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Casinos-Austria-Chef fordert "SOKO Glücksspiel"

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    Casinos-Austria-Chef fordert "SOKO Glücksspiel"

    8 Kommentar(e) von Harvey, veröffentlicht am 09.11.2009 16:19
    Casinos-Boss will Vorstoß gegen illegale Automaten - Bald Entscheidung über Partnersuche

    Wien - Die Casinos Austria Gruppe will Anfang Dezember über weitere Schritte bei der Suche nach einem Partner für das internationale Geschäft entscheiden. Sollte bei einer Aufsichtsratssitzung am 2. Dezember grünes Licht gegeben werden, könnten die Abgabe eines Minderheitsanteils an der Casino Austria International (CAI) bis zum Frühjahr über die Bühne sein, sagte Casinos-Generaldirektor Karl Stoss am Montag im Klub der Wirtschaftspublizisten. In Österreich wird der Umsatz der 12 Casinos krisenbedingt um rund vier Prozent sinken.

    Laut früheren Informationen erwarten sich die Casinos aus dem Verkauf von maximal 49 Prozent an der CAI bzw. über eine Kapitalerhöhung 500 bis 600 Mio. Euro Erlös. Mit dem Geld sollen in erster Linie "Projekte in Zukunftsmärkten" wie Nord- und Südamerika, aber auch in Südostasien finanziert werden. Die CAI setze dabei eher auf mittelgroße Projekte mit Investitionssummen von 30 bis 70 Mio. Euro, je nachdem ob auch ein Hotel vorgesehen ist - das dann verpachtet wird - oder nicht.

    Umsatz sinkt

    Derzeit betreibt die International-Tochter 51 Casinos in 17 Ländern sowie auf 10 Kreuzfahrtschiffen und setzt damit rund 1 Mrd. Euro (2008) um. Zuletzt ist die CAI aus dem Glücksspielmarkt in Südafrika ausgestiegen, drei Finanzbeteiligungen in der Schweiz wurden verkauft.

    In Österreich wird 2009 der Umsatz der 12 Casinos (2008: 281 Mio. Euro) voraussichtlich "um rund 4 Prozent" sinken, sagte Stoss, bei fast gleichbleibenden Besucherzahlen. Krisenbedingt hätten auch die Casinogäste ihr Ausgabeverhalten geändert, außerdem bleiben nun sogenannte "high roller", professionelle Spieler mit wirklich hohen Einsätzen, aus. Gaben Casinobesucher im Vorjahr pro Besuch 120 Euro aus, waren es heuer 117 Euro, also etwa 2 Prozent weniger.

    Gut entwickelt hat sich laut Stoss hingegen das Geschäft der Österreichischen Lotterien. Der Umsatz - inklusive Online-Töchter 2,38 Mrd. Euro 2008 - wird um rund 9 Prozent steigen, vor allem wegen der vielen Mehrfachjackpots, die die Spiellust angeheizt haben.

    Jeder zweite Automat illegal

    Um gegen den Wildwuchs beim so genannten "kleinen Glücksspiel" vorzugehen, wünscht sich Stoss strengere Kontrollen in der heimischen Glücksspielszene. "Ich plädiere für eine 'Soko Glücksspiel'", sagte der Casinos-Boss. "Dringend" ist aus seiner Sicht mittlerweile die seit langem in Arbeit befindliche Novelle für ein neues Glücksspielgesetz.

    In Österreich seien schätzungsweise 18.000 bis 20.000 Spielautomaten in Betrieb, von denen nur rund 8.000 wirklich legal sind. Sie stehen in jenen vier Bundesländern (Wien, Niederösterreich, Steiermark, Kärnten), in denen das kleine Glücksspiel erlaubt ist. Die übrigen Geräte sind in den restlichen Ländern entweder als (erlaubte) "Geschicklichkeitsspiele" getarnt oder über Konzessionen von anderen Bundesländern aufgestellt. Schätzungen zufolge stehen allein in Oberösterreich etwa 4.000 Automaten und 1.500 in Tirol. Genau dort stelle sich das Problem des Spielerschutzes, des Jugendschutzes und der Beschaffungskriminalität, so Stoss. Die Betreiber werden bei Umgehungen zudem immer erfinderischer, weswegen auch eine spezielle Eingreifgruppe für die Kontrollen notwendig sei.

