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Thema im Roulette Forum:
Wie funktionieren die Roulette Systeme?

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Beiträge 1 bis 10 von 23
  1. #1
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    Standard Wie funktionieren die Roulette Systeme?

    Welche Spielweise führt bei wiederholtem Spiel zum größten Erfolg bzw. zum geringsten Verlust?
    Durch mathematische Methoden der Wahrscheinlichkeitsrechnung und unter Berücksichtigung des Einsatz-Gewinn-Verhältnisses lässt sich bezüglich Roulette eindeutig berechnen, dass bei wiederholtem Spiel auch bei optimaler Strategie auf Dauer jeder Spieler Geld verliert. Mit Gewinnen geht nur nach Hause, wer rechtzeitig aufhört. Warum?

    Im Durchschnitt verliert jeder Spieler bei jeder Wette auf "Einfache Chancen" 1/74 seines Einsatzes, auf alle anderen Chancen 1/37. Dennoch kommt es im Laufe eines Spieleabends normalerweise zu Schwankungen beim Wettglück, sodass manche Spieler an einem Abend mit einem Gewinn nach Hause gehen, während andere mit einem Verlust nach Hause gehen. Auf Dauer werden sich allerdings bei allen Spielern alle Gewinne in Luft auflösen, wenn sie nicht rechtzeitig aufhören.

    Durch Anwendung mathematischer Methoden kann man interessanterweise errechnen, was "rechtzeitig" für einen bestimmten Anteil von Roulettespielern heißt! Dazu müssen allerdings mehrere Voraussetzungen gemacht werden:

    Unter allen Setzstrategien verliert man mit "Verlustprogressionen" am wenigsten. Daher sollen nur Verlustprogressionen betrachtet werden.
    Die Spieler sind bereit, im Verlustfall die Einsätze so lange zu erhöhen, bis entweder ein Gewinn eintritt, oder das Tischlimit erreicht ist und ein sehr hoher Gesamtverlust entsteht.
    75% der Spieler sollen am Ende eines sehr langen Spieltages (bzw. am Ende einer Kette von Spieltagen) einen Gewinn haben, während 25% der Spieler mit einem hohen Verlust dastehen werden.

    Unter diesen Voraussetzungen errechnet bzw. simuliert Koken folgende

    "Anzahl der erlaubten Spiele":

    Verlustprogression Anzahl der erlaubten Spiele Gewinn (Anzahl Jetons)
    Einfache Martingale 1069 (506)
    Progression Deance ca. 5136 (ca. 989)
    Mehrfachmartingale (M=17) ca. 31965 (ca. 1494)
    d'Alembert-Progression ca. 580 (ca. 3000)


    Einige abschließende Bemerkungen:
    Wenn Sie nach einer der o.g. Methoden spielen, können Sie nicht vorhersagen, ob Sie zu den 75% glücklichen oder den 25% pech-habenden Spielern gehören.
    Wenn Sie verlieren, verlieren Sie i.A. sehr hohe Beträge. So stehen z.B. dem Gewinn von 3000 Jetons bei der d'Alembert-Progression ein Verlust von 30.000 Jetons gegenüber, wenn die Spielstrategie nicht aufgeht.
    Die "Anzahl der erlaubten Spiele" bezieht sich auf Sie. Wenn Sie diese Anzahl erreicht haben und durch Glück zu den 75% Gewinnern gehören, müssen Sie für den Rest Ihres Lebens aufhören, wenn Sie nicht das Risiko eingehen wollen, Ihre Gewinne wieder zu verlieren. Das Risiko, alles wieder zu verlieren, wächst mit jedem zusätzlichen Spiel übermäßig an.
    Wollte man als Grundvoraussetzung, dass 100% aller Spieler ohne Verlust nach Hause gehen, so ist die "Anzahl der erlaubten Spiele" 0.
    Und noch einmal in aller Deutlichkeit: "Es existiert keine Strategie für Roulette, die dem Spieler Dauergewinnmöglichkeiten eröffnet. Ein professionelles Betreiben des Roulettespiels gegen die Spielbank ist also beispielsweise absurd. Zufallsgeschehen und Spielregeln - insbesondere der Gewinnauszahlungsmodus der Bank - gereichen entsprechend der mathematischen Erwartung - zumindestens auf lange Sicht - zum Nachteil des Spielers. Dieser Problematik sollte sich der Spieler jederzeit bewusst sein".

