noch einmal 2 Stücke. Im weiteren Gewinnfall setzt man dann 3 Stücke. Wird weiter gewonnen, so setzt man noch einmal 3 Stücke. Im Gewinnfall setzt man dann 4 Stücke. Die Progression geht also stets auf 2 Gewinnsätze pro Stufe, die Stufen sind im einzelnen:

    Nach 2 gewonnenen Coups mit 2 Stücken setzt man 3 Stücke.
    Nach 2 gewonnenen Coups mit 3 Stücken setzt man 4 Stücke.
    Nach 2 gewonnenen Coups mit 4 Stücken setzt man 6 Stücke.
    Nach 2 gewonnenen Coups mit 6 Stücken setzt man 8 Stücke.
    Nach 2 gewonnenen Coups mit 8 Stücken setzt man 12 Stücke.
    Nach 2 gewonnenen Coups mit 12 Stücken setzt man 16 Stücke.
    Nach 2 gewonnenen Coups mit 16 Stücken setzt man 20 Stücke.
    Nach 2 gewonnenen Coups mit 20 Stücken setzt man 30 Stücke.
    Nach 2 gewonnenen Coups mit 30 Stücken setzt man 50 Stücke.
    Nach 2 gewonnenen Coups mit 50 Stücken setzt man 70 Stücke.
    Nach 2 gewonnenen Coups mit 70 Stücken setzt man 100 Stücke.
    Nach 2 gewonnenen Coups mit 100 Stücken setzt man 150 Stücke.

    Dabei untergliedert sich die Berth-Progression in weitere Stufen:

    1.Stufe: Einsätze mit 2 Stücken
    2.Stufe: Einsätze mit 3, 4 und 6 Stücken
    3.Stufe: Einsätze mit 8, 12 und 16 Stücken
    4.Stufe: Einsätze mit 20, 30 und 50 Stücken
    5.Stufe: Einsätze mit 70, 100 und 150 Stücken


    Beim Verlust eines Einsatzes ergeben sich damit 2 unterschiedliche Möglichkeiten:

    1. Erfolgt der Verlust im ersten Coup des erhöhten Einsatzes, dann erfolgt der sofortige Rückzug auf die erste Einsatzhöhe der nachsttieferen Stufe. Verliert man z.B. einen Einsatz mit 12 Stücken unmittelbar nach der Steigerung, so erfolgt sofort der Rückzug auf den Einsatz von 3 Stücken, der erste Einsatz der nächstniedrigeren Stufe.

    2. Erfolgt der Verlust im zweiten Coup des erhöhten Einsatzes, dann setzt man weiter, bis man entweder zweimal in Folge den erhöhten Einsatz gewonnen hat, um anschließend auf den nächsthöheren überzugehen.

      Der andere Fall ist, man verliert den erhöhten Einsatz ein zweites Mal, dann geht man entsprechend auf den ersten Einsatz der nächstniedrigeren Stufe zurück.

      Beim Rückzug von 3, 4 oder 6 Stücken geht man auf 2 Stücke zurück
      Beim Rückzug von 8, 12 oder 16 Stücken geht man auf 3 Stücke zurück
      Beim Rückzug von 20, 30 oder 50 Stücken geht man auf 8 Stücke zurück
      Beim Rückzug von 70, 100 oder 150 Stücken geht man auf 20 Stücke zurück.
  3. #3
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    Standard Gewinnprogression - für Roulette und BlackJack gleichermaßen

    Es folgt nun ein kleines praktisches Beispiel, wie die Progression Berth angewendet wird. Der Einfachheit halber wird nur auf Rot gesetzt. Zuerst wird das Beispiel anhand einer Grafik visuell dargestellt, im Anschluss daran erfolgt eine ausführliche Beschreibung jeden einzelnen Coups.