    Er plädiert dafür, alle Glücksspiel-Automaten an einen Bundesrechner anzuschließen. Nur so könnte das Finanzministerium jederzeit nachvollziehen, was gespielt wird und wie hoch die Umsätze sind und diese auch entsprechend besteuern.

    Länder fürchten um Einnahmen

    Seit ein erster Entwurf für ein neues Glücksspielgesetz im Herbst 2007 in Begutachtung gegangen ist, sei "de faco nichts passiert", so Stoss. Widerstand gegen die ursprünglich geplante Einführung einer Konzession des Bundes für Automatenhallen kommt von den Bundesländern, die um ihre Kompetenzen und Einnahmen fürchten, sowie der Wirtschaftskammer, die wiederum im Sinne von kleinen Lokalbesitzern argumentiert, die mit Automaten zusätzlich Umsätze machen. "Gastwirtschaften, die nur so überleben können, haben eigentlich keine Existenzberechtigung", kontert Stoss.

    Zeitdruck für eine Novelle kommt allerdings vor allem von den 2012 bzw. 2015 auslaufenden Casino- und Lotterien-Konzessionen. Das geltende Glücksspiel-Gesetz ist EU-widrig, weil es eine Vergabe nur an österreichische Unternehmen erlaubt. Dieser Passus muss vor einer Neuausschreibung jedenfalls verändert werden. Über das genaue Prozedere für die europaweite Ausschreibung der 12 Casino-Lizenzen werde erst später entschieden, so Stoss.

    In der Branche wird mittlerweile befürchtet, dass bei einer Novelle letztlich nur die Ausschreibungsregeln für Casinos korrigiert wird und der Rest quasi unverändert bleiben würde. Aus Sicht von Stoss wäre das ein "fauler Kompromiss", den sich die Österreicher nicht verdient hätten.

    Bessere Regeln im Online-Gaming

    Einen stärkeren ordnungspolitischen Rahmen wünscht sich der Casinos- und Lotterien-Boss auch im Online-Gaming. Bei den meisten Anbietern im Internet gebe es - im Gegensatz zu den Online-Plattformen der Lotterien wie win2day - kaum Beschränkungen, oft aber auch keine Gewinne, kritisiert Stoss. Unter den 1.350 in der EU tätigen Plattformen habe es 427 "schwarze Schafe" gegeben, die nie Gewinne auszahlten. Problematisch ist seiner Ansicht nach auch die steigende Zahl der Internet-Casinos.

    (APA)

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  3. #2
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    Standard AW: Casinos-Austria-Chef fordert "SOKO Glücksspiel"

    In Österreich sind geschätzte 18.000 bis 20.000 Spielautomaten in Betrieb, von denen nur rund 8.000 legal sind

    Wien - Casinos Austria-Chef Karl Stoss wünscht sich strengere Kontrollen in der heimischen Glücksspielszene, in erster Linie um gegen den Wildwuchs beim sogenannten "kleinen Glücksspiel" vorzugehen. "Ich plädiere für eine SOKO Glücksspiel", sagte Stoss am Montag im Klub der Wirtschaftspublizisten in Wien. "Dringend" ist aus seiner Sicht mittlerweile die seit langem in Arbeit befindliche Novelle für ein neues Glücksspielgesetz.