    (Claus Koken: Roulette)
    Geändert von Leica Robbiani (24.08.2011 um 20:33 Uhr)
    Eine Lösung habe ich. Leider paßt sie nicht zum Problem.
  2. #2
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    Standard AW: Wie funktionieren die Roulette Systeme?

    Zitat Zitat von Leica Robbiani Beitrag anzeigen

    Welche Spielweise führt bei wiederholtem Spiel zum größten Erfolg bzw. zum geringsten Verlust?
    Im Durchschnitt verliert jeder Spieler bei jeder Wette auf "Einfache Chancen" 1/54 seines Einsatzes, auf alle anderen Chancen 1/37.
    (Claus Koken: Roulette)
    Hier liegt ein Fehler vor:
    Auf ECs sind es 1/74 des Einsatzes.

    sachse
    Roulette kann kein Glücksspiel sein - sonst würden mehr Leute glücklich aus dem Casino kommen
  3. #3
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    Standard AW: Wie funktionieren die Roulette Systeme?

    Zitat Zitat von sachse Beitrag anzeigen

    Hier liegt ein Fehler vor:
    Auf ECs sind es 1/74 des Einsatzes.
    Ich bedanke mich für die Aufmerksamkeit, vier Augen sehen mehr als nur zwei. Der Fehler wurde berichtigt.

    L.R.
    Eine Lösung habe ich. Leider paßt sie nicht zum Problem.
  4. #4
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    Standard AW: Wie funktionieren die Roulette Systeme?

    Zitat Zitat von Leica Robbiani Beitrag anzeigen

    Ich bedanke mich für die Aufmerksamkeit, vier Augen sehen mehr als nur zwei. Der Fehler wurde berichtigt.

    L.R.
    Zumal ich mich auch noch der Unterstützung eines optischen Hilfsmittels bediene.

    sachse
    Roulette kann kein Glücksspiel sein - sonst würden mehr Leute glücklich aus dem Casino kommen
  5. #5
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    Standard AW: Wie funktionieren die Roulette Systeme?

    Zitat Zitat von sachse Beitrag anzeigen

    Zumal ich mich auch noch der Unterstützung eines optischen Hilfsmittels bediene.
    Doch nicht etwa mit dem Vergrösserungsspiegel ?


    jason
  6. #6
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    Standard AW: Wie funktionieren die Roulette Systeme?

    Zwei Fragen kommen auf:

    1. Stehen nicht alle Roulettesysteme in unmittelbarem Widerspruch zu der Tatsache, dass die Ergebnisse vollkommen zufällig entstehen? Ein Roulettesystem impliziert doch den Glauben oder die Hoffnung daran, dass die Kugel und/oder der Kessel ein Gedächtnis haben, dass ein Ausgleich stattfinden muss ... etc., was doch de facto einfach nicht sein kann? Wenn es so ist, dass die Ergebnisse rein zufällig sind, wovon ja definitiv auszugehen ist, kann doch niemand mit einem System beim Spiel eine mathematisch höhere Gewinnquote erzielen als jemand, der einfach wild intuitiv setzt. Ich hoffe, es ist deutlich geworden, was ich meine.

    2. Ein Betrug seitens der Spielbank beim Roulette, wie er in Hittfeld stattgefunden haben soll, ist doch als absolute Ausnahme anzusehen? Nach dem Motto: "Der hat schon so viel gewonnen, den lassen wir jetzt mal verlieren ..." Die Geschichten von Magneten, von auf Knopfdruck einstellbare Ergebnisse ... etc. sind doch unbegründet? Bei dem Getuschel und Blicken der Croupiers kann man nämlich wirklich leicht auf diese Gedanken kommen, das ist doch wirklich unbegründete Paranoia?
  7. #7
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    Standard AW: Wie funktionieren die Roulette Systeme?

    Ein Kardinalproblem im Zusammenhang mit Roulettesystemen besteht ohne jeden Zweifel in der immer wieder gebotenen Abwägung der jeweiligen Erfolgsaussicht des Handelns im Verhältnis zu den damit verbundenen Risiken.

