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» PSI-Playing - Spielbankszenen
Die nächsten 9 interessanten Spielbankszenen sind aus der nicht mehr so bekannten, aber interessanten Erzählung: Immer wenn die Kugel lief... – Ein Nachkriegsschicksal zwischen Wiesbaden und Bad Homburg – Nacherzählt von Arthur Kunze, bei dem der Intuitionsspieler Manfred Kuenheim mit seiner medialen Veranlagung in Bad Homburg zu spielen begann. In den nächsten Postings werde ich einige Stellen aus der Erzählung zitieren. 1. Spielbankszene: ....Manfred hatte etwa 300 Mark in kleineren Scheinen bei sich. Er trat zur Wechselkasse. Dabei hörte er sich selbst wie durch eine Nebelwand sagen: „Bitte in Fünfer zu wechseln“. Die erhaltenen Fünferjetons verstaute er in den Taschen seines Flanellanzuges. ... Die Uhr zeigte auf die erste Morgenstunde. Kuenheim spielte zuerst mit kleinen Einsätzen. Der große, heisse Strom der Hellsichtigkeit war noch nicht gekommen. Er verlor die ersten Spiele, dann gewann er ein Plein auf der 19, nur so hingesetzt, ohne grosses Nachdenken. Die 19 kam nochmals heraus, er war jetzt im Gewinn. Die Zero nahm ihm die nächsten Sätze weg, doch noch kein Verlust. Plötzlich war die Lust am Spiel da. Er wiederholte die Finale 9 und traf sie beim dritten Mal mit 3 Stücken. Die 29 war erschienen. Die bis dahin schläfrigen Croupiers werden aufmerksam. Einer inneren Stimme folgend, verdoppelt Kuenheim seinen Einsatz auf der 29. Der Chefcroupier grinst mitleidig. Da, die 29 als Wiederholung, wie zuvor die 19 – eine kleine Sensation scheint sich anzubahnen. „Handwechsel“!, ordnet der Chefcroupier an. Bemerkungen: Kuenheim, so besagt die Vorgeschichte, der Flieger bei der deutschen Luftwaffe war, wußte bereits im Krieg, beim Morgenappell, um die Gefallenen des Tages. „Und wenn abends die Tische der nicht zurückgekehrten leer blieben und er recht behalten hatte, überkam ihn ein seltsames Gefühl...“ (Kunze). Heute würde man sagen, dass er ein Sensitiver ist. Jemand, der von Natur aus über eine „außersinnliche Wahrnehmung“ (ASW) verfügt. Dennoch ist er sich unsicher. Die Wahrnehmungen scheinen so fein zu sein, dass er nicht einfach losspielen will. Er beherzigt ein gewisses „Spüren“ und eine Art „innere Sicht“. Die „Lust am Spiel“ ohne großartig das Wenn und Aber abzuwägen, macht ihn empfänglich. Doch erst dann ist er bereit seine Stücke zu setzen. Nicht etwa wahllos, sondern mit innerer Führung, was immer es heißen mag. Man beachte sein Spiel mit den Finalen, die schon traditionell für Intuitionssätze in Betracht kommen. Weiter im Text: Jetzt spürt Manfred von Kuenheim dieses innere Wissen um die herauskommende Chance. Er setzt einige Spiele aus und lässt mit geschlossenen Augen vor seinen inneren Spiegel das Zahlentableau erscheinen. Es war ihm, als wenn ein schmaler Schatten darauf umher huschte, wie der Schatten eines Uhrzeigers. Und es kam ihm vor, als hatte dieser Zeiger auf der Nummer 22 den Bruchteil einer Sekunde länger... Manfred öffnete die Augen, als eben der Croupier das Rad andrehte. Das mittlere Dutzend war vollkommen unbesetzt. Kuenheim belegte es mit 500 Mark, die 16 erschien, er hatte 1000 Mark gewonnen. „Meine Herrschaften, die drei letzten Spiele!“, kündigte der Tischchef an. Manfred überschlug seinen Gewinn. Er hatte mehr als 2000 Mark gewonnen. Damit war er zufrieden. (R.K., Seite 4279ff. ) Hervorhebungen sind von mir. Bemerkungen: Wenn Kuenheim „mit geschlossenen Augen vor seinen inneren Spiegel das Zahlentableau erscheinen“ läßt, arbeitete er offensichtlich mit Visualisierungstechniken. Heute weiß man dass diese Techniken auch beim Hochleistungssport angewendet werden. Offensichtlich kommt man damit zu einem „inneren Wissen“, dem man sonst verschlossen bleibt. Ein Augenmerk sollten wir auch auf das Kurzspiel legen. Gruß PsiPlayer |