    In Österreich sind nach Schätzung des Casino-Chefs 18.000 bis 20.000 Spielautomaten in Betrieb, von denen nur rund 8.000 wirklich legal sind. Sie stehen in jenen vier Bundesländern (Wien, Niederösterreich, Steiermark, Kärnten), in denen das kleine Glücksspiel erlaubt ist. Die übrigen Geräte sind in den restlichen Ländern entweder als (erlaubte) "Geschicklichkeitsspiele" getarnt oder über Konzessionen von anderen Bundesländern aufgestellt. Schätzungen zufolge stehen allein in Oberösterreich etwa 4.000 Automaten und 1.500 in Tirol. Genau dort stelle sich das Problem des Spielerschutzes, des Jugendschutzes und der Beschaffungskriminalität, so Stoss. Die Betreiber werden bei Umgehungen zudem immer erfinderischer, weswegen auch eine spezielle Eingreifgruppe für die Kontrollen notwendig sei.

    Er plädiert dafür, alle Glücksspiel-Automaten an einen Bundesrechner anzuschließen. Nur so könnte das Finanzministerium jederzeit nachvollziehen, was gespielt wird und wie hoch die Umsätze sind und diese auch entsprechend besteuern.

    "De facto nichts passiert"

    Seit ein erster Entwurf für ein neues Glücksspielgesetz im Herbst 2007 in Begutachtung gegangen ist, ist "de facto nichts passiert", sagte Stoss. Widerstand gegen die ursprünglich geplante Einführung einer Konzession des Bundes für Automatenhallen kommt von den Bundesländern, die um ihre Kompetenzen und Einnahmen fürchten und der Wirtschaftskammer, die wiederum im Sinne von kleinen Lokalbesitzern argumentiert, die mit Automaten zusätzlich Umsätze machen. "Gastwirtschaften, die nur so überleben können, haben eigentlich keine Existenzberechtigung", kontert Stoss.

    Zeitdruck für eine Novelle kommt allerdings vor allem von den 2012 bzw. 2015 auslaufenden Casino- und Lotterien-Konzessionen. Das geltende Glücksspiel-Gesetz ist EU-widrig, weil es eine Vergabe nur an österreichische Unternehmen erlaubt. Dieser Passus muss vor einer Neuausschreibung jedenfalls verändert werden. Über das genaue Prozedere für die europaweite Ausschreibung der 12 Casino-Lizenzen werde erst später entschieden, so Stoss.

    "Fauler Kompromiss"

    In der Branche wird mittlerweile befürchtet, dass bei einer Novelle letztlich nur die Ausschreibungsregeln für Casinos korrigiert wird und der Rest quasi unverändert bleiben würde. Aus Sicht von Stoss wäre das ein "fauler Kompromiss", den sich die Österreicher nicht verdient hätten.

    Stoss drängt jedenfalls auf eine baldige Entscheidung, damit genug Zeit für die Ausschreibung und Vergabe bleibt. Ein Tag ohne Lotterien bedeute für den Finanzminister 1,4 Mio. Euro weniger Steuereinnahmen. Aus dem Büro von Finanzstaatssekretär Reinhold Lopatka hieß es auf Anfrage nur, dass es weitere Verhandlungen gebe und man sich bemühe, möglichst rasch einen Entwurf vorzulegen.

    Auch für die Casinos Austria hängt viel davon ab, etwa die Entscheidung über einen Umzug des Wiener Casinos von der Kärntner Straße in den Stadtpark oder auch, wie viel neues Personal ausgebildet wird. Bei der Neuausschreibung müssten jedenfalls auch die Casinos überlegen, wo die attraktivsten Regionen für Spielbanken künftig liegen.

    (APA)
  4. #3
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    Standard "Soko Glücksspiel" beschlagnahmt 18 Automaten

    Wien - Die "Soko Glücksspiel" hat bei ihrem ersten Einsatz am Dienstag in Linz 18 illegale Spielautomaten beschlagnahmt. Rund ein Dutzend der insgesamt 80 Beamten der Betrugsbekämpfungsbehörde KIAB des Finanzministeriums seien den ganzen Tag über im Einsatz gewesen, bestätigte Finanzstaatssekretär Reinhold Lopatka.

    Der erste Einsatz der "Soko Glücksspiel" beweise, "wie wirkungsvoll das Gesetz ist". Auch Einsatzleiter Rigobert Rainer sieht den "bisherigen, unbefriedigenden Zustand" beendet. Ab sofort würden in allen Bundesländern derartige Schwerpunkt-Aktionen stattfinden, kündigte Lopatka an.