    1. Satz 2 Stücke auf Rot. Verlust mit der 8.
    2. 2 Stücke auf Rot. Verlust durch 17.
    3. Weiterhin 2 Stücke auf Rot. Weiter Verlust mit der 35.
    4. Weiter mit 2 Stücken auf Rot. Gewinn durch die 1.
    5. Nochmal werden 2 Stücke auf Rot gesetzt. Gewinn durch 27. Nun sind 2 Stücke zweimal in Folge gewonnen, der nächste Satz beträgt 3 Stücke.
    6. Satz 3 Stücke auf Rot. Erneut die 27, Gewinn.
    7. Weiter geht es mit 3 Stücken auf Rot. Verlust durch die 6. Da dies der zweite Satz dieser Stufe war, wird die Satzhöhe beibehalten.
    8. Nochmals Satz 3 Stücke auf Rot. Gewinn durch die 18.
    9. Erneut Satz 3 Stücke auf Rot. Durch 34 Gewinn. Die Satzhöhe mit 3 Stücken wurde zweimal hintereinander gewonnen, daher Übergang zur nächst höheren Stufe mit Einsatz von 4 Stücken.
    10. Satz 4 Stücke auf Rot. Gewinn mit der 36.
    11. Wiederum Satz von 4 Stücken auf Rot. Mit der 7 gewinnt dieser Satz. Nun wurde die Satzhöhe von 4 Stücken zum zweiten Male gewonnen, d.h. Übergang zur Satzhöhe von 6 Stücken.
    12. Erster Satz 6 Stücke auf Rot. Verlust durch die 17. Dies war der erste Satz mit 6 Stücke, daher wiederholen wir nach dem Verlust diese Satzhöhe nicht noch einmal, es erfolgt der Rückzug zum Beginn der nächst niedrigeren Stufe mit 2 Stücken.
    13. Erster Satz 2 Stücke auf Rot. Mit der 13 erfolgt Verlust.
    14. Erneuter Satz von 2 Stücken auf Rot. Gewinn durch Erscheinen der 3.
    15. Erneut Satz 2 Stücke auf Rot. Gewinn durch 32. Die Satzhöhe von 2 Stücken ist zweimal in Folge gewonnen, daher erfolgt der Übergang zur nächst höheren Stufe mit 3 Stücken.
    16. Satz 3 Stücke auf Rot. Gewinn durch die 14.
    17. Erneut Satz 3 Stücke auf Rot. Gewinn mit der 23. Nun wurde die Satzhöhe 3 Stücke zum zweiten Mal in Folge gewonnen, Übergang zum Satz mit 4 Stücken.
    18. Satz 4 Stücke auf Rot. Gewinn mit der 5.
    19. Erneuter Satz 4 Stücke auf Rot. Mit der 1 Gewinn. Zum zweiten Mal wurde die Satzhöhe von 4 Stücken hintereinander gewonnen, d.h. Es wird zur nächsten Satzhöhe mit 6 Stücken übergegangen.
    20. Satz 6 Stücke auf Rot. Gewinn durch die 18.
    21. Satz auf Rot mit 6 Stücken wird wiederholt. Mit der 20 wird der zweite Satz mit der Satzhöhe 6 Stücke verloren, d.h. die Satzhöhe wird beibehalten.
    22. Satz 6 Stücke auf Rot. Gewinn durch Erscheinen der 23.
    23. Neuerlicher Satz 6 Stücke auf Rot. Gewinn mit der 25. Nun wurde die Satzhöhe von 6 Stücken zweimal in Folge gewonnen, so dass zur nächsten Satzhöhe von 8 Stücke übergegangen wird.
    24. Erster Satz 8 Stücke auf Rot. Mit der 9 wird dieser Satz gewonnen.
    25. Zweiter Satz von 8 Stücken auf Rot. Durch die 22 Verlust. Da dies der zweite Satz dieser mit 8 Stücke war, wird die Satzhöhe beibehalten.
    26. Neuerlicher Satz 8 Stücke auf Rot. Erneut Verlust durch die 29. Nun wurde der erhöhte Satz zum zweiten Mal in Folge verloren, der Rückzug zur ersten Satzhöhe der nächst niederen Stufe mit 3 Stücken erfolgt.
    27. Satz 3 Stücke auf Rot. Gewinn mit der 7.
    28. Erneut der Satz mit 3 Stücke auf Rot. Mit der 16 wird gewonnen. Dies war der zweite Satz mit 3 Stücken, der gewonnen wurde. Übergang zur nächst höheren Stufe mit 4 Stücken.
    29. Satz 4 Stücke auf Rot. Verlust durch die 24. Da dies der erste Satz mit 4 Stücken war, erfolgt der Rückzug zur nächst niederen Stufe mit 2 Stücken.
    30. Satz 2 Stücke auf Rot. Mit der 20 Verlust.
    31. Nächster Satz 2 Stücke auf Rot. Verlust durch die 28.
    32. Weiter mit Satz von 2 Stücken auf Rot. Verlust mit der 10.
    33. Nächster Satz mit 2 Stücken auf Rot. Weiterer Verlust mit der 8.
    34. Erneuter Satz von 2 Stücken auf Rot. Verlust mit der 15.
    35. Weiter mit Satz von 2 Stücken auf Rot. Gewinn durch die 36.
    36. Wiederum Satz von 2 Stücken auf Rot. Erneuter Gewinn durch die 19.

