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Thema im Roulette Forum:
Zocken auf Facebook und Co.

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  1. #1
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    Standard Zocken auf Facebook und Co.

    Auf sozialen Netzwerken wird gewettet, bis das Portemonnaie glüht. Anders als im Casino oder an der Pferderennbahn hat man aber keine Aussicht, sein Geld je wieder zu sehen. Dennoch wächst das Geschäft rasant.

    Ob Poker, Bingo oder Yatzy: Wer auf Facebook und anderen sozialen Netzwerken dem Glücksspiel frönt, tut dies immer öfter auch mit harten Dollars oder Franken. Der Haken: Anders als im Casino oder im Freundeskreis hat man keine Chance, dass das verwettete Geld jemals wieder ausbezahlt wird. Der Grund liegt in einem entsprechenden Verbot durch das US-Glücksspielgesetz. Die Bank gewinnt also immer.

    Angesichts dieser Tatsache könnte man meinen, dass kaum jemand gewillt sein dürfte, die Kreditkarte zu zücken, um für eine Partie Online-Roulette virtuelle Chips zu kaufen. Doch Sean Ryan, Chef der Abteilung für Spiele-Partnerschaften bei Facebook hat andere Erfahrungen gemacht: "Den meisten ist es egal, dass sie nur virtuelles Geld gewinnen und sich dieses niemals ausbezahlen lassen können", sagte er kürzlich zu "All Things Digital", einem Fachportal des "Wall Street Journals".

    Laut Ryan entstehen in der Casino-Kategorie bei Facebook derzeit "unglaubliche Monster". Damit meint er Unternehmen, die mit Glücksspielen und Wetten enorme Wachstumsraten hinlegen. In dem Markt, der noch weitgehend unangezapft sei, herrsche Goldgräberstimmung.

    Millionen werden in den Markt gesteckt

    Welches Potenzial im Social Gambling (so der Fachbegriff) steckt, zeigen Beispiele aus den vergangenen Wochen: Playtika, das Unternehmen, das hinter der Facebook-Spielkollektion Slotmachines steht, wurde für 80 Millionen Dollar von der Caesars Entertainment Corp. gekauft.

    Mitte Oktober konnte zudem das Berliner Unternehmen Crowdpark Venture-Kapital-Geber davon überzeugen, 6 Millionen Dollar in die junge Firma zu stecken. Mit Crowdpark könnnen Facebook-Benutzer auf verschiedenste Sachen wetten – vom Ausgang von Tennis-Matches bis zum Datum, an dem Angelina Jolie und Brad Pitt heiraten.

    Zynga, das Unternehmen, welches mit Spielen wie Farmville Millionen verdient, hat ebenfalls eine Phalanx an Online-Casino-Speielen im Angebot. Bereits 2007 lancierte das kalifornische Unternehmen seine Version von Texas HoldEm Poker für Facebook.

    DoubleDown Casino mit Sitz in Seattle (USA) soll mit Slot-Maschinen, Video Poker, Blackjack, Roulette und anderen Games mittlerweile 140 000 Dollar pro Tag generieren. Und das, ohne den Spielern je einen Cent zurückzugeben.


    Milliarden-Business
    Social Games generierten laut der spezialisierten Investmentbank Digi-Capital bereits 2009 einen Umsatz von drei Milliarden Dollar. Damals wurde der Branche ein jährliches Wachstum von 20 % vorausgesagt. Etwas weniger Geld im Markt sieht Marktforscher Parks Associates. Dessen neuste Studie geht fürs Jahr 2010 von einem Branchenumsatz von einer Milliarde Dollar aus. Bis 2015 sollen die Umsätze aber auf fünf Milliarden Dollar steigen.


    (20min.ch)
  2. #2
    Harvey ist offline
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    Standard Zynga lockt Spieler von Facebook weg

    Zynga versucht sich mit einer eigenen Spieleplattform weiter von Facebook abzunabeln. Damit tritt der Onlinespielehersteller aus San Francisco auch in Konkurrenz zu dem weltgrößten sozialen Netzwerk. Zynga schickt diesen Monat eine Vorabversion seiner Zynga-Plattform ins Netz. Computernutzer können dann direkt auf der Zynga-Website Hits wie "Zynga Poker" oder "Cityville" spielen, miteinander live kommunizieren und neue Spielpartner finden. Bisher verweist Zynga Computernutzer an Facebook.

    Mit der Plattform will Zynga direkten Kontakt zu den Nutzern knüpfen. Das Unternehmen treibt damit vor allem die Suche nach neuen Einnahmequellen voran. Diese ist seit dem Börsengang im Dezember noch dringlicher geworden. Investoren und Analysten sind skeptisch, dass Zynga laufend neue Hit-Spiele entwickeln und Einnahmequellen erschließen kann. Der größte Entwickler von Spielen bei Facebook öffnet zudem genau wie Facebook seine Plattform für externe Entwickler. Hersteller können dort ihre eigenen Spiele den 240 Millionen monatlichen Zynga-Nutzern anbieten und von der auf soziale Spiele spezialisierten Infrastruktur profitieren. "Das bringt uns unserem Ziel näher, eine Milliarde Menschen zum Spielen zu bringen", sagte Zyngas operativer Chef John Schappert.

    Analysten kritisieren vor allem Zyngas Abhängigkeit von Facebook. Der Spieleentwickler, der im jüngsten Quartal bei einer Umsatzsteigerung von 59 Prozent auf 311 Mio. Dollar einen Verlust von 435 Mio. Dollar einfuhr, ist mit der engen Anbindung seiner vorwiegend kostenlosen Spiele an Facebook groß geworden. Der Umsatz aus dem Verkauf von Hühnern, Waffen und anderen virtuellen Spielkomponenten stammt laut Zynga im Wesentlichen von Nutzern, die über Facebook auf Zynga-Spiele zugreifen. Daran hat auch die Einführung von Spielen für mobile Betriebssysteme wie Apples iOS oder Googles Android oder für Googles soziales Netzwerk Google Plus sowie Werbung oder Abkommen mit traditionellen Spieleherstellern wie Hasbro wenig geändert. Zynga tritt 30 Prozent des Umsatzes, den das Unternehmen mit Verkäufen über Facebook macht, an das soziale Netzwerk ab. Im Jahr 2010 machten Spieler die Hälfte der monatlich aktiven Facebook-Nutzer aus, 2011 fiel ihr Anteil laut dem Marktforscher IHS iSuppli auf 25 Prozent. Selbst mit der neuen eigenen Spielwiese bindet sich Zynga weiterhin eng an Facebook. Wer direkt bei Zynga.com spielen will, muss sich mit seiner Facebook-Identität einloggen. Als neue Umsatzquelle erwägt Zynga auch Onlineglücksspiele, bei denen Nutzer mit richtigem Geld spielen könnten. Die Möglichkeiten, soziale Spiele und echtes Geld zusammen zu bringen, seien "irre", sagte Zynga-Chef Mark Pincus am Mittwoch auf einer Technologiekonferenz von Morgan Stanley in San Francisco. Zynga könnte noch dieses Jahr mit einem traditionellen Kasinokonzern eine Partnerschaft eingehen.

    (ftd.de)

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