    (APA)
  5. #4
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    Standard Nächste peinliche Schlappe für die "SOKO Glücksspiel"

    Nächste Schlappe für die "SOKO Glücksspiel": Die Bundespolizeidirektion Villach hat die einstweilige Beschlagnahme von zehn Automaten eines Kärntner Spielhallenbetreibers aufgehoben. Dessen Anwalt Patrick Ruth sprach am Dienstag von einer "totalen Niederlage" für die Betrugsbekämpfungsbehörde KIAB des Finanzministeriums und will in den nächsten Tagen eine Amtshaftungsklage einbringen.

    Es sei dies nun schon die dritte Beschlagnahmung, die wieder aufgehoben werden musste, so Ruth. Gegen den aktuellen Bescheid habe die "SOKO Glücksspiel" bereits Berufung beim Unabhängigen Verwaltungssenat angekündigt. Nach Meinung Ruths war die einstweilige Beschlagnahme in Villach rechtswidrig, denn der Betreiber habe für die Automaten einen gültigen Bescheid der Landesregierung gehabt.

    "Aktion scharf" in Steiermark abgeblasen

    "Den Leuten wird die wirtschaftliche Existenzgrundlage entzogen", kritisierte Ruth, der laut eigenen Angaben gerade dabei ist, eine Amtshaftungsklage vorzubereiten. Eine solche Klage habe er schon für einen Klienten aus Wels eingebracht, dem die SOKO ebenfalls einen Besuch abgestattet hatte. Der oberösterreichische Casinobetreiber konnte die Schlüssel für die beschlagnahmten Geräte Anfang November wieder abholen (siehe Infobox). Nach den bisherigen Niederlagen habe die "SOKO Glücksspiel" eine groß angekündigte "Aktion scharf" in der Steiermark wieder abgeblasen, so Rechtsanwalt Ruth.

    Die SOKO wurde im Zuge der Novellierung des Glücksspielgesetzes im Sommer ins Leben gerufen. Der zuständige Finanzstaatssekretär Reinhold Lopatka hat damals angekündigt, scharf gegen illegale Automatenbetreiber vorgehen zu wollen.

    Glücksspielgesetz muss repariert werden

    Das Gesetz muss nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs nun aber schon wieder repariert werden. Mitte September hatte der EuGH nämlich festgestellt, dass die Vergabe der zwölf Spielbankkonzessionen, die bis dato immer die Casinos Austria bekommen haben, intransparent und diskriminierend erfolgt sei und somit EU-Recht widersprochen habe. Jetzt müssen die (künftig 15) Casinokonzessionen EU-weit ausgeschrieben werden.

    (krone.at)
  6. #5
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    Standard Illegale Automaten bleiben Streitthema

    Seit das neue Glücksspielgesetz in Kraft ist, wurden von der Finanz bereits hunderte Automaten beschlagnahmt - zu Unrecht, findet so mancher Betreiber

    Wien - Eigentlich sollte das neue Gesetz mehr Klarheit bringen: Klarheit, wann ein Glücksspielautomat legal und wann illegal ist. In der Praxis zeigt sich nun, dass das im Vorjahr in Kraft getretene neue Glücksspielgesetz zahlreiche Rechtsstreitigkeiten ausgelöst hat.

    Die sogenannte "Soko Glücksspiel", angesiedelt bei der Finanzpolizei, hat zwar bereits rund 400 vermeintlich illegale Automaten beschlagnahmt. Zum Teil wurden die Beschlagnahmungen von den Bundespolizeidirektionen aber wieder aufgehoben, andere Fälle sind noch anhängig.