    Bei 21 Gewinnsätzen und 15 Verlustsätzen ist ein Reingewinn von 22 Stücken erzielt worden. Bei einem Spiel masse égale wäre lediglich ein Gewinn von 6 Stücken entstanden.
  4. #4
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    Standard Gewinnprogression - für Roulette und BlackJack gleichermaßen

    Diese sehr gute Progression im Gewinn sollte natürlich auf alle Fälle mit einer guten Satztechnik kombiniert werden. Sicherlich wird man sehr lange Erfolg haben, indem man stur auf eine Chance setzt, aber der Gewinn wird dann häufiger länger auf sich warten lassen. In jedem Fall ist die Kombination mit einem ausgeklügelten Marsch bzw. anderen analytischen Vorprüfungen zu empfehlen. Die nun folgenden gut gemeinten Ratschläge stellen keineswegs hundertprozentige Systematiken dar, sondern sollen von den einzelnen Spielern, dazu sind diese Ratschläge bestens geeignet, herangezogen werden, um die Spielweise und sein Temperament darauf abzustimmen.

    1. Man beobachtet den Verlauf der Permanenz. Haben sich in den letzten ca. 30 Coups nur Intermittenzen und Zweierserien gebildet, steigt man nach einer ersten höheren Serie in das Spiel ein und spielt ab einer Zweierserie bis zum Abbruch der Serie. Diese mehr pauschale Methode kann man natürlich noch weiter verfeinern, indem man alle Einercoups und alle Serien verschiedener Längen notiert, um im Anschluss an einen Ecart, zu empfehlen wäre z.B. ein Ecart von über 2,0, auf die zurückliegende Erscheinung spielt.

    2. Man ist im Besitz eines Marsches, dessen Erscheinungsbild von der Normalverteilung abweichend starke Plus- und Minushäufungen zeigt. Wenn sich eine derartige Häufung ankündigt, was der dem Marsch vertrauten Spieler sicher erkennen können sollte, könnte man auf das gehäufte Erscheinen der Plus- bzw. Minuszeichen spielen.

    3. Man besitzt eine der wenigen Satztechniken, deren Grenzen nach oben und unten festgelegt sind, d.h. Man hat durch Beobachtungen und Auswertungen die Obergrenzen sowie die Untergrenzen im Minusbereich, also die mögliche Schwankungsbreite, ausgelotet. Man kann nun immer dann, wenn sich im Verlauf eines Spiels das System auf die eine oder andere Grenze zubewegt, auf die Rückkehr zur Nullinie spielen, dabei leistet die Progression Berth sicher gute Dienste.

    4. Man ist im Besitz eines Marsches, der tatsächlich nachgewiesen eine Überlegenheit über Zero aufweist. Sollte dies der Fall sein, müssen im Plusbereich mehr Serien und dafür weniger Einzelcoups auftreten, dies ist eine optimale Ausgangssituation für die Verwendung der Progression Berth, da damit mit ein wenig mehr an Kapitalaufwand überproportional höhere Gewinne zu realisieren sind.

    Diese Aufzählung der Anwendungsmöglichkeiten möchte keinen Anspruch auf Vollständigkeit erheben, sie soll viel mehr als eine Anregung und den Anstoß für eine individuelle Entwicklungen verstanden werden.
  5. #5
    Harvey ist offline
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    Standard Gewinnprogression - für Roulette und BlackJack gleichermaßen

    Wie beim Roulette sind natürlich auch mit der Verbreitung des BlackJack viele Versuche unternommen worden, mit Progressionen der verschiedensten Art zum Erfolg zu gelangen. Aber diese Versuche sind ebenso kläglich wie beim Roulette gescheitert. Sie mussten sogar noch viel eher und eklatanter scheitern, weil der Hausvorteil, wenn man BlackJack ohne jeden Plan spielt, höher ist als beim Roulette mit seinen 1,35% auf den Einfachen bzw. 2,7% auf den Mehrfachen Chancen.

    Aber ebenso wie beim Roulette ist auch beim BlackJack in vielen Jahrzehnten eine enorme Forschungsarbeit erbracht worden, deren erstes Resultat eine sogenannte Basisstrategie war, welche es dem Spieler in Abhängigkeit von den Hausregeln erlaubte, den Bankvorteil weitgehend zu neutralisieren. Die Bank und Spieler hatten also fast dieselben Erwartungschancen.

    Nun wurde wiederum versucht, bei der Anwendung der Basisstrategie eine Verlustprogression anzuwenden, um die Bank vollends zu überlisten. Aber auch dieser Versuch war zum Scheitern verurteilt, da beim BlackJack die Abweichungen einfach zu groß sind und weil das geringe Maximum eine weitere Satzsteigerung vereitelte.

    Sicherlich ist jedem bekannt, es wurden dann Kartenzählmethoden entwickelt, durch welche der Spieler eindeutig in die Situation gelangte, für ihn positive Phasen zu erkennen und diese sich zunutze zu machen. Diese positiven Abschnitte erreichten einen Vorteil von über 1% zu Gunsten des Spielers. Und diese Spieler nutzten diese Phasen natürlich auch aus, indem sie in den für sich guten Phasen z.B. das Sechsfache ihres Minimums setzten. Auf Dauer führte dies zu den entsprechenden Gewinnen, jedoch war es auch nicht leicht, dies zu verwirklichen.

