Lotteriegesellschaften arbeiten zusammen
Die 16 deutschen Lottogesellschaften beteiligen sich an einer neuen europäische Lotterie mit einem Jackpot von mindestens zehn Millionen Euro pro Woche. Das Spiel werde am 23. März 2012 in Deutschland, Finnland, Dänemark, Slowenien, Italien und den Niederlanden starten, teilte WestLotto in Münster mit. Der Mindesteinsatz beträgt zwei Euro. Es gibt zwölf Gewinnklassen.
Maximal wird der Jackpot 90 Millionen Euro beinhalten. Die Grenze von 90 Millionen Euro sei unter anderem aus "Gründen der Suchtprävention" gezogen worden, sagte der Sprecher von WestLotto, Axel Weber. "Es soll verhindert werden, dass der Jackpot ins Uferlose anwachsen kann", sagte Weber.
Ziehung freitags
Jeweils freitags werden die Zahlen nach den Formel "5 aus 50" und "2 aus 8" gezogen. Der Jackpot wird mit 5 richtigen Zahlen aus 50 sowie den 2 richtigen sogenannten "Eurozahlen" aus 8 geknackt.
Das Glücksspielmonopol
Das Wettmonopol ist eines der letzten staatlichen Monopole in Deutschland. Demnach dürfen Glücksspiele - mit Ausnahme von Pferdewetten - nur von den 16 Lottogesellschaften der Länder angeboten werden. Über die Lotto-Abgaben fließen jährlich Milliarden in die öffentlichen Kassen. 2009 gingen rund 2,6 Milliarden Euro aus Lottoeinnahmen in die Länderhaushalte sowie in den Sport, die Kultur und soziale Projekte.
Das Bundesverfassungsgericht erklärte das staatliche Wettmonopol in einem Urteil vom 28. März 2006 für zulässig - aber nur unter der Bedingung, dass die Lottogesellschaften alles tun, um Spielsucht zu bekämpfen. Laut einer Studie der Universitäten Greifswald und Lübeck sind 500.000 Menschen in Deutschland sind krankhaft spielsüchtig. "Zwei von drei erwachsenen Bürgern spielen mindestens einmal mim Jahr mit und um Geld, wie eine repräsentative Umfrage von TNS Emnid 2011 ergab.
(tagesschau.de)