    Man kann sein eigenes Spiel in der Tat so ausrichten, dass man mit einer Wahrscheinlichkeit von mehr als 99% seine Angriffe erfolgreich beenden wird, indem man mit minimalstem Einsatz beginnend auf den ECs so lange verdoppelt, bis man mit einem einzogen Treffer alle vorigen Verluste egalisiert plus darüber hinaus noch einen Überschuß von einer, wenn auch nur einzigen, Einheit realisiert hat.

    Dass eine solche Vorgehensweise auf Dauer jedoch zwangläufig in den Verlustbereich führt, läßt sich mit Hilfe der entsprechenden Wahrscheinlichkeitsberechnungen einfach nachweisen. Vor dem selbem Problem steht man bei der Frage bezüglich der Aussicht auf Erfolg bei Einzelcoups.

    Vor allem als Anfänger in Sachen Roulette, wenn man schon die ersten Casinobesuche hinter sich hat, kann man natürlich dem Gedanken verfallen, sich den immer wieder in allen Casinos anzutreffenden Pflastermeistern hin zu geben, welche infolge ihres unverhältnismäßigen Verharrens an einem Einzelcoup drei Viertel und gar mehr des Satztableaus abzudecken neigen. Gerade der Anfänger sieht hier nur, dass häufig bei fast jedem Coup an diese Spieler ausgezahlt wird. Berechnung aufgrund der Wahrscheinlichkeitsmathematik zeigen jedoch auch in Bezug auf solche Vorgehensweisen, dass ein solches buntes Treiben auf Dauer ebenso wenig lukrativ ist wie die oben schon erwähnte Verdoppelung auf den ECs.

    Die schwindende dauerhafte Erfolgsaussicht derartiger Spielmethoden liegt stets darin begründet, dass die Durchführung mit Spielumsätzen in Verbindung steht, welche in keinerlei Verhältnis mehr zum zu erwartenden Gewinn stehen. Anders ausgedrückt: Je mehr Umsatz eine Spielweise erfordert, in desto stärkeren Maße ist man letztendlich dem durch kaum eine Spielweise zu überwindenden Bankvorteil unterlegen.

    Freundliche Grüße

    brenzl
    Geändert von brenzl (11.02.2012 um 15:55 Uhr) Grund: Rechtschreibfehler
    Die Kugel fällt nie so, wie du dir das ausrechnest.
  8. #8
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    Standard AW: Wie funktionieren die Roulette Systeme?

    @Jabberwoock
    @brenzl

    Ich bin der Meinung das das bis jetzt bekannte "Spiel" im Roulette früher oder später abgelöst wird durch eine neue, andere Satzfindung.
    Die allgemein bekannten "Systeme" für die 7 Setzarten und die damit direkte Konfrontation mit der Mathematik, lässt keinen Spielraum in der Ebene 1 zu ! (Ich sage zu dieser Satzfindung Ebene1) Hier greift wirklich die Mathematik und man ist auf die Dauer Chancenlos. Die Minus 2,7% sind hier den Spielern sicher. Brenzl und Jabberwoock, da habt Ihr Recht.
    Wie ist es denn aber, wenn für die Satzfindung nicht die Ebene 1 sondern die Ebene darüber, Ebene 2 benutzt wird für die Satzfindung?!? Beispiel: Zur Satzfindung zum Satz auf Mange und Passe werden die 3 Dutzend ausgewertet. Oder , Brenzl, ich sagte es bereits, wenn ich einen Filter oder ein Konstrukt erschaffe das mir die Satzfindung genauer zeigt. Habe ich hier zum Teil die mathematik umgangen oder ausgehebelt?
    Gibt es zu der 2. Ebene noch eine 3. darüber? Das dürfte dann der Vorgang einer genauen Vorhersage werden.
    Also, ich bin mir sicher das wir in Sachen Roulettespiel noch lange nicht am Ende der möglichkeiten sind.
    Dolo
  9. #9
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    Standard AW: Wie funktionieren die Roulette Systeme?