    Mir ist noch kein BlackJack-Profi über den Weg gelaufen, der eine Progression im Gewinn anwendet, die seinen Ertrag unweigerlich erhöhen müsste. Sicherlich gibt es auch beim BlackJack den einen oder anderen Parolispieler, aber das Parolispiel hat ja, wie bereits erwähnt, seine Hauptschwäche darin, dass ein einzelner Verlust den Totalverlust von Einsatz und bisherigem Gewinn kostet.

    Eine optimale Anwendungsmethode der Progression Berth wäre folgende:

    Der kartenzählende BlackJack-Spieler bemerkt eine für ihn günstige Phase, diese spielt er mit der Progression Berth durch. Dabei wird die Progression nicht nach einem Schlitten abgebrochen, sondern es wird schlittenübergreifend gespielt. Wenn also ein Schlitten zu Ende ist, merkt oder notiert man sich den letzten Progressionssatz und spielt an dieser Stelle mit der Progression weiter, sobald man wieder einen guten Schlitten vorfindet.

    Die Anwendung der Progression Berth hat gleich mehrere Vorteile. Einerseits kann es vorkommen, den schönsten Vorteil findet und trotzdem sieben, acht Hände verliert, normalerweise, wohlgemerkt, mit seinem Höchstsatz. Mit Sicherheit wird man dies wieder zurück holen, jedoch kostet dies enorme Nerven. Nicht nur, dass man überhaupt verliert, nein, man verliert auch noch während der guten Phase. Mit der Berth Progression spielt man jedoch stets nur das Minimum, solange man verliert.

    Andererseits ist der Kapitalaufwand dieser Progression sehr kapitalschonend. In Verlustphasen verliert man deutlich weniger, in kurzen Gewinnphasen gewinnt man etwas weniger, dafür umso mehr in langen Gewinnphasen.

    Beim BlackJack wäre es auch überlegenswert, diese Progression zweigleisig anzuwenden, da es ja durchaus geschieht, dass man mehrere Male hintereinander gewinnt oder sogar einen ganzen Schlitten, obwohl man eine ausgeglichene Situation vorfindet oder eigentlich im Augenblick sogar im Nachteil ist. Bei einem ausgeglichenen Spiel und bei einem momentanen Vorteil der Bank könnte man z.B. die Berth-Ptogression mit dem Minimum spielen, während man in Phasen in denen man als Spieler im Vorteil ist, die Progression mit dem vierfachen Ausgangssatz beginnt. Vielleicht jedoch führt dieser Gedankengang auch schon zu weit. Jedoch ist aber der Einsatz der Berth-Progression in positiven Abschnitten mehr als nur eine Alternative für einen ernsthaften BlackJack-Spieler.
  6. Folgendes Mitglied bedankt sich bei Harvey für obigen Beitrag:

    jason (25.12.2011)

  7. #6
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    Standard AW: Gewinnprogression - für Roulette und BlackJack gleichermaßen

    Hallo Harvey,

    danke für die detaillierte Beschreibung dieser Progression, ich möchte bei der Bezeichnung Guetting bleiben, da diese unter uns Roulettis die bekanntere ist. Sehr gelungen finde ich die Adaption zum Black Jack.

    eurokönig
  8. #7
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    Standard AW: Gewinnprogression - für Roulette und BlackJack gleichermaßen

    Ich habe früher einmal direkte Vergleiche der Guetting-Progression, Werntgens's Unverlierbarer Progression, der Contre d'Alambert der Thompson-Progression mit masse egale gemacht. Vor allem die Thompson-Progression hatte mein Interesse geweckt. Aber letztendlich konnte ich auch dieser Progression keine Vorzüge bescheinigen. Auf einer wahllos herausgegriffenen Permanenz hätte die Thompson-Progression 10 Gewinnstücke gebracht, masse egale wären es dagegen 11 gewesen, sogar ein Gewinnstück mehr.

    Im direkten Vergleich aller 4 aufgezählten Progressionen hätte die Guetting-Progression den höchsten Gewinn eingebracht.

    Ich hatte das Ergebnis beinahe geahnt, denn umfangreiche Prüfungen, die ich vorher schon häufiger mit der Guetting-Progression gemacht hatte, brachten mittelfristig immer unverkennbar Gewinnvorteile für die Stufenprogression nach Guetting. Auch im Vergleich zur Hollandaise-Progression, der Whittaker-Progression und gegenüber der Wells-Progression wurde das bestätigt.

    Herzliche Grüße

    brenzl

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