    Hintergrund ist ein Auslegungsstreit der Gesetze, der sich noch Jahre ziehen könnte. Zur Erklärung: Bis 2010 gab es in den Bundesländern unterschiedliche Regelungen für das kleine Glücksspiel (Maximaleinsatz pro Spiel war 50 Cent). Nun gibt es zwar ein einheitliches Gesetz mit höheren Einsätzen (zehn Euro) und besserem Spielerschutz, laut dem jedes Land maximal drei Lizenzen für Automatenbetreiber vergeben kann. Gleichzeitig gibt es aber noch bis 2015 Übergangsfristen für jene Betreiber, die bereits bisher Automaten aufgestellt hatten.

    Auflagen

    Die Finanz prüft nun, ob alle Auflagen des kleinen Glücksspiels erfüllt werden. Ist das aus ihrer Sicht nicht der Fall, werden die Automaten eingezogen. So einfach sei die Sache aber nicht, sagt Helmut Kafka vom Automatenverband. Seine Argumentation: Kann man auf einem Automaten mit mehr als zehn Euro Mindesteinsatz spielen, handle es sich nicht um kleines Glücksspiel, die Finanzpolizei sei somit nicht zuständig.

    Seiner Ansicht nach handelt es sich in solchen Fällen um "Casinogeldspielautomaten. Dafür bräuchte es zwar theoretisch eine Casino-Lizenz, falls diese fehle, dürfe es derzeit aber keine Strafen geben, meint der Automatenverband.

    Hintergrund dafür ist ein weiterer Rechtsstreit. Der Europäische Gerichtshof (EuGH) entschied nämlich im Vorjahr, dass die Vergabe der zwölf heimischen Casino-Lizenzen seinerzeit EU-rechtswidrig erfolgte. Eine Neuausschreibung der Lizenzen ist bisher nicht erfolgt, soll aber im Laufe des Jahres 2011 erfolgen. Finanz- und Justizministerium sind nun der Meinung, dass trotz EuGH-Urteils Strafen gegen illegale Casinos verhängt werden dürfen. Das Landesgericht Linz hat in einem Fall auch bereits so entschieden.

    Solche Urteile würden aber vor dem EuGH sicher nicht halten, ist Kafka überzeugt. Auch Europarechtler haben sich bereits seiner Rechtsmeinung angeschlossen. Kafka geht davon aus, dass der Gerichtshof in Luxemburg nochmals entscheiden wird müssen. Das kann freilich noch einige Jahre dauern.

    Parallel dazu haben Automaten-Betreiber, die sich jetzt mit der Finanz im Streit befinden, "eine Fülle von Strafanzeigen" gegen Beamte eingebracht, berichtet Kafka. Da diese Automaten beschlagnahmen, für die sie gar nicht zuständig seien, liege Amtsmissbrauch vor.

    100.000 Automaten weniger

    In Deutschland könnte es bald ähnliche Konflikte geben. Wie die Süddeutsche Zeitung am Dienstag berichtete, planen die 16 Bundesländer, die das Glücksspiel in Deutschland regeln, drastische Auflagen für die mehr als 10.000 privaten Betreiber von Spielhallen. Die meisten von ihnen sollen nach einer Übergangszeit von fünf Jahren ihre Konzession verlieren. Paul Gauselmann, Präsident des deutschen Automatenverbandes, spricht von einem "Kahlschlag" und droht mit einer "Prozessflut".

    Er schätzt, dass 100.000 von derzeit 150.000 Automaten abgeschaltet werden müssen. Beim österreichischen Glücksspielkonzern Novomatic, der in Deutschland immerhin 2400 Mitarbeiter beschäftigt, wollte man sich vorerst nicht zu den Gesetzesplänen äußern. Das sei derzeit nur "Kaffeesudlesen", hofft man offenbar noch auf Änderungen.

    (derstandard.at)
  7. #6
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    Standard 387 Automaten bei Groß-Razzia in Wien beschlagnahmt

    Erfolgreicher Schlag gegen das illegale Glücksspiel in der Bundeshauptstadt: 120 Finanzpolizisten durchsuchten Dutzende Wiener Lokalitäten. Dabei wurden 387 ohne Genehmigung aufgestellte Spielautomaten beschlagnahmt – und zwei Millionen Euro gepfändet. Zudem setzte es einen Rattenschwanz an Anzeigen.

