Windige Investment-Anbieter machen Geschäfte mit der Raffsucht - gut 40 Milliarden Mark ziehen sie renditegeilen Anlegern jährlich aus der Tasche
Vor dem Spielcasino fielen drei Räuber über Peter Hürlimann her, verprügelten ihn und griffen sich seinen Aktenkoffer. Darin waren mehr als anderthalb Millionen Dollar.
Zum Glück war es nicht Hürlimanns Geld, das ihm nebst Koffer abhanden gekommen war. Mit den anderthalb Millionen wollte Hürlimann eigentlich Zinsen bezahlen: pro Monat fünf Prozent für alle Anleger, die in seinen Roulette-Fonds investiert hatten.
So jedenfalls erzählte Hürlimann seinen Geldgebern die Geschichte von den drei Räubern. Das kleine Malheur habe er nicht der Polizei schildern können, weil sonst seine "bahnbrechende Erkenntnis" am Roulette-Tisch publik geworden wäre.
Wie viele Millionen Mark der Filou einkassiert hat, ist unbekannt. Bevor er verschwand, schickte Peter Hürlimann seinen Investoren noch ein paar tröstende Worte aus London: "... müssen wir annehmen, was das Leben uns bringt. Wut, Aufregung und negative Gefühle bringen Ihnen jedoch gar nichts." Sein Rat: "Es gibt Leute, die schreiben den Verlust ab und vergessen es."
http://www.spiegel.de/spiegel/spiege...d-8917274.html
hebbe

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