    Hallo dolomon,

    Zitat Zitat von dolomon Beitrag anzeigen

    Wie ist es denn aber, wenn für die Satzfindung nicht die Ebene 1 sondern die Ebene darüber, Ebene 2 benutzt wird für die Satzfindung?!? Beispiel: Zur Satzfindung zum Satz auf Mange und Passe werden die 3 Dutzend ausgewertet. Oder , Brenzl, ich sagte es bereits, wenn ich einen Filter oder ein Konstrukt erschaffe das mir die Satzfindung genauer zeigt.
    Ob man damit die Mathematik aushebeln kann, wage ich zuerst einmal zu bezweifeln. Aber interessant ist Deine These trotzdem, vielleicht möchtest Du das Thema weiter ausarbeiten.

    Ich gebe dazu einmal folgenden Gedankengang vor:

    Chancen-Degression. Wie bekannt sein sollte, wird hierbei eine höhere Chance verfolgt, es wird mit den Sätzen jedoch auf niedrigeren Chancen begonnen. Häufig wird eine bestimmte Plein-Zahl verfolgt, der erste Satz beginnt jedoch auf einer Einfachen Chance. Als Beispiel soll uns die meinerseits willkürlich gewählte Zahl 15 dienen.

    Nun wird der erste Satz z.B. auf Manque sein. Bei einem Verlust wird auf das 2. Dutzend gesetzt usw.

    Nun stellt sich doch die Frage, sollte man beim ersten Satz unbedingt auf Manque setzen? Es kann durchaus sein, dass der Trend trotz allem auf Passe zeigt. In diesem Fall müßte man zur Satzfindung auf der EC die beiden anderen Chancenpaare berücksichtigen. Die 15 ist auch Ungerade und Schwarz.

    Zeigt der Trend also z.B. tatsächlich auf Passe, ich sehe jedoch einen Trend in Richtung Schwarz, würde sich ein Satz auf Schwarz anbieten. Verliert man diesen Satz, müßte man auf das 2. Dutzend setzen. Das 2. Dutzend kann aber in der momentanen Situation ein Restant sein. Sollte man diesen Satz nun auslassen, um einen Satz zusätzlich auf die Transversale Simple übrig zu haben? Dies natürlich unter der Berücksichtigung, dass die Plein-Zahl, die anvisiert wird, als Favoriten-Zahl zur Satzfindung herhalten mußte.

    Sicher ist dies ein sehr umfangreiches Thema, das es sogar aus meiner Sicht wert sein könnte, weiter verfolgt zu werden.

    Gruß

    Harvey
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    Standard AW: Wie funktionieren die Roulette Systeme?

    Hallo Harvey

    Als ich den Beitrag von dolomon gelesen hatte, wollte ich auch von der Chancendegression anfangen. Du bist mir zuvor gekommen

    Eine andere Sache wollte ich dazu noch anfügen, nämlich die Zeroversicherung. Zero kann man ja auf verschiedene Arten absichern, Plein, Cheval, Tvp und Carre. Ich will darauf auf Cheval und Tvp hinaus, da es unter jeder dieser Chancen wieder weitere Möglichkeiten gibt und mir dazu der VPS-Vogel, der durch sämtliche Foren geistert, einfällt. Er sichert seine höheren Sätze über Cheval ab, schweigt sich aber darüber aus, nach welchen Kriterien er das zu setzende Cheval wählt. Auch hier hat man verschiedene Möglichkeiten. Man kann nach Rot/Schwarz gehen, Tendenz auf Manque oder einfach die Erscheinungshäufigkeit der Cheval zusätzlich registrieren.

    Zumal ich es bei einem Paroli-Spiel nicht unbedingt für notwendig ansehe, überhaupt auf Zero zu versichern. Dazu hat der Serienknacker einen wertvollen Hinweis gegeben. Ist man beim 5. Parolisatz, liegen 32 Stücke auf dem Tisch, trifft dieser Satz Zero, so hat man die Möglichkeit, den Satz freizukaufen. Man verzichtet dabei zwar im Gewinnfall des nächsten Satzes auf 16 Stücke Gewinn, aber 15 Stücke sind sicher, im Gegensatz zu einem möglichen Verlustsatz.

    Vielleicht wäre die Zeroversicherung dabei auch noch eine Betrachtung wert.

    Beste Grüße vom Wellenreiter

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