    Aus vier Bundesländern waren die Beamten des Finanzministeriums für die Groß-Razzia zusammengezogen worden. Der Schlag gegen das illegale Glücksspiel richtete sich gegen einen einzigen Betrieb, der an 46 Standorten – Cafés, Bars etc. – in Wien seine Automaten ohne landesrechtliche Genehmigung aufgestellt und betrieben hatte.

    Zwei Millionen Euro Bargeld sichergestellt

    Für die Verdächtigen offenbar ein riesiges Geschäft. Denn allein in den Spielgeräten bzw. Möbeltresoren und Handkassen wurden rund zwei Millionen Euro in bar wegen steuerlicher Abgabenrückstände an Ort und Stelle gepfändet. Von den 120 Finanzpolizisten wurden bei dem Einsatz zudem alle insgesamt 387 Glücksspiel-Automaten beschlagnahmt.

    Zudem erstattete der Fiskus während der Aktion noch Dutzende Anzeigen wegen illegalen Glücksspiels bei der Polizei. Die nachfolgenden Geldstrafen gegen die Verantwortlichen dürften also noch empfindlich höher ausfallen.

    (krone.at)
  8. #7
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    Standard 100 illegale Geräte bei Glücksspiel-Razzia entdeckt

    Groß-Razzia gegen das illegale Glücksspiel in Niederösterreich: 150 Finanzpolizisten schwärmten am Mittwoch landesweit aus. Bei dem Einsatz wurden etwa 100 ohne Genehmigung aufgestellte Spielautomaten beschlagnahmt. Zudem setzt es einen Rattenschwanz an Anzeigen.

    Im Mittelpunkt der "Aktion scharf" nach unzähligen Anzeigen von Anrainern und Bezirksbehörden standen das verbotene kleine (Einsatz pro Spiel bis zu 10 Euro) und das große Glücksspiel (mehr als 10 Euro). Für die Razzia waren Beamte des Finanzministeriums aus vier Bundesländern zusammengezogen worden: Mit uniformierten Polizeikollegen wurden etwa 50 Bars, Wirtshäuser, Tankstellen oder Wettcafés durchsucht.

    Verwaltungsstrafen bis zu 22.000 Euro drohen

    Bevor die Automaten behördlich versiegelt und später mit Lkws abtransportiert wurden, mussten die Fahnder zuerst selbst zum "Spieler" werden - um die Höhe der möglichen Einsätze bzw. der Gewinne zu ermitteln. Trotz Verwaltungsstrafen bis zu 22.000 Euro ist das illegale Glücksspiel nach wie vor für den Lokalbetreiber ein Riesengeschäft. Oft werfen die "einarmigen Banditen" in einem Monat mehr ab, als der Umsatz mit Speisen, Getränken oder Sprit ausmacht.

    Suchtberaterin mit Ermittlern im Einsatz

    "Wir wollten ein Zeichen setzen. Das war sicher nicht unsere letzte Aktion", bekräftigte deshalb auch Finanz- Stabsstellenleiter Wilfried Lehner. So nebenbei wurden steuerliche Abgabenrückstände an Ort und Stelle gepfändet oder Schwarzarbeit angezeigt. Mit den Finanzexperten ausgerückt war auch die Leiterin für Suchtprävention und Suchtberatung im Finanzministerium, Dr. Doris Kohl: "Automaten haben beim Glücksspiel das größte Suchtpotential. Viele Spieler sind zudem depressiv oder alkoholkrank."

    (krone.at)
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    Standard Offensive gegen illegales Glücksspiel

    Polizei und Finanzpolizei beschlagnahmten am Mittwoch 128 Automaten in Niederösterreich.

    Das einzig legale technische Gerät in diesem Lokal ist der Kühlschrank", kommentierte ein Finanzpolizist die Kontrolle in einem Wettcafé am Mittwoch süffisant. Mehr als 50 Gasthäuser, Tankstellen und Wettcafés nahmen Polizei und Finanzpolizei am Mittwoch in Niederösterreich im Rahmen einer Großaktion ins Visier. Alleine bis zum frühen Nachmittag beschlagnahmten sie 128 illegale Glücksspielgeräte.

    Zeitgleich um 10 Uhr starteten die 200 Polizisten und Finanzpolizisten den Zugriff im gesamten Bundesland. "Wir müssen die Lokale gleichzeitig kontrollieren, da die Inhaber einander sonst gegenseitig warnen", erklärte Finanzpolizistin Linda Hess.

    Ziel der Fahnder waren die Glücksspielautomaten – und zwar auch jene, die mit einer Konzession aufgestellt wurden. Denn obwohl in Niederösterreich das kleine Glücksspiel erlaubt ist, dürfen auch hier die Automateneinsätze 50 Cent und die Gewinne 20 Euro nicht übersteigen.

    Hohe Gewinne

    "Der Automat zeigt zwar nur die Annahme von 50 Cent an, doch die Würfelsymbole daneben zeigen, um wie viel Geld tatsächlich gespielt werden kann", erläutert Finanzpolizist Wilfried Lehner – der mit dem Nachwerfen des Kleingeldes in den Automaten gar nicht nachkommt. Auch der in Aussicht gestellte Gewinn reicht bei manchen Automaten bis 600 Euro. Wer erwischt wird, und zwar egal ob Aufsteller, Inhaber oder Betreiber, dem droht eine Verwaltungsstrafe von bis zu 22.000 Euro – allerdings pro Lokal und nicht pro Gerät.

    Angesichts dessen, dass manche Tankstellenpächter mit den Automaten mehr Umsatz machen als mir ihrem eigentlichen Geschäft, sind diese Strafen aber immer noch relativ milde. "Wesentlich drakonischer als die Strafen für illegales Aufstellen sind die jene für Abgabenhinterziehung, denn dann drohen auch Haftstrafen", sagt Lehner, der hier einen nicht ganz unerwünschten Nebeneffekt der Großkontrollen sieht: "Zahlreiche Betreiber melden sich freiwillig bei der Finanz, um Abgaben für ihre illegalen Automaten abzuführen." Gespielt konnte auf den illegalen Glücksspielautomaten nach der Kontrolle jedenfalls nicht mehr werden. Die betreffenden Automaten wurden versiegelt und werden in Kürze abtransportiert.

    (kurier.at)
  10. #9
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    Standard Wels: 201 illegale Spielautomaten beschlagnahmt

    Wels - Einen Volltreffer landete die Finanzpolizei bei einer Razzia gegen illegales Glücksspiel in Wels. In 15 Wettlokalen und Gastbetrieben stießen die 33 eingesetzten Beamten an vier Tagen auf 201 nicht zugelassene Glücksspielgeräte.

    Die Spielautomaten wurden noch an Ort und Stelle versiegelt und vorläufig beschlagnahmt. In vier Fällen hatten es die Beamten mit Wiederholungstätern zu tun. Diese ersetzten die zuvor beschlagnahmten Geräte durch neue, die ebenso illegal aufgestellt wurden. "Einer dieser Betreiber besaß die Unverfrorenheit, nach einer am Vortag durchgeführten Kontrolle über Nacht neue Geräte aufzustellen", schildert Peter Weldy, der oberste Finanzpolizist für Oberösterreich und Salzburg.

    In einigen Fällen mussten die Finanzpolizisten Drohungen und Beschimpfungen über sich ergehen lassen. "Das ist ein Indiz dafür, dass in der Szene die Nerven blank liegen, geht es doch um sehr viel Geld. Manche setzen diesen illegalen Geschäftszweig mit der Lizenz zum Gelddrucken gleich", sagt Weldy. Die Finanzpolizei wird hohe Geldstrafen verhängen und Betriebsschließungen beantragen. Am Zug ist nun die Bundespolizeidirektion Wels als zuständige Verwaltungsstrafbehörde.

    (nachrichten.at)

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